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Über den Autor

Thilo Goldschmitz

Thilo Goldschmitz Der Autor veröffentlicht seit 1997 unregelmäßig auf einigen Indie Labels, hauptsächlich elektronische Musik. Mit der Band JAZZelectric versucht er, den scheinbaren Widerspruch zwischen elektronischer und handgespielter Musik zu überwinden. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich ausgiebig mit Bau und Entwicklung von Musikequipment, DIY.

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Test: Zoom HD16 / Version 1.1

11.02.2008
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Mobiles Recording kommt mehr und mehr in aller Munde. Musste man in den 70ern noch den Stones Mobile Recording Track heuern, um eine mobile 24-Spur Aufnahme in Studioqualität unter Livebedingungen zu 'fahren', gibt es in letzter Zeit immer mehr Lö sungen, um auch unabhängig der vier Studiowände Events einzufangen.

Professionelle Lösungen gibt es schon seit einiger Zeit, wie z.B. die Tascam oder Fostex Harddiskrecorder, die kompromisslos mit 24Bit/96kHz aufnehmen. Diese sind allerdings für die normale Band weniger erschwinglich, liegen die Preise hier doch bei 1,5 bis 2,5 Tausend Euro.

Möchte man dann noch etwa eingebaute Vorverstärker und Drum- und Rhythmustracks und Effekte, ist man auf Kombinationen von Geräten angewiesen.

Für die ambitionierte Aufnahme mit bis zu 8 Spuren gleichzeitig bietet Zoom das HD16 an. Dieses kompakte Gerät ist nicht nur ein Harddiskrecorder mit 8 Mikrofonvorversärkern und 2 Hi-Z (hoch impendanten) Instrumenteneingängen, sondern alles in allem ein komplettes Ministudio, auf dem man von der Aufnahme bis zur fertigen Audio-CD alles erledigen kann. Und das alles für unter 800 Euro.


Zoom HD-16

Verarbeitung

Das HD16 wohnt in einem robusten Gehäuse aus Metall. Die Regler sind als 66mm Fader ohne Motor ausgeführt und gleiten angenehm geschmeidig. Die Gainpotis sind etwas klein, aber vermitteln eine gute Kontrolle über den Reglerbereich. Die beleuchteten Taster haben einen klaren Druckpunkt und sind aus Hartplastik. Die anderen Taster sind aus etwas härterem Gummi und doch ein wenig wacklig, aber nicht schlecht. Wichtig sind die 9 Pads oben rechts, denn hier spielt man auch seine Drumpatterns ein. Hier ist es schon ein wenig schwierig, gefühlvoll die acht möglichen Dynamikstufen zu erreichen, jedoch kann man die Sensitivität einstellen. Die Rasterpotis sowie der Jog Dial ist nicht gerade flüssig aber macht deutlich 'Klick' und man weiß, wo man ist. Die Front vor den Pegelanzeigen ist mit Hardplexi geschützt und dahinter befindet sich auch das (nur) zweizeilige Display.


Gainregler

Das Gerät ist ein Mittelgewicht und insgesamt gut verarbeitet. Ob es jedoch einen Sturz aus einem Meter Höhe überstehen würde, mag ich bezweifeln... aber das gilt für ein Tascam Gerät wohl genau so.

Anschlüsse

Die rückwärtigen Anschlüsse beschränken sich auf MIDI in/out, Optical Out, Control In (für ein Expression Pedal), USB sowie den Anschluss für das externe Netzteil.

Auf der Oberseite gibt es 8 XLR/Klinke Kombibuchsen, alle mit optionaler Phantomspeisung. Eingang 1 und 2 bieten zusätzlich noch eine Hi-Z Schaltung, um den Eingang an hochohmige Geräte wie Gitarren und Bässe anzuschließen. Rechts neben den XLR Eingängen befindet sich der einzige analoge Line Ausgang als Cinch Stereopaar. Es gibt dankenswerterweise 2 Kopfhörerausgänge, deren Monitoring sich einzeln einstellen lässt. Schade jedoch, dass diese auf der Oberfläche und nicht vorne am Gerät untergebracht sind, so stört das Kopfhörerkabel ein wenig, wenn es denn über der Bedienoberfläche hängt.

