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Über den Autor

Ironfinger

Axel Ritt Axel Ritt studierte Musik und Architektur in Dortmund und arbeitet seit nunmehr 25 Jahren als professioneller Musiker und Tonmeister.

Des weiteren ist er Geschäftsführer in zwei Musikproduktionsfirmen, führt einen eigenen Musikverlag, betreibt ein Label, ist das Mastermind bei der deutschen Symphonic-Melodic-Metal Institution DOMAIN und Gitarrist der Metal Legende GRAVE DIGGER.

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Test: Focusrite Saffire Pro 40

01.06.2009
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Es gibt sie noch. Die Namen, die einem bei der bloßen Erwähnung bereits soviel Ehrfurcht einflößen, dass man es kaum wagt, sie nur in einem Nebensatz zu erwähnen. Produkte, die bereits seit Dekaden zu den Speerspitzen der Audiotechnik gehören und sich ihren Platz durch überdurchschnittliche Qualität und vor allem KLANG erarbeitet haben.

Gerade in Zeiten der preiswerten Digitaltechnik wird es dem ambitionierten Nachwuchs nicht leicht gemacht, seine Ohren zu schulen und bei allem tot-gemasterten Endprodukten das Ohr für das Wesentliche zu entwickeln oder es zumindest aufgrund des Loudness-Overkills nicht verkümmern zu lassen.

Einer der ganz großen Trademarks in Sachen Outgear ist die Firma Focusrite. Einhergehend mit einer kleinen Schar von Konkurrenten, ranken sich Unmengen von Legenden um die Top-Produkte der in England beheimateten Firma. Wem ist es nicht schon einmal richtig warm ums Herz geworden, wenn er das Privileg hatte, Hand an die legendäre Red- oder Blue-Serie zu legen. Man erzählte sich noch vor Jahren die Geschichte, dass allein die Anwesenheit dieser Produktlinien in den Regieräumen die Tagespauschale um einige Scheinchen nach oben trieb und man auch nur die Frontblende Red 0 kaufen konnte, um seinem Studio einen Hauch von Fake-Elfenstaub zu verleihen. Angeblich verkaufte man von der Blende mehr Einheiten als vom Original.

Mit einer solchen Verantwortung auf den Schultern ist es bei Leibe nicht leicht, nicht dem alten Fehler zu verfallen, sich auf den Lorbeeren auszuruhen und den Puls der Zeit zu verschlafen. Glücklicherweise scheint Focusrite hier Sorgfalt walten zu lassen, bringen die Briten doch in regelmäßigen Abständen neue Produkte auf den Markt, vermehrt in der letzten Zeit auch für den Budget-Bereich.

Zum Test liegt mir das Audio-Interface Saffire Pro 40 vor, welches bereits im ersten Satz der Produktbeschreibung die Brücke zu den geschichtsträchtigen Leistungen der Firma schlägt. „Acht preisgekrönte erstklassige Mikrofon-Vorverstärker auf dem bewährten Fundament eines beispiellosen Preamp-Erbes“ liest es sich in der Anleitung. So, damit wir alle mal direkt wissen wo „de Baba de Moscht holt“! Aber schön der Reihe nach, wie an einer britischen Bushaltestelle.



Konstruktion

Beim Saffire Pro 40 handelt es sich um eine 1 HE 19 Zoll Komponente mit einer Einbautiefe von 26,5 cm und einem Gewicht von 3 Kilogramm. Das Gerät ist ein Firewire Audio-Interface (kein USB vorhanden) mit 24-bit/96 kHz Wandlungsrate und JetPPL Jitter Elimination Technologie.

Konzeptionell handelt es sich um ein bis zu 20 in/20 out-Interface, dessen Steuerung von der beigefügten Software (PC und Mac) übernommen wird. Dabei wird als minimale System-Voraussetzung bei Mac ein G4 CPU mit 512 MB RAM genannt (besser 1 GB, sonst läuft ja kaum das Betriebssystem), bei PC Vista oder XP bei 800 MHz und 512 MB RAM.

