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Über den Autor

Peter Ludl

Peter Ludl ...hat Kommunikations-Design und Fotografie studiert. Arbeitet als freier Journalist und PA-Profi. Seit September 2008 schreibt Peter Ludl bei AMAZONA.de als Fachautor für den Bereich PA.

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Test: Mackie 2-Weg-Aktivbox HD 1521

31.07.2009
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Ausgepackt

 

Obwohl alle Hersteller immer noch um das schönste Kunststoffgehäuse wetteifern, geht Mackie mit der HD-Serie wieder in Richtung klassischer Baumaterialien. Das 762 mm hohe, 477,8 mm tiefe und an der Frontseite 463,5 mm breite, trapezförmige robuste Gehäuse ist komplett aus Holz gefertigt (Maße laut Bedienungsanleitung). Genauer gesagt, aus 15 mm starkem Birkensperrholz. Trapezförmig bedeutet, nach hinten läuft die Box schmal zu und misst dort 300,2 mm Breite. Die schwarz lackierte, strukturierte Oberfläche macht einen unempfindlichen Eindruck. Ein kräftiges, rund gelöchertes Metallgitter schützt das 15″ Neodym Basschassis und den 1,75″ Titan-Kompressionstreiber. Ansprechend vom Boxen-Design sind die abgerundeten Kanten der Lautsprecherabdeckung, die sich in weicher Rundung oben und unten ein Stück nach hinten fortsetzen. Gelungen auch die asymmetrisch gestaltete Aufteilung der Front durch einen senkrechten Streifen mit integriertem Logo und blauer Kontroll-Leuchte. Diese lässt sich übrigens auf der Rückseite mittels Schalter ein- oder ausschalten. Wo wir gerade auf der Rückseite sind. Hier springen die massiven Kühlrippen der Leistungsendstufe förmlich ins Auge. Sie nehmen ein Großteil der rückseitigen Fläche ein. Ausreichende Kühlung ist bei dieser Aktivbox auch angebracht. Die Leistungsendstufe in effizienter Class-D Technik liefert sagenhafte 1600 Watt Spitzenleistung, die sich aufteilt in 1400 Watt Peak (700 Watt RMS) zur Befeuerung des 15-Zöllers und 200 Watt Peak (100 Watt RMS) für den Kompressionstreiber.

 

Sämtliche Anschluss- und Bedienelemente sind zum Schutz gegen unerwünschte Berührungen vertieft im Gehäuse. Da haben wir im unteren Teil den Netzanschluss mit Power-Schalter sowie zugehöriger Kontroll-LED. Oberhalb des Kühlkörpers sitzt der Main Input in Form einer symmetrisch geschalteten XLR-Buchse. Darunter eine männliche XLR-Ausgangsbuchse zur Weiterleitung des Eingangssignals. Hier können zusätzliche Boxen angeschlossen werden.

 


Ruhig gestaltete Frontpartie und mächtig Power. Mackies neue PA-Box.

 

Achtung Kontrolle

 

Die Stärke des Eingangssignals wird mit dem Level-Regler angepasst. In Mittelstellung findet keine Beeinflussung statt. Beim Dreh nach links kann der Pegel bis zu 6 dB abgeschwächt werden, nach rechts gedreht ist eine Anhebung bis maximal 6 dB möglich. Über dem Drehregler sitzen zwei kleine, aber wichtige LEDs. Eine von ihnen trägt die Bezeichnung SIG/LIMIT. Diese zweifarbige Anzeige leuchtet grün, wenn ein Signal im Eingangsbereich ankommt. Flackert's hier gelegentlich gelb, ist das nicht weiter schlimm. Das ist ein Zeichen für den Eingriff des eingebauten Limiters, der vor Übersteuerung schützt. Leuchtet die Kontrolle allerdings häufiger oder sogar ständig, wird es Zeit, das Eingangssignal herabzusetzen. Die zweite LED trägt die Bezeichnung THERMAL. Mackie hat die HD 1521 mit einer Schutzschaltung ausgestattet, die permanent die Temperatur der Verstärkermodule und des Kühlkörpers überwacht. Falls die Temperatur während des Betriebs einen bestimmten Punkt überschreiten sollte, wird das Eingangssignal kurzerhand stumm geschaltet. In diesem Fall leuchtet die Anzeige. Beim Einsatz der Schutzschaltung erlischt auch (falls aktiviert) die vorderseitige blaue Power-LED. Nach Abkühlung auf eine sichere Betriebstemperatur wird das System automatisch wieder aktiv geschaltet, die THERMAL-LED erlischt dann ebenfalls.

 


Übersichtliches Bedienfeld mit abschaltbarem EQ

 

Klangregelung

 

Gefreut hat mich der kleine Taster mit der Bezeichnung EQ ON. Damit ist es möglich, den 3-Band EQ komplett aus dem Signalweg zu nehmen oder ihn bei Bedarf zu aktivieren. Der Regler für die tiefen Frequenzen ist als Shelving Filter ausgelegt und arbeitet in so genannter Kuhschwanzcharakteristik. Die Centerfrequenz liegt bei 80 Hz. Von hier aus kann die Frequenz um 3 dB angehoben oder abgesenkt werden. Ein ähnliches Prinzip verfolgt der Höhenregler. Auch hier sind Eingriffe um 3 dB nach oben oder unten in Form einer Kuhschwanzcharakteristik möglich. Die Centerfrequenz der Höhen liegt bei 12 kHz. Das Mittenband ist semi-parametrisch ausgelegt. Bei fest eingestellter Flanke von Q=1.5 kann mittels FREQ-Regler das Frequenzband von 100 Hz bis 8 kHz ausgewählt werden. Die Centerfrequenz liegt übrigens bei 600 Hz (Mittelstellung). Veränderungen sind ebenfalls um +/- 3 dB möglich. Gemessen an Klangregelungen anderer PA-Boxen sind die Frequenzeingriffe um maximal 3 dB nach oben oder unten recht sparsam ausgelegt. Aber man kennt es ja aus dem HiFi-Bereich. Ein echter „Highender“ hört grundsätzlich linear ab. Außerdem ist eine klangliche Beeinflussung beim Live-Einsatz der High-Definition Box jederzeit via Mischpult oder professionellem Equalizer im Siderack möglich.

 

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