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Über den Autor

Patrick Gaißert

Patrick Gaißert Student der Medieninformatik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Progressive-House DJ mit Club Auftritten in Stuttgart und München sowie im Radio bei Sunshine-Live. Produzent im Spektrum von elektronischer bis klassischer Musik für Videospiel- und Filmprojekte.

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Test: Numark NS7

23.07.2009
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Plattenteller

 

Nun zum Highlight des Numark NS7, den direkt-angetriebenen 7 Zoll Plattentellern. Den Start- und Stop-Drehmoment kann man über einen Drehregler stufenlos einstellen, um zum Beispiel einen Power-Down Effekt wie beim Ausschalten eines Plattenspielers zu erhalten. Das allgemeine Drehmoment des Motors kann man ebenso in zwei Stufen verändern: klassisch niedrig wie beim Technics 1210 oder modern hoch wie beim Numark TTX. Im Lieferumfang enthalten sind zwei massive Aluminiumplattenteller sowie zwei Slipmats und zwei 7 Zoll Vinyls. Diese Vinyls werden über eine Schraube an der Spindel befestigt. Die Bewegung der Vinyl wird also wie von den Hybrid-Plattenspielern bekannt über die Spindel abgetastet, während der Motor den Plattenteller dreht. Durch diesen Mechanismus wird eine schnelle und präzise Erkennung der Vinyl-Bewegungen sichergestellt. Damit ist es möglich, auch komplexe Scratches durchzuführen. Die Übertragung nach Serato ITCH läuft nicht über das MIDI-Protokoll, sondern über ein proprietäres Protokoll mit einer 10x so hohen Auflösung.

 


Numark NS7 Bedienelemente

 

Mixer

 

Die Mixersektion in der Mitte bietet alles, was man von einem 2-Kanal Mixer erwartet. Der Numark CP-Pro Crossfader mit variabler Fadercurve ist sehr leichtgängig und lässt sich sowohl zum Scratchen als auch zum Mixen gut verwenden. Er gibt leider ein gut zu hörendes Klack-Geräusch von sich, wenn er das Ende des Faderweges erreicht - dies ist jedoch in der Praxis nicht weiter tragisch. Mit einem Schalter kann der Crossfader umgekehrt werden. Die Line-Fader sind etwas weniger leichtgängig und ermöglichen so besseres Mixing. Hier gibt es keine Möglichkeit, die Fadercurve einzustellen oder den Fader umzukehren. Zwei LED-Ketten in der Mitte zeigen wahlweise den Pegel des linken und rechten Decks oder des Masterausgangs an. Hier wird nicht das normale Ampel-Schema benutzt, sondern nur die Farben Rot und Weiß, letzteres zeigt eine Übersteuerung an. Der Kopfhörerausgang kann zwischen Cue und Master umgestellt werden. Im Cue-Modus erlaubt ein Cue-Fader das nahtlose Überblenden zwischen beiden Decks. Jeder Kanal ist mit einem 3-Band EQ mit Kill ausgestattet, der sich in Serato ITCH entweder auf 6dB oder 12dB konfigurieren lässt. Die Unterschiede sind jedoch relativ gering. Die Qualität der Drehregler ist sehr gut, alle Regler haben eine klar definierte Mittenrastung und lassen sich sehr weich bewegen.

 

Über den Potis befindet sich noch eine LED-Kette, um ein schnelles visuelles Beatmatching zu erledigen. Falls also beide Song-Tempos richtig erkannt wurden, kann ein Deck nur mit Blick auf diese LEDs auf die richtige Geschwindigkeit gepitcht werden. Nach oben hin abgeschlossen wird die Mixersektion durch einen weiteren Drehregler und mehrere Buttons, die die komplette Bedienung der Songbibliothek in Serato ITCH ohne die Benutzung einer Maus ermöglichen. Mit dem Drehregler lässt sich bequem durch die Songs navigieren, und mit den entsprechenden Buttons kann der ausgewählte Song entweder auf Deck A, Deck B oder in eine Playlist, hier Crate genannt, geladen werden. Durch einen Vor-und-Zurück-Button lässt sich sogar durch komplexe Ordner- oder Playliststrukturen angenehm navigieren, ohne die Maus oder die Tastatur des Laptops anfassen zu müssen.

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