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Platz 3 in:  V-Synthesizer Analog (Poly)

Sequential Prophet 5

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Green Box: Waldorf Microwave

02.05.2004
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SYNRISE & AMAZONA.de starten Kooperation
AMAZONA.de ist mit der Online-Seite Synrise.de eine Kooperation eingegangen, die es uns erlaubt, monatlich eine der informativen Produkt-Features von SYNRISE.de auf AMAZONA.de vorzustellen.
SYNRISE.de ist eine Initiative des Synthesizer-Fachmanns Stephan Dargel. Alle Artikel auf SYNRISE.de tragen seine Handschrift. Mehr zu Stephan Dargel werden Sie demnächst in einem ausführlichen Portrait auf AMAZONA.de lesen können.

 

STARKER WELLENGANG IN DEUTSCHLAND

Ein Vorwort von Peter Grandl

Wir schreiben das Jahr 1989. Digitale Synthesizer dominieren den Markt. Als das Magazin Keyboards in der Ausgabe 11/89 den Microwave von Waldorf erstmals vorstellt und testet, finden sich im Heft ansonst nur Anzeigen und Beiträge zu Synthesizern wie Korg T3, Kawai K4, Yamaha SY77, Roland W30 und Ensoniq VFX-SD, allesamt voll digital und sample-basiert.

Extrem mutig und selbstbewusst präsentierte die bis dato fast unbekannte Firma WALDORF aus Deutschland mit dem MICROWAVE einen 19“-Synthesizer ohne Tastatur, Samples und ohne digitale Effekte mit nur 8 Stimmen, dafür aber einer komplett analogen Filtersektion und trifft damit aber offensichtlich den Zeitgeist einer neuen Musikergeneration.

Der MICROWAVE macht Geschichte und bleibt 10 Jahre lang bei zahlreichen Nachfolgern einer der beliebtesten und wirtschaftlich erfolgreichsten Synthesizer des 20. Jahrhunderts.

Die eigentliche Geschichte des MICROWAVE begann aber 1974, als ein gewisser Wolfgang Palm in Hamburg die Firma PPG gründete, zu deren Entwicklungen der weltberühmte Synthesizer PPG WAVE 2.2 aus dem Jahr 1982 gehörte. Der MicroWave ist quasi ein 19“-Expander dieses berühmten Vorgängers – einen ausführlichen Bericht zum original PPG 2.2 finden Sie HIER).

Bleibt noch zu erwähnen: Die klanglichen Unterschiede zwischen einem PPG WAVE 2.2 und einem MICORWAVE 1 konnte ich leider nie selbst testen, sollen aber minimal sein. Die Klangunterschiede zwischen einem MICROWAVE 1 und einem MICROWAVE 2 (egal ob XT oder XTK, etc.) sind jedoch enorm.

Im MICROWAVE II wurde leider der komplette Analog-Filterbaustein durch digitale Filter der CPU ersetzt. Dem Microwave II gelingen dadurch zwar weichere und breitere Pads, der deutlich analoge Biss und Klangcharakter des MICROWAVE 1 bleibt dabei aber auf der Strecke. Ich möchte nochmals betonen, dass die Klangunterschiede frappierend sind, weil sich hier und da (z.B. bei eBay-Beschreibungen) eingebürgert hat, den Klang der beiden Modelle als identisch zu bezeichnen.

Mein Favorit in Sachen preisgünstiger, analoger Wavetable-Synthese wird daher immer der Microwave 1 – am besten mit Betriebsversion 2.0 – bleiben.

Achten Sie bitte auch auf das Nachwort von Upperwavetable zu den klanglichen Unterschieden der diversen Wavetable-Synthesizer von Waldorf.

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  • Benutzerbild von jak
    jak, 21.08.2010 - 21:03 Uhr:
    ...und ich habe meinen alten microwave I Hardwareversion 1 mit Firmware 2.0 wieder zurückgekauft!

    So, ist das!

    Mein Schätzchen ist wieder daheim, alles in allem hat er unsere Trennung gut überstanden, musste nie mitrauchen und lächelt mich mit seiner roten Knubbelnase an.

    Als einziges Manko hat er die Lötstellenpest an der vorderen Frontplatine. Das sieht ähnlich wie bei einem in die Jahre gekommenen OB-8 aus, der sich nie vom Lötvorbereitungbad erholen konnte.

    Also werde ich mal einen Glasfaserstift startklar machen und ans Säubern gehen. Den Lötkolben wetzen und ihm ein wenig Zinn zurückgeben.

    Klanglich hat er nichts eingebüßt alles so knackig wie am ersten Tag.

    So sinnlich kann eben nur Hardware sein!

  • kajoter, 09.03.2009 - 10:33 Uhr:
    Ich kenne den MWave I und II und besitze vom letzteren zwei Exemplare. Sicherlich gibt es klangliche Unterschiede, die aber im Vergleich zum spielerischen und kreativen Potential der Besitzer marginal sind. Es gibt eben Menschen, die kaufen sich Test-CDs, um die Güte ihrer HiFi-Anlage zu genießen, während andere damit Musik hören. Bei den Synthies ist es nicht anders. Ich gehe jede Wette en, dass die hier so verschmähte 2-er Version unter den Händen eines guten Spielers jedem 1-er Exemplar das Wasser reichen kann. Außerdem: warum immer der Bezug auf PPG und/oder MWave I? Der 2-er ist ein eigenständiger, wunderbarer Synthie, er hat seinen eigenen, kernigen Charakter und DAS zählt für mich. PPG und 1-er sind mir daher völlig egal!Und zum Schluss: ich mag auch sehr gerne analoge Geräte, aber das Anbeten und blinde Hochpreisen selbiger geht mir allmählich auf die Nerven. Das ist Haarspalterei und erinnert mich ein weig an die Röhren-Hysterie bei Gitarristen (die zugleich im Effekt-Board tausend Transistoren besitzen....)
  • optoz, 10.10.2008 - 19:24 Uhr:
    Der Microwave ist einer der Großen - und Unterschätzten. Das hat den Vorteil, dass man für verhältnismäßig wenig Geld ein unglaublich vielseitiges Digital-Analoges Hybrid-Instrument bekommt, dass vom abgrundtiefen Schiebebass über sahnige Flächen bis hin zu fiesestem Digitalgebrätze fast alle Register eines klassischen Hardwaresynthesizers beherrscht. Von der Klangintensität kommt da eigentlich nur noch der Sunsyn mit. Der (Poly-) Evolver ist schon ein bisschen weiter weg. Und der, der da mit dem gleichen Namen und der römischen Zwei auftritt, klingt wie ein untergeschobenes Findelkind. Will heißen: Vergesst es! Für die, die sparen müssen, ist er auch sehr interessant: Der Microwave ist 8-stimmig und 8-fach multitimbral.

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