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Über den Autor

Thorsten Walter

Thorsten Walter ... ist seit dem Erstkontakt mit einem väterlichen Casio CZ-1 und dem guten alten C-64 samt MIDI-Interface im Jahre 1987 nahezu ständig mit professionellem Audio, Synthesizern und deren Planung/Entwicklung beschäftigt. Aufnahmen, Produktionen und Abmischen gehören genauso zu seinen Spezialitäten wie der Hang zu Hallgeräten, guten Studiomonitoren und Raumakustik.

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Test: Bricasti M7

27.08.2007
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Als die neue amerikanische Firma Bricasti auf der NAMM 2007 ihr erstes Produkt - einen neuen HighEnd Hardware Hall- vorstellte, brodelten umgehend die Gerüchteküchen hoch, da sich die beiden Entwickler Brian Zolner und Casey Dowdell als ehemalige Mitentwickler Lexicons outeten. Kaum ist die Auslieferung ein paar Tage angerollt, tummeln sich auch schon die ersten Lexicon PCM91s auf ebay. Manch einer behauptet gar, es handle sich um einen 960L-Killer und Brian und Casey hätten in ihrer Zeit als Lexicon-Entwickler die Hardware-LexiChips "reverse engineert", um sie in DSP-Code zu portieren. Ohne wirklich hinter die Kulissen schauen zu können, könnte das Ausscheiden von Brian und Casey der Grund dafür sein, warum es bis dato keinen PCM91 Nachfolger auf Basis eines 960L gibt. Was an diesen Gerüchten dran ist, werden wir in den folgenden Zeilen lüften.

Model 7

Durchstöbert man das Internet oder hört sich in der Szene um, so gibt es kaum einen, der nicht vom Klang des neuen M7 ins Schwärmen gerät. Lediglich in einem Forum lästert man, wahrscheinlich ohne es je wirklich gehört zu haben. Immerhin sind bis vor drei Wochen nur 14 Geräte nach Europa geliefert worden und die Auslieferung rollt erst jetzt richtig an. Sicher loben es viele ebenso, ohne es gehört zu haben. Ein Hype eben. Unten in den Beispielen können Sie sich aber selber ein Klangbild machen, welches Sie -versprochen- sicher nicht enttäuschen wird.

Aufbau

Doch zunächst kommen wir kurz auf die Hardware zu sprechen. Das M7 ist sehr robust in einem Edelstahl-Gehäuse untergebracht, welches von einer gefrästen Aluminium-Frontplatte in sehr schlichtem Design aufgehübscht wird.

Die Bedienelemente fassen sich allesamt höchstwertig an, so sind das Poti und der Encoder beide fest verschraubt und beide machen einen äußert langlebigen Eindruck.

Das Display mutet hingegen etwas vintage an und erinnert mit der roten Floureszenz etwas an die Lexicon LARC, ob Ode oder nicht lesen Sie im Interview. Für den analogen Eingang steht ein 11-stufiges Poti zur Gainanpassung zur Verfügung. Die Parameter-Justage erfolgt über einen nicht gerasterten, sehr leichtgängigen Encoder und auch der Powerschalter ist interessanterweise ein Drehschalter. Alle Bedienelemente, auch die Taster, sind aus Aluminium gefertigt.

Rückseitig finden wir je zwei analoge XLR Ein- und Ausgänge, einen XLR AES3 Ein- und Ausgang, sowie je einen weiblichen und männlichen Sub-D 9-Pin Anschluss für die M10, eine Ende des Jahres von Bricasti vorgestellte Remote für bis zu vier M7, die dann auch als Surround-Quartett oder -Trio arbeiten können.

Die MIDI Schnittstelle liegt derzeit leider noch fast brach. Wie man also vor einem Betriebssystem-Update seine Daten sichern soll, ist fraglich. Ebenso gib es hierdurch auch keine Möglichkeit, das M7 über einen MIDI-Controller fernzusteuern, was ich sehr bedauere. Hoffentlich lässt sich Bricasti nicht dazu hinreißen, dem Anwender eine solche Funktion vorzuenthalten, um ihre M10-Remote besser verkaufen zu können!

Im Inneren findet das geschulte Auge drei getrennte Platinen für die Stromversorgung, die DSPs und die AD/DA-Wandler, was spontan die Idee hervorruft, sich ein M7 Modell ohne analoge Ein- und Ausgänge zu einem günstigeren Preis zu wünschen. Denn die Wenigsten werden das M7 im Studio heute noch analog betreiben. Das ADA Board ist sehr aufwändig gestaltet und mit AD8510 OpAmps, gleich zwei AD1955 sowie einem AKM5394 und mehreren Relais zur Schaltung der Eingangslautstärke in 2 dB Stufen ausgestattet.

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Klangbeispiele

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  • ralf, 10.07.2008 - 18:47 Uhr:
    also ich hab den m7
    und er ist mit abstand das beste hallgerät auf dem markt, wer was anderes sagt hat halt keine ahnung oder ein defektes gehör.
    verglichen mit den 1000 anderen reverb-boxen am markt, ich rede nicht von plugins, die haben eh keine chance gegen gute hardware
    ist der m7 ein traum !
  • Holger Siedler, 29.09.2007 - 19:32 Uhr:
    Kommentar ist soweit OK. Bezüglich der frühen Reflexionen, die hier etwas kritisiert werden, bin ich anderer Ansicht. Genau diese Umsetzung der Klangverdichtung vor dem eigentlichen Hall ist hier nahezu genial gelungen und im Verbund der anderen Teilalgorythmen
    dichter und natürlicher als TC-6000 sowieo... als auch 960.
  • Neoc, 13.09.2007 - 21:08 Uhr:
    Der Test war gut und informativ.
  • michael, 06.09.2007 - 05:01 Uhr:
    hier gibts noch mehr audiobeispiele:

    http://www.da-x.de/news/2007/09/06/hallprozessor-bricasti-m7-setzt-neue-masstabe/

  • swissdoc, 30.08.2007 - 19:05 Uhr:
    Lexicon 960L Test incl. Samples:
    http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=659

    Lexicon PCM91 Test incl. Samples:
    http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1177

    Quantec Test:
    http://www.proaudioreview.com/july00/Quantec-Web.shtml

    Quantec Samples:
    http://www.quantec.de/menu_e/audio.shtml
  • Mirco Dalio, 30.08.2007 - 08:45 Uhr:
    Guter Testbericht. Haben Sie auch Klangbeispiele von dem Lexicon 960L und Quantec? Ich hätte den den M7 gerne im Vergleich gehört.
  • D'Oliver, 29.08.2007 - 17:50 Uhr:
    Super Bericht, weiter so!
  • Moritz, 28.08.2007 - 20:53 Uhr:
    Seit langem mal wieder ein Test der kein Blatt vor den Mund nimmt. So wünsche ich mir das. Vor allem das Interview ist aufschlußreich und widerlegt die meisten Gerüchte, sehr gut!

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