Für so wenig Geld bekommen Sie heutzutage nirgends mehr so viel Synthese, das ist 100% sicher. Lassen Sie sich auf keinen Fall durch den Namen CASIO täuschen. Diese Teile haben es definitiv in sich.
Der Wolf im Taschenrechner
GESCHICHTE
COSMO-Computersystem war das Schlagwort mit dem CASIO während der ARS ELECTRONICA 1984 für wilde Gerüchte sorgte. Ein umfangreiches Computer gestütztes System sollte von CASIO vorgestellt werden. Bislang war CASIO eher bekannt durch seine günstigen Taschenrechner und preisgünstigen Heimorgeln als durch professionelles Musikerequipment.
Im Februar 85 war es dann soweit, CASIO ließ die Katze aus dem Sack, sprich einen tragbaren Synthesizer mit der Produktbezeichnung CZ101. Äußerlich eine Enttäuschung, erwartete man doch ein aufregendes, computergestütztes Synthesizer-Paket. Mit seiner 4oktaven Minitatstatur entsprach der CZ101 eher CASIOS vertrautem Taschenrechner-Image. Aber der Schein trügte, den der CZ101 war alles andere als ein Spielzeug.
1988 brachte CASIO schließlich die PD-Synthese in verbesserter Version erneut auf den Markt. Unter der Produktbezeichnung VZ-1 hatte man der Phase-Distortion ein komplettes optisches und konzeptionelles Face-Lifting verpasst.
Jeder VZ 1 Sound konnte nun auf 8 DCO´s zugreifen (Im Vergleich 2 DCO´s bei den CZ Modellen). Verschiedenste Algorithmen erlaubten dabei unterschiedlichste Verknüpfungen der einzelnen DCO´s.
Dazu kamen ein graphisches Display, umfangreiche Modulationsmöglichkeiten, 8facher Multimode sowie 3 (in Worten DREI) Modulationsräder.
Leider litt aber auch die Programmierbarkeit unter der Fülle der Möglichkeiten und unzähligen Parameter. Auch entspricht die Menge der DCO´s nicht den hohen Erwartungen. Der Klang der VZ Synthesizer ist zwar vielseitiger als der CZ Synthesizer, aber auf keinen Fall wärmer oder gar druckvoller.
Kurz nach Veröffentlichung des VZ-1 folgten zwei Module mit den Bezeichnungen VZ-10M sowie VZ-8M. Während der VZ-10M (2HE) absolut identisch mit dem VZ-1 war (bis auf die fehlenden Tasten), verzichtete man beim VZ-8M (1HE) auf das graphische Display und auf die Hälfte der Stimmen, gab ihm aber einige Features im Multimode hinzu.
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Das Programmieren fand ich allerdings alles andere als einfach. Da lag mir FM mehr.
Skurrilerweise kriegt man ja Modelle wie den CZ 5000 oder 3000 förmlich nachgeschmissen, während selbst der 230 teurer gehandelt wird.
Auch danke Kawai, besonders für den K 5000 - schade, daß diese Firmen keine professionellen Synths mehr bauen, es waren schöne Ansätze, nicht nur Mainstream-Zeug.
Und ob wir jemals noch einen schönen SYnthesizer von Yamaha bekommen werden ???
D A N K E C A S I O
Mein CZ101 wurde auch schon bereits 1986 angeschafft, der CZ1000, CZ-1, VZ1 und FZ-1 folgten.
Alle Geräte stehen auch noch heute im Studio bei mir und werden immer wieder gerne in Produktionen eingesetzt.
Ich habe ende der 80er, viele Sounds für die CZ-Familie programmiert und auch über Jahre erfolgreich vertrieben, in den CZ-Synths steckt ein größeres Soundpotential als von vielen vermutet.... .
Es sind einfach nur traumhafte Instrumente!