
Tannoy Reveal 601
Ein Kopfhörerverstärker!.....(Stille)......Ich könnte wetten, dass der Großteil der Leser jetzt leicht mit den Achseln zuckend gerade mal ein müdes „Ja und ...“ auf den Lippen hat. „Was bitte soll an einem Kopfhörer-Verstärker etwas Besonderes sein, jedes Mischpult hat einen eingebauten“. Das ist richtig, allerdings hat auch jedes Mischpult einen, respektive mehrere Equalizer verbaut, und dennoch findet man in jedem ambitionierten Studio mehrere Outgear Entzerrer.
Warum bringt SPL einen Stand-Alone Kopfhörerverstärker wie den Auditor auf den Markt, der nur über einen einzelnen Kopfhörerausgang verfügt und zudem einen UVP von fast 900,- Euro auf den Plan ruft? Produkt-technischer Suizid oder Langeweile in der Entwicklungsabteilung wird es unter Garantie nicht sein.
Konstruktion
Um es direkt vorne weg zu sagen, der Auditor hat nahezu keinerlei Verwandtschaftsgrad mit seinem High-End Pendant, dem Phonitor, der über eine komplexe Phasenverwaltung eine räumliche Abhörsituation generiert. Beim Auditor handelt es sich in der Tat „nur“ um einen reinen Kopfhörerverstärker, allerdings mit einem äußerst hochwertigen Aufbau.
Wie in vielen Produkten aus dem Haus SPL, kommt auch bei dem Auditor die 120 Volt Technik zum Einsatz, bei denen die hausgefertigten diskreten SPL-SUPRA-Operationsverstärker mit 120 Volt betrieben werden, was ungefähr dem Doppelten der bei den Konkurrenzprodukten verwendeten Betriebsspannung entspricht. Diese Spannungswerte sollen vor allem in Sachen Dynamikumfang und Übersteuerungsfestigkeit punkten. Die Supra-OPs haben einen Signal-Rauschabstand von 116 dB und bieten zusätzlich ca. 34 dB an Übersteuerungsfestigkeit, was zu einem Dynamikumfang von ca. 150 dB führt.
Der Verstärker ist für alle Kopfhörer ab 30 Ohm geeignet, sofern sie über einen Standard-Stereo-Klinkenstecker verfügen. Als einzige Schaltungsmöglichkeit befindet sich auf der Frontseite ein Mono-Schalter, mit dem man die Monokompatibilität der Phasenlage überprüfen kann. Wird bei Aktivierung dieses Schalters das Signal leiser oder kommt es gar zu Frequenzauslöschungen, sind die Signale nicht monokompatibel angelegt.
Eine blaue LED auf der Front gibt Auskunft über den Betriebszustand. Mit einem Gewicht von 2,65 Kilogramm und den Abmessungen 95 x 210 x 315 mm (H x B x T) kann man das Produkt als noch handlich bezeichnen. Verpackt ist das Innenleben des Produktes in gebürstetem Aluminium.
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Werden Mikrophonvorverstärker für tausende von Euro beschrieben, hört jeder gewaltige unterschiede. Ein Neve klingt da um Welten besser als ein SM oder behringer. Völlig klar.
Aber beim Kopfhörerverstärker, da sind keine Unterschiede zu hören....un dim Vergleich zu so manchem Neve, SSL, undwiesiealleheißen ist der Auditor mit seinen 700,- noch in der Katergorie Portokasse.
Und auch einen Neve Mikro VV kann man für ca. 300,- nachbauen....
Gruß
Wotan
Es gibt halt China-Billig-Schei** und es gibt ordentliche Hardware. SPL ist ordentlich. Die Elektronik in einem UA 1176 ist auch keine 2000€ wert. Wer das Ding mal nachgebaut hat, wird mir das bestätigen...
Und bei aller "Geiz-ist-geil"-Mentalität, vergesst bitte nicht dass ein Produkt aus mehr als nur seinen Bauteilen besteht. Gerade SPL rechne ich deren Entwicklungsarbeit, und auch die hiesige Produktion, sehr hoch an! Das kostet eben alles Geld, was ich für so solides Arbeitswerkzeug aber gerne bereit bin zu zahlen!
Ich halts da dann doch lieber amerikanisch mit Benchchmark DAC1 , da bekommt man sogar noch einen professionellen DAC mit AES/ BUS, SPDIF, Analog Monitor OUT, Chinch OUT, 2x Kophörer Out dazu geschenkt.... aber leider, leider nicht diese (unglaublich) "verschraubten" Füße von SPL . ..