Das Saffire Interface funktioniert mit jeder ASIO und Core Audio kompatiblen Software wie Logic, Cubase, Sonar, Ableton Live, Digital Performer und anderen. Allerdings funktioniert es NICHT mit der Pro Tools Software, es verträgt sich nur mit der Pro Tools Hardware.

Mitgeliefert wird die Focusrite Plug-in Suite, die über die wichtigsten dynamischen, klanglichen und räumlichen Effekte verfügt.

Eingangsseitig verfügt das Saffire Pro 40 auf der Rückseite über sechs analoge Eingänge, die als Combo XLR Stecker ausgeführt sind. Die passenden Ausgänge sind als Klinke angelegt, wahlweise symmetrisch oder unsymmetrisch. Zwei weitere Klinkenbuchsen verwalten den Main-Monitor-Mix. Acht weitere optische ADAT Input und Output Kanäle werden in zwei Steckern zusammengefasst, gefolgt von 2 Firewire Steckern, einer MIDI-Out und einer MIDI-In Buchse, einem S/PDIF In/Out und dem Kaltgerätestecker.

Frontseitig verfügt das Saffire über zwei weitere analoge Eingänge, ausgeführt als Combo-Stecker und über folgende Regelmöglichkeiten:

- zwei Phantom Power Schalter für die Mikrofoneingänge 1-4 und 5-8.
- acht Gain-Regler für die analogen Eingänge
- Instrumentenschaltung für die Kanäle eins und zwei
- Eingangspegel-Reduzierung um 9 dB für die Kanäle eins und zwei
- acht fünfstellige LED-Ketten zur Aussteuerungsanzeige der analogen Inputs
- eine Status-LED bezüglich der Firewire Verbindung
- eine Status-LED für die Synchronisation der Internal Clock
- Monitor-Pegelsteller, frei konfigurierbar auf jeden analogen Ausgang
- Monitor Dim und Mute
- zwei regelbare Kopfhörerausgänge

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  • Benutzerbild von meixtones
    meixtones, 09.05.2010 - 19:07 Uhr:
    Hallo Recordler,

    Ich habe mir das Focusrite Saffire 40 gekauft, da ich dem großen "Namen" vertraut habe und der Preis unter 500,- Euro es mir noch schmackhafter gemacht hat dies eben mal auszuprobieren. Es läuft nun an meinem G4 Macbook mit Logic Studio 9 einfach hervorragend! Es gibt kein gezicke, ein super Sound, die gängisten Anschlüsse wie ADAT, MIDI, etc sind vorhanden und es ist leicht bedienbar! Ich muss sagen, ich kann es nur empfehlen. Einziger Nachteil sind die chinesischen labbrigen Potis...

    Aber sonst Daumen ganz nach oben!
  • Benutzerbild von funkateer
    funkateer, 29.01.2010 - 00:01 Uhr:
    Hallo,

    mich würde ein Vergleich der Wandler mit dem Motu 828mkII interessieren. Hat diesbzgl. jemand Erfahrungen gesammelt ?
    SG
    Oliver
  • Benutzerbild von jesill
    jesill, 29.10.2009 - 18:30 Uhr:
    Jetzte schlagt mich nicht - ich bin vom Fireface zum Saffire pro 40 gewechselt. Ein fantastisches Gerät. Das mit den Preamps stimmt. Während das Fireface kälter und irgendwie analytischer klingt, gibt es beim Saffire mehr Charakter, aber nicht zu LAsten der Auflösung, Detailtreue oder Ortbarkeit.
    Ganz, ganz genial ist der digitale Mixer, der mittelteueres analoges Outboard sofort überflüssig macht. Ich habe es am MAC und habe den Wechsel nicht bereut - obwohl das Fireface auch ein sehr gutes Teil ist. Mit gefällt der Klang vm Saffire besser, der Firefice - Total - Mix war mir zu unübersichtlich (obwohl natürlich extremst flexibel). Aber für Pop / Rock Produktionen ist der Saffire einfach genial.Zumal zu dem Preis ....
  • Benutzerbild von sabrerider
    sabrerider, 07.10.2009 - 20:54 Uhr:
    Hallo,

    ich stehe gerade vor der Frage ob es jetzt das Presonus Firepod, oder das hier besprochene Focusrite Saffire sein soll? ich hoffe, mir kann jemand helfen.