Features

Das Zoom HD16 bietet zusammengefasst folgende Features:

  • 16-track Wiedergabe
  • 8-track Simultanaufnahme möglich 160 V-takes
  • 8 balanced XLR - 1/4" phone combo inputs mit Phantompower
  • Hi-Z inputs z.B. für Gitarren16 bit / 44.1 kHz linear PCM recording im WAV
  • Formatmehr als 100 Effekte für Gitarre / bass / vocal recording, mixing und mastering
  • Drum / Bass Maschine mit touch-sensitive pads. 500 drum soundsAudio track editing
  • copy / move / erase / trim / reverse / fade in-out
  • eingebautes CD-R/RW Laufwerk und 80 GB HDD
  • Control Surface Funktion für DAW Software
  • Steinberg Cubase LE im Lieferumfang enthalten
  • Sampler Funktion ermöglicht das Laden zusätzlicher Drum Kits
  • eingebauter USB2.0 Port zum Übertragen von Aufnahmen, Drum Kits und Updates
  • 5-Segment LED Levelmeter
  • Separater Mix für die beiden Kopfhörerausgänge

Es stehen also eine komplette Rhythmussektion mit Schlagzeug- und Bass-Spuren zur Verfügung. Im Gerät selber sind über 500 Patterns untergebracht. Man kann auch neue Pattern über eine externe MIDI Quelle eingeben, und dann diese und die vorhandenen über die MIDI Schnittstelle auch auf anderen MIDI Geräten ausgeben. Interessant ist vor allem die Möglichkeit, für die Drum Sounds eigene Samples zu verwenden. Die mitgelieferten Drum- und Bass-Sounds sind allesamt eher gediegene Hausmannskost. Auch ist es möglich, ganze Loops abzuspielen, dazu später mehr.

Bedienung

Nun, um eine Aufnahme zu starten braucht man zu Anfang wirklich nicht länger als 5 Minuten. Aufnahme Modus wählen (Multitrack), Tracks scharf schalten, Gain auspegeln und ab dafür. Der Headroom erlaubt auch kleine Ausbüchser über die Übersteuerungsanzeige, ohne dass gleich digitale Verzerrungen entstehen.

Auch die Auswahl der grundlegenden Trackeffekte geschieht völlig intuitiv und selbsterklärend.


Trackeffekte und Bedienteil

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Klangbeispiele

Bewertung

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  • Benutzerbild von principal
    principal, 15.08.2009 - 18:59 Uhr:
    Das Gerät ist gut, nur einziges: 16-bit. Es hat keinen 24-bit-Modus. Außerdem fest angebaute Medium wirkt heute als etwas vom Mittelalter... Anderes Gerät von Zoom - R16 - hat anderes Problem: nur 2 von 8 Buchsen haben Phantomspeisung. Ist Zoom wirklich unfähig, ein Gerät zu bauen, welches Vorteile von beiden kombiniert?...
  • resfish, 01.04.2008 - 00:35 Uhr:
    Wir haben im Proberaum Aufnahmen des Drummers (vorgemischt und auf zwei Kanälen ausgegeben), des Gitarristen, des Sängers und Keyboarders gemacht. Das Resultat hat uns absolut positiv überrascht. Die Aufnahmen klangen für unsere Ohren überraschend warm, satt und transparent. Wir können Pop- und Rockbands, die unkompliziert aufnehmen wollen das HD 16 nur empfehlen. Bei uns hat es einen festen Platz gefunden. Das mischen kann ja auf dem PC oder Mac erledigt werden, was dank USB Anschluss Null Problem ist. Robustes Gerät das schnell beherrschbar ist mit tollem Sound! resfish/metro11
  • Torsten, 29.02.2008 - 14:02 Uhr:
    Ich kann mich da nur anschliessen. Habe die Aufnahmen mit Thilo in der Beethovenhalle gemacht und bin auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen. tolles Gerät!

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