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Über den Autor

Theo Bloderer

Theo Bloderer widmet sich intensiv Synthesizern und elektronischen Klängen. Besitzt eine der größten Vintage-Sammlungen in Deutschland. Er ist Gründer der Webplattform Bluesynths.com und organisierte von 2007 bis 2009 das Synthesizer Treffen Kufstein. Bis 2011 ist ein Teil seiner Sammlung in München ausgestellt.

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Blue Box: Moog Minimoog

18.12.2006
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Spielhilfen
Nochmals ganz klassisch sind die Wheels. Pitch- und Modulation-Räder haben sich in dieser Form bei vielen Herstellern bis heute als Standard gehalten. Andere Controller-Lösungen – wie etwa die Levers bei Oberheim oder Joysticks à la Korg – konnten sich nicht so umfassend durchsetzen. Was beim Minimoog noch genial gewesen wäre (doch damit hätten wir seine klassische Linie durchbrochen), wäre ein drittes Wheel, welches man hätte frei zuordnen können (z.B. zur Steuerung der Attackzeit oder der Filter Frequency).

Als unmittelbarste aller Spielhilfen ist natürlich die Tastatur zu sehen. Sie ist einfach angenehm zu spielen! Da klappert nichts (nicht viel), sie ist zumindest ganz leicht gewichtet, sie fühlt sich ausreichend gut an. Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum Roland viele Jahre nach Erscheinen des Minimoog eine komplette SH-Serie mit abscheulicher Tastatur auf den Markt bringen konnte. Oder warum sich Oberheim Keyboards der 70er Jahre beim Spielen eher als “Kampfplatz Mensch gegen Tastatur” denn als musikalische Spielwiese entpuppen. Die Minimoog Tastatur ist zuverlässig und angenehm - ein weiterer, wichtiger Baustein in der Erfolgsgeschichte.


Moog Minimoog

Decay und Glide lassen sich beim Minimoog – quasi als Performance Controller - global ein- und ausschalten, sowie – über Fußtaster – auch extern anwählen. Weitere Controller gab es in Form von Accessories, also als Zubehör. Zu nennen wären etwa der Moog 960 Sequenzer, oder auch der legendäre Ribbon Controller sowie ein X/Y Joystick oder die Moog Drum. Die

Anschlüsse
hierfür gibt es rückwärts, wo sich direkt neben dem Voltage Selector zwei der Accessory Buchsen befinden.


Moog Minimoog

Weiters kommt man ohne Audio-Out natürlich nicht weit. Zu finden als LOW oder HIGH Ausgang. Hier lässt sich auch ein externes Signal einspeisen (oder – wie gesagt – das eigene Signal des Minimoog nochmals durchschleifen).


Moog Minimoog

In dieser Abbildung gibt es noch einen MIDI Input zu sehen, sowie eine Gate/CV Ouput Buchse, welche das Weiterleiten der aus MIDI abgeleiteten analogen Steuerspannung auf einen anderen Synthesizer erlaubt. Damit entpuppt sich der vorliegende Minimoog als Lintronics Modell, auf welches später noch kurz eingegangen wird.


Moog Minimoog

Klangbeispiele

Bewertung

Bewertung: 5 von 5
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  • Martin Krahe, 05.12.2007 - 15:02 Uhr:
    Ich besitze ebenfalls einen von Rudi Linhard midifizierten Minimoog. Der Moog ist soundtechnisch der Rolls Royce unter den analogen Synthesizern. Der Sound setzt sich in JEDER akustischen Umgebung durch. Mit dem Bass kann man ein Orchester umblasen! Der Mini produziert so gut wie keinen Müllsound - auch geräuschig experimentelle Sounds klingen immer gut. Zu erwähnen ist noch, dass die einfache und intuitive Bedienoberfläche ihn zu DEM Live-Instrument. Ich jedenfalls habe auf der Bühne nie das Fehlen von Speicherplätzen. Die Monophonie "erzieht" den Spieler zu einfallsreichem (auch zweihändigen) Spiel!
  • Heiko Mehring, 20.12.2006 - 14:11 Uhr:
    Fortsetzung: Dieser LFO ist in meinem Mini so verdrahtet, daß entweder sein Signal oder das des Rauschgenerators am Modulation-Mix-Regler anliegt. Umgeschaltet wird mit dem External-In-Schalter, da dieser bei Mini-Usern 1. meist selten benutzt wird und 2. einen zweiten unbenutzten Schaltkontakt besitzt. Die flexibelste Lösung wäre aber sicher ein separater Schalter, wodurch aber zwangsläufig auch die Original-Optik leidet. Da ich aber i.d.R. den Audio-Eingang gar nicht nutze stellt die o.g. Lösung für mich keine Einschränkung dar. Ich habe aber auch schon Minis gesehen, die dafür einen kleinen Schalter neben der MIDI-Buchse haben, was sicherlich die Optik auch nicht großartig stört.
  • Heiko Mehring, 20.12.2006 - 14:09 Uhr:
    Habe auch einen Lintronics Minimoog und diesbezüglich sollte noch unbedingt erwähnt werden, daß der Mini durch diese sehr umfangreiche MIDI-Erweiterung auch noch einen LFO bekommt, der auch ohne externes MIDI-Signal genutzt werden kann. Eine Einschränkung ist nur, daß sich Frequenz und Wellenform nur per MIDI-Programmwechselbefehl einstellen lassen. Ich habe den LFO i.d.R. auf Wellenform Dreieck und auf kleiner Frequenz für Standard-Vibrato stehen. Sprich einer Standard-Einstellung für Solo-Sounds. Fortsetzung s.u.
  • Waldelf, 18.12.2006 - 22:07 Uhr:
    Ein wahrhaft meisterliches Instrument!
  • RetroSound, 18.12.2006 - 16:44 Uhr:
    "Nun ja, was soll man da sagen." Damit ist auch schon alles gesagt. Nur ein Minimoog klingt wie ein Minimoog! Eine Kopie und klingt sie auch noch so gut, verblaßt im Angesicht des Originals. Der Mini ist nicht nur klanglich unerreicht, auch das Gefühl vor einer echten Synthesizer Legende zu sitzen, trägt zum Charme dieses Klassikers bei. Es läßt sich schwer in Worte kleiden, jeder Keyboarder sollte das einmal getan haben. Der Mini wird nie out sein.

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