
Godin Strat
Im allgemeinen Zuge der ABBA-Manie darf sie natürlich nicht fehlen – die Wiederauflage der in den frühen Jahren der elektrischen Gitarre sehr beliebten Hagstrom-Modelle!
Die schwedische Company- die zuerst mit dem Bau von Akkordeons bekannt wurde- begann Ende der fünfziger Jahre mit der Fertigung von Gitarren und wurde dabei von namhaften Herstellern wie Fender oder Pearl unterstützt. Aber wohl nicht ausreichend, denn im Jahre 1982 schlossen sich die Werkspforten für immer. Man hatte es schlichtweg versäumt, auf den Zug der Zeit aufzuspringen und so lagen die optisch etwas angestaubten Modelle trotz kontinuierlich guter Qualität wie Blei in den Regalen der Händler. Im Laufe der Zeit verließen auch E-Bässe und Verstärker die Werkshallen im schwedischen Älvdalen, doch auch diese vermochten den Konkurs leider nicht aufzuhalten.
Trotz qualitativ hochwertiger Instrumente, einem Endorser-Stall, der sich sehen lassen konnte und pfiffiger Innovationen, wie z.B. dem „H-Bar“ (einem H-Förmigen Stahlstab der im Hals eingelassen war und ein verziehen praktisch unmöglich machte) wurde der wirtschaftliche Untergang unabwendbar. Seit 2005 werden einige Hagstrom Gitarrenmodelle unter dem selben Namen in China und den USA und sogar unter Benutzung der damaligen Originalmaschinen- und -Formen neu aufgelegt. Unser heutiger Proband ist die Ultra-Swede SL-2, eine Single-Cutaway Gitarre, die das Auge des Betrachters in die „swinging sixties“ zurückversetzt und zudem für einen äußerst fairen Kurs angeboten wird.
Lieferumfang/Verarbeitung
Wie in dieser Preisklasse zu erwarten kommt die Hagstrom ohne einen Koffer oder Case – ein Pappkarton verstaut die empfindliche Ware sicher. Nach Entblättern der Verpackungsschicht zeigt sich das Instrument in einem schön gebeizten, dunkelroten Farbton, der das dezent geflammte Deckenfurnier der SL-2 hübsch in Szene setzt. Hagstrom nennt das Finish „Burgundy Burst Flamed Maple“. Es schließt bis auf einen kleinen Makel am Hals/Korpusübergang sauber mit dem Perlmut-Deckenbinding ab. Der Body als auch der Hals mit seinen 22 spielbaren Bünden bestehen aus Mahagoni. Die Rückseite des Instrumentes ist deckend in einem sauberen schwarzen Hochglanz-Finish lackiert. Die Lackierung ist so sauber ausgeführt, dass leider nicht zu erkennen ist, aus wie vielen Teilen der Body der Ultraswede besteht- ich tippe mal in dieser Preisklasse auf einen 3-teilligen Mahagony-Body.
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Nur bei der Halseinstellung habe ich so meine Probeme. Der Hals ist sehr steif; man kann ihn mit Hilfe des Halsspannstabs nur sehr eingeschränckt in die Konvexe. Das bedeutet, ich muss dickere Saiten aufspannen -_-
Das kann aber auch nur an meinem Modell liegen... =(
Die Ultra Swede gibt es mit Linde Korpus um ca ~400 Euro, die Ultra Swede Select kostet ca 150 Euro mehr und hat dann einen Mahagoni Body (allerdings konnte ich bis dato hier, auch nicht auf der Hagstrom homepage, kein rotes (Burgundy Burst?) Modell finden.
Seid Ihr nun mit der Ultra Swede oder mit der Ultra Swede Select zufrieden?
Ich habe grade eben eine gekauft. Ich stehe auf den Sound.
Wenn man von der Strat kommt scheint das Bending etwas schwerer zu fallen, aber das ist wahrscheinlich eine Gewöhnungssache.
FAZIT:
Ich bin sehr glücklich, diese Gitarre gekauft zu haben
Wie auch immer, ich bin begeistert, und meine nächste Gitarre wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Hagström sein, denn die Select Super Swede, die ich bei besagter Session ebenfalls testete, sprach mich genauso an...