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Über den Autor

Chris Pfeil

Chris Pfeil ...ist Tontechniker und Musiker. Seit Juli 2005 testet er für AMAZONA.de Equipment in den Bereichen Guitar und Keys.

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Test: Hagstrom Deluxe-2H

07.10.2008
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Vor zwei Jahren hat der schwedische Hersteller Hagstrom dank des großen Interesses an Gitarren im Retrostil die Produktion seiner Instrumente nach langer Pause wieder aufgenommen.
Seitdem erfreuen sich die in China gefertigten E-Gitarren wachsender Beliebtheit und das nicht ohne Grund:
Amazona.de begutachtete bereits in der Vergangenheit diverse Modelle (siehe Verweise) und attestierte ihnen stets ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Ob auch die Hagstrom Deluxe-2H der Qualität der Geschwistermodelle in nichts nachsteht, soll dieser Test nun zeigen.


Hagstrom Deluxe-2H


Auf den ersten Blick
Bei der Deluxe-2H handelt es sich um eine Les Paul Abwandlung und somit um einen weiteren E-Gitarren Klassiker im Hagstrom Sortiment.
Kaum ist die Gitarre aus dem Pappkarton befreit, kann die Blue Sparkle Lackierung der Decke bestaunt werden, die je nach Lichteinfall bläulich oder violett schimmert, was ein bisschen den Charme eines getunten Opel Calibras mit Flip Flop Lackierung hat. Die Deluxe-2H ist aber auch in den Farben Cherry Sunburst, Silver- und Black-Sparkle erhältlich.
Wie bei dem Original besteht der Korpus aus 4,5 cm dickem Mahagoni, auf dem eine gewölbte, 1 cm starke Ahorn Decke aufliegt. Auch der geleimte Hals ist aus Mahagoni gefertigt und mit einem 22-bündigen Griffbrett bestückt, das aus so genanntem „Resinator Wood“ besteht. Dabei handelt es sich letztendlich um eine Hagstrom Eigenkonstruktion, die aus mehreren Schichten Holz zusammensetzt wird.
Gesäumt werden Korpus und Hals von einem schicken cremefarbigen Binding, das genau wie die riesige Kopfplatte den Retro-Charakter dieses Instrumentes hervorhebt. Mit der Kopfplatte ist es Hagstrom schon früh gelungen, sich von anderen Herstellern optisch abzuheben und ein Markenzeichen mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen.
Die komplett verchromte Hardware kommt ausschließlich aus dem Hause Hagstrom und hat auch ihren ganz eigenen Charakter. Es beginnt mit der Long Travel Tune-O-Matic Brücke, die aus sechs zueinander versetzten, individuell einstellbaren Saitenhalterblöcken besteht. Diese Blöcke sind wiederum auf einer Kunststoffplatte angebracht, was etwas seltsam ist, da Plastik eigentlich nie zur Übertragung des Klanges auf den Korpus verwendet wird.
Auch ungewohnt sind die hauseigenen Die Cast Mechaniken, deren Griffe wie kleine Treppenstufen geformt sind. Für die typische Paula Tonabnehmerbestückung werden Hagstrom Custom 60 Humbucker benutzt, die klassisch über einen 3-Weg-Toggle angewählt werden. Zur Klangregelung dient sowohl ein Volume- als auch ein ein Tonepoti.


Ein gelungenes Markenzeichen - die Hagstrom Kopfplatte


Verarbeitung und Technik
Die Hagstrom Deluxe-2H wirkt rundum sauber und solide gefertigt, alle Teile sind exakt aufeinander angepasst, und auch die Lackierung weist keinerlei Farbschmierer auf.
Äußerst präzise lassen sich die verkapselten Mechaniken bedienen, stets ohne Spielraum aber auch nicht mit zu viel Widerstand. Beeindruckend ist die Stimmstabilität, die mit Verlaub besser als bei einer Les Paul Standard ausfällt.
Die Custom 60 Humbucker mit AlNiCo-5 Magneten sind frei von störenden Nebengeräuschen, und auch die Elektronik ist sauber abgeschirmt. Sämtlich Schrauben und Rädchen an der Brücke und dem Steg lassen sich bequem und leichtgängig drehen, alle Metallteile sind ordentlich verchromt, so dass auch nach mehrfachem Einstellen der Saitenlage kein Rost erwartet werden muss.
Wie das Original hat auch die Hagstrom Deluxe-2H das stolze Gewicht von 4,2 Kilo, das aber nun mal selbstverständlich zum guten Ton einer Paula gehört.

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