
Das 1 HE Memotron
Die Letzten werden die Ersten sein. Sagt man halt so. Und im Falle Pro-One trifft das fast zu. Sein großer Kollege Prophet-5 ist und bleibt zwar (neben dem noch größeren Bruder Prophet T8 und dem Ausnahmesynthesizer Prophet VS) der große Star aus der amerikanischen Synthesizerschmiede, doch gleich anschließend folgt dieser Winzling. Seiner klanglichen Stärke und Ausdrucksfähigkeit wegen ist er DER monophone Pflichtsynthesizer für jeden Elektroniker.
Seine Pflichten nicht erfüllt zu haben schien zunächst hingegen Dave Smith, als er 1981 mit dem Pro-One den ersten und einzigen Monophonen aus dem Hause Sequential auf den Markt brachte. Seit dem Erscheinen des Prophet-5 im Jahre 1978 warteten nämlich unzählige Musiker sehnsüchtig auf einen weiterentwickelten Nachfolger des erfolgreichen Propheten.
Der 1980 erschienene Prophet-10 war zunächst eine erste Enttäuschung, da er wegen seines etwas unzuverlässigen Innenlebens und seiner unhandlichen Größe wenig Akzeptanz finden und - abgesehen von der doppelten Stimmenzahl und dem eingebauten Sequenzer - keine Neuerungen gegenüber dem Prophet-5 anbieten konnte. So wurde der Riese auch nur in kleiner Stückzahl (ca. 400 Instrumente) hergestellt bzw. verkauft.
Die langersehnte Neuentwicklung kam erst im Jahre 1983 auf den Markt - ein auf Basis des Prophet-5 weiterentwickeltes Instrument mit anschlagdynamischer Holztastatur und umfangreichen MIDI-Möglichkeiten namens Prophet-T8. Allerdings kam diese Entwicklung entschieden zu spät, weshalb das Instrument im "Jahr des DX-7" keine Chance hatte (noch dazu bei einem Neupreis von sagenhaften 13.000 DM.-).
Verständlich, dass das Erscheinen des Low-Cost-Synths Pro-One zwei Jahr zuvor - 1981 - für einiges Aufsehen (und aufs Erste wohl auch Unverständnis) sorgte. Doch die Musiker erkannten schnell den Wert dieses Monophonen, der sich auch zum meistverkauften Produkt der Firma Sequential etablieren sollte: In den wenigen Produktionsjahren bis 1984 wurden immerhin 10.000 Pro-One hergestellt...
Aufbau
Der Pro-One besitzt eine 3-oktavige Tastatur und - klassisch Sequential - zwei Plexiglas-Wheels. Das Instrument verfügt weiters über:
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Ich habe das Vergnügen, einen ProOne zu spielen, bei dem die Tastatur mit neuen Bushings aus Silikon ausgestattet wurde, besser als ab Werk, da die Tasten nicht mehr so klappern.
So eine Modifikation ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Der Sound ist erstklassig, nur an der Hardware wurde seinerzeit etwas arg gespart. Man kann halt nicht alles haben, und gerade aktuelle Instrumente scheinen mir da von den Potis her auch etwas wackelig zu sein...hallo Little Phatty.
Jedoch hat er starke Konkurrenz aus eigenem Hause, Dave Smith MEK ;)
Da einfach mal die digitalen OSCs abschalten, sounded superklasse.
Dabei ist der MEK moderner & gar nicht soo teuer.
Wozu also überteuert nen alten Klassiker kaufen, wenn man für
ähnlich viel Geld einen modernen Klassiker ins Haus holen kann ! ;)
just my 2 cents ...
Kein Ersatz zum Pro-one, leider.
Jörg