
Tannoy Reveal 601
Hinzu kommen Tracktion-eigene Effekte und einige Masteringtools, im professionellen Design, aus dem Hause Mackie. Hier schon mal ein Hinweis an alle Praktischdenker: Die o.g. Pug-Ins laufen nur unter Tracktion 3 - die Samples hingegen können auch von anderen Softwaresamplern verarbeitet werden. Wenn man sich nicht aus selbst verschuldeten Gründen eine Schlankheitskur verordnete, schaufelt die Installationsroutine einiges an Bits und Bytes auf die Festplatte des Studiorechners. Wenn ich recht beobachtet habe, dauerte die Installation auf meinem recht aktuellen Dual Core 2 – Knecht lockere 40 Minuten. Respekt – aber gut Ding will halt Weile haben!
Drei Seiten für ein Halleluja
Seit der Ursprungsversion ist Mackie dem Single-Page-Design seines Sequenzer-Boliden nun treu geblieben. Will sagen, alles was sich um das eigentliche Musik produzieren dreht, findet auf einer einzigen Oberfläche statt. Die beiden anderen Ebenen dienen der Verwaltung des musikalischen Datenmaterials (Projekte) bzw. der Einrichtung und Einstellung des Programms. Werfen wir einen kurzen Blick auf die Seite „Einstellungen“. Ja, richtig gelesen. Tracktion 3 kann auf deutsche Menüsprache eingestellt werden. Unter Einstellungen finden wir, wie erwartet, Menüpunkte zum Einrichten der Audio- und der MIDI-Hardware. Alles sehr übersichtlich und großzügig gestaltet. No Problemo bei der Bedienung. Weitere Menüpunkte unter „Einstellungen“ erlauben detaillierte Voreinstellungen des User-Interfaces - bis hin zu Details wie Farbgebung, Benutzernamen - sowie diverse Dateipfad- Programmierungen für Speicherungen von Songdateien, Loops und Samples. Ebenso findet man hier die Plug-In-Verwaltung und eine äußerst umfangreiche Liste von Tastaturbefehlen – alle selbstverständlich individuell programmierbar. Last but not least unterstützt Tracktion 3 von Hause aus auch die folgende Controller Hardware: Mackie Control Universal und C4 , Frontier Tranzport und Novation Remote SL. Andere können vom User angepasst werden. In der Tracktion-Landessprache heißt ein Song „Projekt“. Hat man ein Neues Projekt angelegt, erwacht auch die „Projekte“-Seite zum Leben. Kurz gesagt hier findet man alle Informationen zu den im Projekt verwendeten Elemente (Samples, Loops, MIDI-Files , Filme etc.). Das Ganze übersichtlich sortiert nach Quellen, Speicherdaten- und orten (wichtig !) und wenn man doch mal den Überblick verloren hat, dann hilft eine Suchfunktion. Alle Loops und Samples lassen sich bereits hier bequem vorhören und auch mit einfachen Funktionen editieren (Normalisieren, Monosummierung und Umkehrung). Wer detailliertere Eingriffe am Audiomaterial vornehmen möchte, kann hier direkt über einen Menupunkt in Tracktion seinen Audio-Editor der Wahl aktivieren und dann die Bearbeitung dort durchführen. Das Single-Page-Konzept von Tracktion findet seine Verwirklichung schließlich in der Edit-Page die wir nun aufrufen.
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natürlich habe ich es etwas überspitzt formuliert, aber T3 als "Amiga Kinderspielzeug" zu bezeichnen ist masslos übertrieben. Übrigens verwende ich zum Einspielen von Piano Tracks auch Sample Libs, also benötige ich keinen Kassettenrecorder (schon wieder so ein Unfug), sondern durchaus auch MIDI Tracks.
Und jetzt erklär mir doch mal jemand, welche essenziellen Funktionen fehlen, damit ich mir mal ein Bild von den Vorzügen anderer DAWs machen kann.
da du das Thema "Tracks zusammenklicken" jetzt schon zum zweiten Mal erwähnst: du darfst nicht von dir auf andere schliessen. Was du für dein Piano brauchst ist kein MIDI Editor, sondern ein Tapedeck. Es gibt Musikrichtungen, bei denen das bloße Festhalten eingespielter Takes überhaupt nichts bringt. Da braucht man einen EDITOR, der mehr hat als nur eine Start/Stop-Taste. Schau mal über deinen Tellerrand... ;-)
Cheers
Frank
danke für die Rückmeldung.
Tatsächlich ist Tracktion eine Wucht was den Workflow beim Arrangieren von Audiospuren betrifft. Insofern hat es bestimmt seine Daseinsberechtigung, insb. bei dem Preis. Aber es ist eben kein wirklicher Allround-Sequenzer und man bleibt gezwungen zweigleisig zu fahren. Schade.
Oberflächendesign : Wie im Test geschrieben kann das Design von T3 angepaßt werden. Professionelles Grau ist auch dabei.
Straßenverkaufspreis : Danke für den richtigen Hinweis. Der Straßenpreis liegt in der Tat bei 280,00 Euro.
PC oder MAC : Der Testbetrieb lief auf einem PC (DualCore2). Es gibt in der Dokumentation der Bundle-Software keine Ausschlußhinweise bzgl. MacOSX. Ob die Bundle-Software vollständig auf eine Mac läuft wurde im Testbetrieb jedoch nicht überprüft.
MIDI-Editor : In der Tat behandelt Mackie den MIDI-Editor etwas nachlässig. Es gibt keinen speziellen MIDI-Editor, diese Arbeit muß in der MIDI-Spuransicht erledigt werden. Das Programm legt den Schwerpunkt eindeutig auf die Audio-Funktionalität
Aus diesem Grunde wird die Software damit auch zur Lachnummer, leider.
Die Einfachheit der Bedienung und die Routing-Möglichkeiten könnten eigentlich Maßstäbe setzen. Jedoch wird durch die mangelhaften Möglichkeiten der Midi-Editierung jedes ernsthafte Musikprojekt zum Krampf.
Der MIDI-Editor im Ur-Tracktion ist ja eine mittlerer Totalschaden gewesen. Den der T2-Version kenne ich nicht. Wie sieht es in T3 aus? Lässt sich ein komplexeres MIDI-Arrangement mit der aktuellen Version sinnvoll und flüssig erarbeiten? In T1 war das eine Zumutung.