
HALion Sonic
Seit einiger Zeit bringt die Firma Uberschall neben den gewohnten Samples und Sounds verschiedenster Musikrichtungen auch immer wieder neues...
Vor Raubtieren kann man weglaufen. Oder gefressen werden. Manche wollen allerdings nur spielen oder besser gesagt, gespielt werden. So wie die neuste Schöpfung von Rob Papen: Predator.
Aufbau
Während Rob Papen mit Blue die Komplexität deutlich nach oben schraubte, beschreitet er mit Predator nun wieder die Pfade der schlichten Einfachheit. Natürlich nur auf den ersten Blick. Denn ein bisschen Oszillator und Filter haben sie ja heute schließlich alle. Doch bleiben wir zunächst beim ersten Blick: Drei Oszillatoren mit jeweils eigenem Suboszillator stehen am Anfang der Klangkette.
Die Hauptoszillatoren schwingen in den bekannten analogen Mustern oder wahlweise in eher digital anmutenden Wellenformen. Zudem lässt sich die Pulsweite regeln. Zur Verschaltung der Klangstränge lässt sich Ring- oder Frequenzmodulation hinzu schalten. Wie schon in Albino und Blue verfügt Predator über zwei Filter. Allerdings ist die Filtersektion hier weniger ausgefuchst. Das zweite Filter ist weniger umfangreich ausgestattet und kann lediglich in der Filterfrequenz geregelt werden.
Pro Klang sind bis zu drei Effekte möglich. Von verschiedenen Delays, über die Klassiker Chorus und Reverb bis hin zu unterschiedlichen Verzerrern wird nahezu alles geboten. Sogar einen 32 bandigen Vocoder findet man unter den Algorithmen. Weiteres Highlight ist der Gator, der Flächen oder sonstige Klänge rythmisch zerhackt. Der Klang der Effekte geht dabei mehr als in Ordnung. Erstmalig bei Rob Papen wird ein separates FX-Plug-In mit geliefert, womit sich die Effekte auch ohne Klangerzeugung als herkömmliches Multieffektgerät einsetzen lassen.
Bewegung
Ein Rob Papen Synthesizer ohne Modulationsmöglichkeiten und Arpeggiator wäre wohl kein Rob Papen Synthesizer. Auch Predator geizt nicht mit diesen Varianten der Bewegung. Zwei universelle Hüllkurven, zwei LFOs sowie vier weitere Modulationsquellen können nahezu jedem Parameter der Klangerzeugung zugeordnet werden. Für die Effekte stehen zudem zwei zusätzliche Quellen zur Auswahl. Alles in allem bieten allein die Modulationsverschaltungen Spaß und Abwechslung bis zum Sankt Nimmerlein.
Dass der Arpeggiator nur Arpeggiator heißt, darf ohne weiteres als pure Untertreibung gelten. Ja, das Teil kann auch hoch oder runter oder beides und wieder zurück. Aber es kann auch ganz anders. Nämlich dann, wenn man den Zugriff auf die 16 Steps nutzt und gezielt in deren Tonhöhe oder das Gleiten zum nächsten Step eingreift. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Arpeggiator ist im Grunde ein Stepsequenzer.
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druckvoller Sound - und die sind nicht nur für Techno zu gebrauchen ;-)
...Gääähnn
Meiner Meinung nach besser als Albino3 aus dem gleichen Hause ;)
Der Predator ersetzt mir sogar die AnalogFactory von Arturia.
Wer elektronische Musik macht, kommt am Predator nicht vorbei!!
Und bei dem Preis schon 2mal nicht ;)