
Tannoy Reveal 601
Alle verfügbaren Filter lassen sich, natürlich bestimmt nach ihrer Funktion (Instrument oder Effekt), sowohl in jeder MIDI/Audio-Spur als auch im Masterbereich zur Summenbearbeitung verwenden. Die Editierung von „externen“ Instrumenten/Effekten und den Tracktion eigenen Filtern unterscheidt sich. Logischerweise erscheinen VST-Instrumente in ihrem normalen Design. Tracktion–Filter werden, über Schalter und Schieberegler im Tracktion eigenen Look in einem unter dem Edit-Fenster platzierten Bereich editiert.
Besonders ansprechen muss man auch die neue Freeze-Funktion von Tracktion 3. Dieses Tool hilft bei schwachbrüstigen Rechnern - oft ein Einsteigerproblem - aber auch bei aufwändigen Arrangements mit reichlich Plug-Ins, die gelegentlich auch aktuelle Rechner an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringen. Mit der Freeze-Funktion erstellt Tracktion aus einer MIDI-Spur, die ein Instrumenten und/oder Effekt-Plug-In ansteuert, eine 1:1 Audiokopie. Die Spur wird quasi aufgenommen und als Audiodatei abgelegt. Vorteil: Man spart die Rechenleistung zur Echtzeitberechnung des Plug-Ins, die somit wieder für andere Aufgaben zu Verfügung steht. Nachteil : Das "eingefrorene" Material ist nicht mehr unmittelbar editierbar. Für evt. Änderungen muss die Spur wieder "aufgetaut" werden. Die Freeze bzw. De-Freeze-Prozesse können, abhängig von der Spurlänge und der Computerleistung recht lange dauern. Kurz: Man gewinnt an Systemleistung auf Kosten der musikalischen Flexibilität.
Racks for Tracks
Irgendwo habe ich mal den Begriff des „Killer-Feature“ gelesen. Wenn damit ein herausragendes Merkmal oder eine besonders gelungene Funktion einer Software gemeint ist, dann muss man den Racks in Tracktion diesen Orden anhängen. Racks - es gibt sie im übrigen schon seit der Version 1 des Mackie-Haussequenzers - erlauben die Verknüpfungen von Filtern, also verschiedenster Virtueller Software-Instrumente und / oder Effekte, zu einem "Multi-Filter". Gewissermaßen ist ein Rack der Combinator innerhalb von Tracktion 3 - wer Reason 3.0 kennt, weiß, wovon ich spreche. Dabei stellt Tracktion eine virtuelle Verkabelung der RACK-Elemente, sowohl für MIDI- als auch für Audiosignale, bereit.
Besonders gut haben mir die werksseitig vorgegeben Racks gefallen. Nicht nur weil man sie als Presets im eigentlichen Sinne benutzen kann - noch interssanter ist es, diese als Ideengeber für eigene Kreationen und Verknüpfungen zu benutzen. Ein Beispiel ist die Verwendung von Multi-Output VSTi`s als Signalsplitter. So können z.B. den verschiedenen Ausgängen eines Kontakt-Samplers verschiedene Effekte nachgeschaltet werden. Auf die gleiche Weise können die einzelnen Instrumentenausgänge einer virtuellen Drummachine individuell mit Effekten belegt werden. Man sieht: Ein weites Feld für Experimente. Einzelne Rack-Kreationen können individuell gespeichert werden. Der von Mackie initierte Austausch von Racks zwischen Tracktion-Usern wird sich wohl auf Racks begrenzen, die auf die serienmäßige Filter-Ausstattung von Tracktion3 zurückgreifen. Darüber hinaus gehende Kreationen funktionieren nur dann, wenn die beteiligten User die jeweils verwendeten externen Plug-Ins zur Verfügung haben. Dennoch eine interessante Initiative des Herstellers für engagierte Tracktion3 - Anwender.
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natürlich habe ich es etwas überspitzt formuliert, aber T3 als "Amiga Kinderspielzeug" zu bezeichnen ist masslos übertrieben. Übrigens verwende ich zum Einspielen von Piano Tracks auch Sample Libs, also benötige ich keinen Kassettenrecorder (schon wieder so ein Unfug), sondern durchaus auch MIDI Tracks.
Und jetzt erklär mir doch mal jemand, welche essenziellen Funktionen fehlen, damit ich mir mal ein Bild von den Vorzügen anderer DAWs machen kann.
da du das Thema "Tracks zusammenklicken" jetzt schon zum zweiten Mal erwähnst: du darfst nicht von dir auf andere schliessen. Was du für dein Piano brauchst ist kein MIDI Editor, sondern ein Tapedeck. Es gibt Musikrichtungen, bei denen das bloße Festhalten eingespielter Takes überhaupt nichts bringt. Da braucht man einen EDITOR, der mehr hat als nur eine Start/Stop-Taste. Schau mal über deinen Tellerrand... ;-)
Cheers
Frank
danke für die Rückmeldung.
Tatsächlich ist Tracktion eine Wucht was den Workflow beim Arrangieren von Audiospuren betrifft. Insofern hat es bestimmt seine Daseinsberechtigung, insb. bei dem Preis. Aber es ist eben kein wirklicher Allround-Sequenzer und man bleibt gezwungen zweigleisig zu fahren. Schade.
Oberflächendesign : Wie im Test geschrieben kann das Design von T3 angepaßt werden. Professionelles Grau ist auch dabei.
Straßenverkaufspreis : Danke für den richtigen Hinweis. Der Straßenpreis liegt in der Tat bei 280,00 Euro.
PC oder MAC : Der Testbetrieb lief auf einem PC (DualCore2). Es gibt in der Dokumentation der Bundle-Software keine Ausschlußhinweise bzgl. MacOSX. Ob die Bundle-Software vollständig auf eine Mac läuft wurde im Testbetrieb jedoch nicht überprüft.
MIDI-Editor : In der Tat behandelt Mackie den MIDI-Editor etwas nachlässig. Es gibt keinen speziellen MIDI-Editor, diese Arbeit muß in der MIDI-Spuransicht erledigt werden. Das Programm legt den Schwerpunkt eindeutig auf die Audio-Funktionalität
Aus diesem Grunde wird die Software damit auch zur Lachnummer, leider.
Die Einfachheit der Bedienung und die Routing-Möglichkeiten könnten eigentlich Maßstäbe setzen. Jedoch wird durch die mangelhaften Möglichkeiten der Midi-Editierung jedes ernsthafte Musikprojekt zum Krampf.
Der MIDI-Editor im Ur-Tracktion ist ja eine mittlerer Totalschaden gewesen. Den der T2-Version kenne ich nicht. Wie sieht es in T3 aus? Lässt sich ein komplexeres MIDI-Arrangement mit der aktuellen Version sinnvoll und flüssig erarbeiten? In T1 war das eine Zumutung.