
Tannoy Reveal 601
One Song – One Page
Die Edit-Seite von Tracktion gliedert sich in sechs große Bereiche. Das eigentliche Edit-Fenster mit der Time- oder Taktline visualisiert quasi den Signalweg durch die Software. Auf der linken Seite findet man die MIDI- oder Audio-Signal-Eingänge und rechts des Bereichs mit den Eventdarstellungen findet man die Ausgangsseite. Hierzu später mehr. Zuvor schauen wir uns noch eine Neuheit der Tracktion Version 3 genauer an. Den Loop-Browser. Links des Arrangement-Fensters befindet sich ein Loop-Browser zur Verwaltung der für Tracktion zur Verfügung stehenden Loops. Der Loop-Browser ist thematisch gegliedert nach musikalischen Stilen, Instrumenten oder auch Klang- Kategorien. Das wirkt zunächst sehr einladend und funktioniert mit den mitgeliefertem Samplematerial auch tadellos. Wer hier jedoch seine eigene / vorhandene Samplelibrary der Tracktion-Verwaltung unterwerfen will, auf den lauert wohl eine größere Aufgabe. Da greift man wohl schnell wieder zum herkömmlichen Dateibrowser. Positiv aufgefallen beim Loop-Browser ist mir die regelbare Lautstärke der Auto-Wiedergabe. Ein Feature, das man beim Durchhören verschiedener Loops bei gleichzeitig laufendem Song sehr zu schätzen lernt. Dominiert wird der zentrale Edit-Bereich wie erwartet vom Track-Edit-Fenster - hier in der klassischen Timeline-Darstellung. Wie bei den vorherigen Tracktion-Versionen auch hat Mackie die Verwaltung des Eingangsrouting clever gelöst. Ein rechter Mausklick auf die Trackinput-Pfeile und schon zeigt ein Fenster alle zur Verfügung stehenden Inputs. Über die Auswahl des Inputs entscheidet sich, ob die betreffende Spur eine MIDI - oder eine Audio-Spur sein soll. Für Einsteiger einfach zu durchschauen - für Profis einfach zu überblicken. Klickt man ein Spur-Inputsymbol an, können im unteren Bereich des Edit-Fensters die detaillierten Einstellungen für diese Spur vorgenommen werden. Im übrigen hat Tracktion natürlich auch sämtliche Darstellungsoptionen wie z.B. Track- und Timeline- Zoom im Programm. Die Tempo-Masterspur wird als eigener Track geführt, wobei das Tempo mittels einer Kurve graphisch und auf Wunsch auch stufenlos, editiert werden kann.
Kommen wir nun zu den Filtern. Unter diesem Begriff versteht man (nur) in der Tracktionwelt virtuelle Instrumente und Effekte. Ein Begriff, den ich nach wie vor für verwirrend halte. Sei`s drum, Mackie bleibt dabei und hat sich ebenfalls entschlossen, die einfache Handhabung der Filter beizubehalten. Einfach den Button "neues Filter..." per drag and drop auf die gewünschte Position in der Signalausgangs-Kette rechts des Track-Fensters bugsieren - gewünschte virtuelle Kiste auswählen - fertig.
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natürlich habe ich es etwas überspitzt formuliert, aber T3 als "Amiga Kinderspielzeug" zu bezeichnen ist masslos übertrieben. Übrigens verwende ich zum Einspielen von Piano Tracks auch Sample Libs, also benötige ich keinen Kassettenrecorder (schon wieder so ein Unfug), sondern durchaus auch MIDI Tracks.
Und jetzt erklär mir doch mal jemand, welche essenziellen Funktionen fehlen, damit ich mir mal ein Bild von den Vorzügen anderer DAWs machen kann.
da du das Thema "Tracks zusammenklicken" jetzt schon zum zweiten Mal erwähnst: du darfst nicht von dir auf andere schliessen. Was du für dein Piano brauchst ist kein MIDI Editor, sondern ein Tapedeck. Es gibt Musikrichtungen, bei denen das bloße Festhalten eingespielter Takes überhaupt nichts bringt. Da braucht man einen EDITOR, der mehr hat als nur eine Start/Stop-Taste. Schau mal über deinen Tellerrand... ;-)
Cheers
Frank
danke für die Rückmeldung.
Tatsächlich ist Tracktion eine Wucht was den Workflow beim Arrangieren von Audiospuren betrifft. Insofern hat es bestimmt seine Daseinsberechtigung, insb. bei dem Preis. Aber es ist eben kein wirklicher Allround-Sequenzer und man bleibt gezwungen zweigleisig zu fahren. Schade.
Oberflächendesign : Wie im Test geschrieben kann das Design von T3 angepaßt werden. Professionelles Grau ist auch dabei.
Straßenverkaufspreis : Danke für den richtigen Hinweis. Der Straßenpreis liegt in der Tat bei 280,00 Euro.
PC oder MAC : Der Testbetrieb lief auf einem PC (DualCore2). Es gibt in der Dokumentation der Bundle-Software keine Ausschlußhinweise bzgl. MacOSX. Ob die Bundle-Software vollständig auf eine Mac läuft wurde im Testbetrieb jedoch nicht überprüft.
MIDI-Editor : In der Tat behandelt Mackie den MIDI-Editor etwas nachlässig. Es gibt keinen speziellen MIDI-Editor, diese Arbeit muß in der MIDI-Spuransicht erledigt werden. Das Programm legt den Schwerpunkt eindeutig auf die Audio-Funktionalität
Aus diesem Grunde wird die Software damit auch zur Lachnummer, leider.
Die Einfachheit der Bedienung und die Routing-Möglichkeiten könnten eigentlich Maßstäbe setzen. Jedoch wird durch die mangelhaften Möglichkeiten der Midi-Editierung jedes ernsthafte Musikprojekt zum Krampf.
Der MIDI-Editor im Ur-Tracktion ist ja eine mittlerer Totalschaden gewesen. Den der T2-Version kenne ich nicht. Wie sieht es in T3 aus? Lässt sich ein komplexeres MIDI-Arrangement mit der aktuellen Version sinnvoll und flüssig erarbeiten? In T1 war das eine Zumutung.