    Vielen Dank

  • Benutzerbild von Kovalam
    Kovalam, 01.08.2009 - 17:08 Uhr:
    Danke für die schnelle Antwort,ich will natürlich nicht nur mehr Eingänge,sondern auch einen amtlichen Preampsound,reicht da die Saffire Pro,oder soll ich da lieber in einen externen Preamp
    investieren?
    • Benutzerbild von a.ritt
      a.ritt, 01.08.2009 - 19:06 Uhr:
      ....der Grundklang der Wandler ist wirklich gut. Sollte es Dir nur um die Wandlung des Signals gehen, verrichtet das Saffire einen ordentlichen Job.

      Allerdings solltest Du dann ohnehin über etwas externe Standard-Peripherie wie zumindest einen guten dynamische Prozessor zzgl. eines amtlichen Entzerrers verfügen.

      Viele Grüße
      Axel
    • Benutzerbild von jesill
      jesill, 30.10.2009 - 09:12 Uhr:
      Hallo Kovalam,

      also ein amtlicher Preampsound ist auch amtlich teuer. Dann wäre es wichtig zu wissen, was für einen Preampsound Du suchst: Eher analytisch und ehrlich oder eher charakteristisch und färbend? Da kann man viel Geld ausgeben und es doch bereuen. Meine Erfahrung ist die: Inzwischen sind die Preamps der FireWire Geräte - insbesondere Focusrite und RME - so gut, daß man damit Standardsituationen sicher beherrscht. Die große Kunst ist es, das richtige edele Outboardequipment mit dem passenden edelen Mikrofon zu finden. Das würde ich den Profis überlassen, das ist zu teuer. Und da muß auch der Rest der Signallinie stimmen: Eine Terratec - Soundkarte wird nicht in gleicherweise ein Summit Audio veredeltes signal wiedergeben wie ein Apogee - Wandler.
      Ich habe gute Erfahrungen mit folgender Kombination gemacht:
      Rode Nt2a, Reußenzehn MicMic, RNC - Kompressor (Really Nice Compressor von FMR audio,sieht wie Spielzeug aus klingt aber wie ein Großer.) Die Preamps vom Focusrite sind gut. Siehe auch Test. Was noch interessant sein könnte wäre der Twin Finitiy von Universal Audio. Außerdem gibt es bei Musicstore Köln ein Mörder - Tube Mikrofon (Avantone AV 12) für 499.
      Also: Man kann viel Geld ausgeben. Ich würde bei Musicstore, Thomann oder Musik Produktiv einige Geräte bestellen, testen und zurückschicken (30 Tage Money Back garantie) -aber gut behandeln!!
  • Benutzerbild von Kovalam
    Kovalam, 01.08.2009 - 15:57 Uhr:
    Ich habe die Terratec Phase X24 FW,auch aufgrund eures Tests 2006 gekauft und bin sehr zufrieden.Ist die Saffire 40 besser,also von den Wandlern,den Vorverstärkern?Die Latenz wird wohl besser sein.Ich bräuchte eine Soundkarte mit mehr Eingängen als meine Terratec und da interessieren mich vor allem die Saffire 40 und 56.
    • Benutzerbild von a.ritt
      a.ritt, 01.08.2009 - 16:53 Uhr:
      Hallo Kovalem,

      ich habe die Terratec leider nicht getestet, daher kann ich leider auch keinen Vergleich zwischen den beiden Produkten anstellen.

      Viele Grüße
      Axel

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