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Über den Autor

Stephan Lüdde

Stephan Lüdde Fachmann für alles Softe. Setzte frühzeitig auf die digitale Komplettproduktion. Klavier und Gitarre sind neben der Stimme die einzig verbliebenen analogen Komponenten. Konnte Erfahrung in einer Rockband sammeln. Konto Lebenserfahrung. Wo ist die Elektronik?

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Test: Rob Papen Predator

11.06.2007
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Keine Angst, der will nur spielen

Vor Raubtieren kann man weglaufen. Oder gefressen werden. Manche wollen allerdings nur spielen oder besser gesagt, gespielt werden. So wie die neuste Schöpfung von Rob Papen: Predator.


Rob Papen Predator

Aufbau

Während Rob Papen mit Blue die Komplexität deutlich nach oben schraubte, beschreitet er mit Predator nun wieder die Pfade der schlichten Einfachheit. Natürlich nur auf den ersten Blick. Denn ein bisschen Oszillator und Filter haben sie ja heute schließlich alle. Doch bleiben wir zunächst beim ersten Blick: Drei Oszillatoren mit jeweils eigenem Suboszillator stehen am Anfang der Klangkette.


Die Klangsektion

Die Hauptoszillatoren schwingen in den bekannten analogen Mustern oder wahlweise in eher digital anmutenden Wellenformen. Zudem lässt sich die Pulsweite regeln. Zur Verschaltung der Klangstränge lässt sich Ring- oder Frequenzmodulation hinzu schalten. Wie schon in Albino und Blue verfügt Predator über zwei Filter. Allerdings ist die Filtersektion hier weniger ausgefuchst. Das zweite Filter ist weniger umfangreich ausgestattet und kann lediglich in der Filterfrequenz geregelt werden.


Die Filtereinheit

Pro Klang sind bis zu drei Effekte möglich. Von verschiedenen Delays, über die Klassiker Chorus und Reverb bis hin zu unterschiedlichen Verzerrern wird nahezu alles geboten. Sogar einen 32 bandigen Vocoder findet man unter den Algorithmen. Weiteres Highlight ist der Gator, der Flächen oder sonstige Klänge rythmisch zerhackt. Der Klang der Effekte geht dabei mehr als in Ordnung. Erstmalig bei Rob Papen wird ein separates FX-Plug-In mit geliefert, womit sich die Effekte auch ohne Klangerzeugung als herkömmliches Multieffektgerät einsetzen lassen.

Bewegung
Ein Rob Papen Synthesizer ohne Modulationsmöglichkeiten und Arpeggiator wäre wohl kein Rob Papen Synthesizer. Auch Predator geizt nicht mit diesen Varianten der Bewegung. Zwei universelle Hüllkurven, zwei LFOs sowie vier weitere Modulationsquellen können nahezu jedem Parameter der Klangerzeugung zugeordnet werden. Für die Effekte stehen zudem zwei zusätzliche Quellen zur Auswahl. Alles in allem bieten allein die Modulationsverschaltungen Spaß und Abwechslung bis zum Sankt Nimmerlein.


Die Effektsektion

Dass der Arpeggiator nur Arpeggiator heißt, darf ohne weiteres als pure Untertreibung gelten. Ja, das Teil kann auch hoch oder runter oder beides und wieder zurück. Aber es kann auch ganz anders. Nämlich dann, wenn man den Zugriff auf die 16 Steps nutzt und gezielt in deren Tonhöhe oder das Gleiten zum nächsten Step eingreift. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Arpeggiator ist im Grunde ein Stepsequenzer.

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Klangbeispiele

Bewertung

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  • clipnotic, 29.11.2008 - 15:55 Uhr:
    ich hab ihn mir nun auch zugelegt und das Teil ist spitze!! Super zu bedienen, gute Basis-Sounds für alle möglichen Genres, geiler Arpreggiator und ein absoluter TOP-Support per Email und übers KVR-Forum. Ich hatte mir wegen nem Serverausfall den Lizenzcode geschossen, innerhalb weniger Stunden war das geregelt und ich bekam eine super Allroundberatung dazu. Man nimmt sich dort sehr viel Zeit für die User. Mit dem Ruf als "Technobüchse" seh ich das mal so. Das wird auch gern vom Vanguard oder Sylenth behauptet und ist erstens nicht richtig und liegt denk ich mal daran, das die Presets natürlich eine Masse an Käufern ansprechen sollen. Nicht jeder strickt sich ja durch Minimalgeblubber oder Drum&Bass-Krankheiten so wie ich es auch versuche :-) Die Rob Papen Synths sind alle durchweg zu empfehlen!
  • Rotor, 18.07.2007 - 09:27 Uhr:
    die Bässe wummern gut
    druckvoller Sound - und die sind nicht nur für Techno zu gebrauchen ;-)
  • udap, 19.06.2007 - 16:48 Uhr:
    ist die BLUE Engine mit 3 anstatt der 6 OSCis plus ne neue schicke Optik

    ...Gääähnn
  • LuMar, 14.06.2007 - 17:07 Uhr:
    @bass: Predator hat eine MIDI-Learn Funktion, mit der den Reglern auf einfache Weise MIDI-Controller zugeweisen werden können!
  • bass, 12.06.2007 - 16:25 Uhr:
    Kann man die einzelnen Regler auch per Midi steuern? Wenn ja, verfügen diese über eine Midi Learn Funktion? Oder ist einem Regler eindeutig ein bestimmter Midi Controller zugeordnet?
  • Tricky, 12.06.2007 - 05:05 Uhr:
    ich habe den Predator auch & es mit Abstand einer der genialsten Softsynths.
    Meiner Meinung nach besser als Albino3 aus dem gleichen Hause ;)
    Der Predator ersetzt mir sogar die AnalogFactory von Arturia.

    Wer elektronische Musik macht, kommt am Predator nicht vorbei!!
    Und bei dem Preis schon 2mal nicht ;)
  • Andreas, 11.06.2007 - 20:20 Uhr:
    Tja, wenn ich mir den Absynth 4 so anschaue, frage ich mich nicht mehr, warum das Teil (fast) 300 € kostet. Da liegen Welten zwischen. Der Predator ist sicherlich qualitativ gut, andererseits nicht mehr als eine zusätzliche Technobüchse.
  • Kons, 11.06.2007 - 16:15 Uhr:
    Ich mache seit über 4 Jahren ausschließlich elektronische Musik und der Predator ist der beste Softsynth, der mir bis jetzt unter gekommen ist. Abgesehen vom Schlagzeug lassen sich mit diesem Schätzchen ganze Produktionen bewerkstelligen; sowohl von der CPU-Last her als auch von der "Unterschiedlichkeit" der Klänge. Für diesen Preis eigentlich nicht zu glauben.

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