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Über den Autor

Thorsten Walter

Thorsten Walter ... ist seit dem Erstkontakt mit einem väterlichen Casio CZ-1 und dem guten alten C-64 samt MIDI-Interface im Jahre 1987 nahezu ständig mit professionellem Audio, Synthesizern und deren Planung/Entwicklung beschäftigt. Aufnahmen, Produktionen und Abmischen gehören genauso zu seinen Spezialitäten wie der Hang zu Hallgeräten, guten Studiomonitoren und Raumakustik.

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Test: TC Electronics VSS3 Reverb für Powercore

05.08.2005
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Die Hall-Prozessoren der dänischen Firma TC Electronic sind schon seit dem Erscheinen des M5000 zum weltweiten Standard avanciert und spielen seit je her mit Lexicon in einer Liga. Die Entwicklung hat hier jedoch keineswegs Halt gemacht, und TC ist mit Ihrer Produktpalette auf dem richtigen Weg. So auch mit dem neuen VSS3 Hall-PlugIn für das Powercore-System.

System 6000?
Vollmundig bewirbt TC das VSS3 als „Reverb aus dem System 6000“. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass der VSS3-Algorithmus schon im M3000 Verwendung fand. Im System 6000 gibt es schon den VSS4 Algorithmus. Insofern wäre die Aussage „ein Algorithmus aus dem M3000“ passender. Wer also meint, alle externen TC Reverbs nicht mehr zu benötigen, sei gewarnt: Das VSS3 ist nur ein Algorithmus von vielen.

Das VSS3 ist ein Stereo-Source-Reverb. Von einem herkömmlichen Reverb unterscheidet es sich dadurch, dass man die Stereo-Position der Early-Reflections und der Hallfahne bestimmen kann. Bleiben diese in der Stereo-Mitte, verhält sich das VSS3 wie ein herkömmliches Reverb. Der Sinn besteht darin, dass man bei der Abmischung den Raumeindruck verbessern kann, in dem man für jede Raumposition im Mix ein eigenes Reverb benutzt. Hiermit kann man dann auch zwei Instrumente, die auf einer Panorama-Position liegen, voneinander trennen, so dass beide Instrumente getrennt wahrnehmbar sind. Wem dies zu viel Arbeit ist, der benutzt das VSS3 einfach wie jedes andere Reverb. Und soviel sei dem Fazit vorweggenommen: Es lohnt sich!

Parameter
Wer sich mit TC Effektgeräten auskennt, wird sich auch im VSS3 sehr schnell zurechtfinden. Auch wenn die Parameteranzahl die eines normalen Reverbs übersteigt, sollte man nicht gleich verzweifeln. Die gelbe Leiste unten dient zur einfachen Einstellung der Parameter. Man kann also eines der zahlreichen Presets auswählen und mit ein Paar Mausklicks diese an den Song anpassen.

Fachkundige User werden aber sicherlich auch einen Blick in die Tiefe des VSS3 riskieren. Hier wartet eine detaillierte Eingriffsmöglichkeit in den Raum, mit dem sich der Hall auf wirklich jedes Signal optimal abstimmen lässt. So bietet das VSS3 nachmodellierte Erstreflexionen verschiedener Räume, die viel zum Gesamt-Raumeindruck beitragen. Alleine die ersten Reflexionen kann man in alle nötigen Richtungen verbiegen. Die Reverb-Page bietet ebenfalls sehr detaillierte Eingriffsmöglichkeiten. Wie schon aus anderen TC Reverbs bekannt, ist hier die Decay/Crossover-Funktion auf vier Bänder gewachsen. Pro justierbarem Band lässt sich also die Decay-Zeit anpasssen, womit sich z.B. verschiedene Raummaterialien simulieren lassen. Ich finde diese Darstellung besser als eine Auswahl von z.B. Stein, Holz oder Vorhängen. Denn man möchte ja keinen Raum ausstatten, sondern ein Reverb klanglich anpassen.

Die Modulationsseite wird zur Reverb-Verfremdung benutzt. Anders als bei Reverbs, die ohne Modulation nicht wirklich gut klingen, klingt das VSS3 auch ohne diese hervorragend. Für bestimmte Effekt-Hallen kann man sich aber hier voll ausleben und dem VSS3 auch einen sehr künstlichen Charakter aufprägen.

Praxis

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