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Über den Autor

Björn Morgenstern

Björn Morgenstern ...ist dem Amazona-Autorenteam 2005 beigetreten und beschäftigt sich seit Anfang der 90er mit Synthesizern und Co. Vom Didgeridoo bis zur virtuellen Synthese allem aufgeschlossen, ist er hauptsächlich im Bereich Elektronik unterwegs.

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Test: Reasonbanks Cybervox und Pro.Ton3

18.07.2008
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Vor einiger Zeit haben wir die Analogue-Monsters Library von pinknoise studio getestet. Jetzt hat die Soundschmiede, die hauptsächlich unter reasonbanks.com bekannt ist, zwei neue Refills im Angebot, die speziell auf die Möglichkeiten von Reason zugeschnitten sind. Cybervox widmet sich dem Vocoder und vokalartigen Klängen, Proton 3 deklariert sich als Virtual Analogue Synth (auf Sample-Basis). Was an dieser Library und diesem Konzept so interessant ist, werde ich gleich etwas beleuchten.




Reasonbanks


Die Refills sind etwa 420 und 520 MB groß und auch mit älteren Reason-Versionen grundsätzlich kompatibel. Natürlich können einzelne Combinator, die z.B. ein Thor-Filter enthalten, nur in Reason 4 entsprechend genutzt werden. Das gleiche gilt allgemein für den Combinator, der erst in Reason 3 implementiert wurde. Installation ist, wie üblich, bei den Refills nicht notwendig. Einfach in einen Ordner beliebiger Wahl kopieren und von Reason aus über den internen Browser auf den Inhalt zugreifen.

 


Cybervox Combinator

 

Cybervox

Cybervox unterteilt sich inhaltlich in mehrere Bereiche, die Grundlage für die Combinator-Patches sind. Wem das Prinzip eines Vocoders geläufig ist, ahnt, welche Bereiche hier abgedeckt werden. Ein Großteil der Samples in der Library besteht aus Synthsounds, die speziell für diese Library auf einem Yamaha FS1R programmiert und abgesamplet wurden. Für einen guten und (sprach)verständlichen Vocoder-Sound ist in der Regel ein sustain-artiger und obertonreicher Sound als Carrier notwendig, der möglichst ein großes Frequenzspektrum abdecken sollte. Es findet sich hiervon genug Material in der Library. Die Sounds vom FS1R sind zudem sehr formant-lastig, was hier im positiven Sinne zu verstehen ist. Sie haben einen deutlich eigenen Charakter und können auch ohne den Vocoder verwendet werden. Es lassen sich hiermit einige sehr schöne synthetische Chöre und Pads spielen. Entsprechende NNXT-Patches sind bereits in der Library enthalten.

Ein weiterer Teil der Library umfasst etwa 700 Sprach-Samples, die speziell für den Vocoder aufbereitet wurden. Von einzelnen Buchstaben, Zahlen bis zu ganzen Worten (alles englisch) ist vieles dabei. Eine Liste gibt es auf der Herstellerseite reasonbanks.com. Selbstverständlich kann man natürlich auch seine eigenen Samples einsetzen, wenn ein anderer oder bestimmter Text gewünscht ist. Da Reason keinen Audio-Eingang hat, muss man sie jedoch vorher samplen und kann nicht mit einem Mikro einfach drauf los plappern/singen. Auch Drumloops lassen sich immer wieder gern mit einem Vocoder verwenden. Das Herz von Cybervox sind die Combinator, die die bisher genannten Bereiche in dem Vocoder zusammen bringen. Dabei stellen die verschiedenen Combinator unterschiedliche Grundkonzepte dar, die ich nicht alle im Einzelnen erläutern möchte, da sich jeder das vorbildliche Handbuch als pdf von reasonbanks.com herunterladen kann. Dort ist auch noch einmal das Vocoder-Prinzip beschrieben, falls es der ein oder andere noch nicht kennt. Zudem kann ich jedem ohnehin empfehlen, das Handbuch zu lesen BEVOR man sich an die Library wagt, da man sonst die Combinator nicht vollständig verstehen kann und somit einiges an Potenzial verschenkt. Grundsätzlich sind die Combinator als sog. Vocoder-Player programmiert. Dabei ist der untere Bereich der Tastatur als Modulator und der obere Bereich als Carrier festgelegt. Man spielt also links z.B. ein Sprach-Sample und rechts eine Melodie oder Akkord. Zudem kann man mit der B1 Taste vom Keyboard den Sound freezen, also an einer bestimmten Stelle loopen/halten. So erklingt dann auf Tastendruck eine Silbe, ein Ton bzw. Teil des Modulators im Sustain. Zusammen mit den anderen Controllern des Combinator lassen sich eine Menge Echtzeit-Spielerein durchführen. Natürlich erfordert es ein wenig Übung, aber schon nach kurzer Zeit erreicht man spielerisch sehr gute Ergebnisse.

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