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Test: Kawai K5000 K5000S K5000R

10.11.2002
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Die Kawai K5000 Serie

Wer einen additiven Synth sucht wird selbst im Jahre 2001, 4 Jahre nach dem erscheinen der K5000 Serie, in dieser Preisklasse nichts besseres finden.

 

Übersicht


Den K5000 gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Angefangen mit dem K5000W, einer 32 Fach multitimbraler Workstation mit eingebautem Sequenzer und zusätzlicher General MIDI Tonerzeugung für die Brot und Butter Sounds.
Dem K5000S mit 4-fachem Multi Mode, Arpeggiator und ‘ner ganzen Menge "Knöpfchen" zur Kontrolle des Sounds.
Und für alle die sich vor Keyboards nicht mehr retten können gibt’s noch den K5000R fürs Rack.
Die beiden letzteren sind reine Synthesizer, deren Klänge sowohl PCM basiert als auch mit Hilfe der additiven Synthese erstellt werden können, aber dazu komme ich später noch.
Allen Geräten gemein ist das 3 1/5 Zoll HD (High Density = Hohe Dichte) Diskettenlaufwerk und das schöne 240x64 Punkte große Hintergrund beleuchtete Display, welches die Bedienung stark vereinfacht. Wobei das Display von Gerät zu Gerät unterschiedlich laut vor sich hin summt und die Hintergrundbeleuchtung mit der Zeit immer dunkler um dann wohl irgendwann ganz den Betrieb einzustellen. Die Folie die für die Hintergrundbeleuchtung sorgt lässt sich relativ leicht wechseln und ist schon für weniger als 50 Euro zu bekommen, trotzdem ist es vielleicht günstiger, das Gerät immer dann auszuschalten, wenn es gerade nichts zu tun hat.
Unter Umständen ist es auch von Vorteil sich das Gerät oder besser das Display im Laden erst mal anzuhören, um vielleicht eine leise Version zu erwischen.

 

Die Bedienung


Das Gehäuse der K5000 Synthesizer, besonders der Rack Version, erinnert mehr an einen Sampler als an einen Synthesizer.
Man merkt aber deutlich dass es sich um keinen virtuell Analogen handelt, hier hat nicht jeder Parameter sein eigenes Rädchen, aber alleine die bis zu 68 Hüllkurven pro Oszillator wären bei einem normal großen Keyboard auch einfach nicht Unterzubringen.
Um das Display sind Tasten angebracht, so dass man nicht lange durch Menüs wandern muss und das meiste nach dem zweiten oder dritten Druck auf eine Taste erreicht. Schön ist auch das Rad zur Eingabe der Parameter, reißen und ziehen sollte man an ihm nicht, da es nicht sonderlich stabil zu sein scheint.

Für ein Gerät mit einer solchen Menge an Parametern ist die Bedienung wirklich wundervoll gelöst. Mit Hilfe einer grafischen Übersicht kann man selbst alle 64 der für jede Harmonische vorhandene Hüllkurven überblicken. Trotzdem würde ich mir an manchen Stellen Schablonen z.B. Hochpass oder Tiefpass für den Formantfilter und die Hüllkurven oder abgespeicherte additive Wellenformen wünschen. Wobei diese Lücken wunderbar von der mitgelieferten Sounddiver - OEM-Version ausgefüllt werden.

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  • Benutzerbild von DietmarB
    DietmarB, 18.12.2009 - 11:33 Uhr:
    Leider teilt der K5000 das Schicksal mit seinem Vorgänger von 1986 - dem K5/K5m. Auch diesen wollte damals keiner haben, und heute ist er ein Exot, mit dem es sich aber durchaus zu beschäftigen lohnt. Auch der K5 hatte schon eine Macke mit dem Display, die lag aber an Kontaktproblemen an einem Kühlblech im Netzteil und ist leicht zu beheben. Die Filter des K5 waren damals schon digital und haben später den K4 veredelt. Kawai hat einige sehr interessante Synthis gebaut, auch der K3 gehört dazu, dem man problemlos ein paar PPG-artige Sounds entlocken kann. Vom K4r hat man den Drumsynthesizer XD-5 abgeleitet, auch ein völlig verkanntes Ding mit unendlichen Möglichkeiten für Klangschrauber. Leider haben sie sich aus dem Synthmarkt verabschiedet.
  • neven dayvid, 20.01.2009 - 02:27 Uhr:
    Für mich der beste digitale Synthesizer überhaupt, und bis heute total unterschätzt.
    Außerdem hat er die beste Synthi-Tastatur, die man sich vorstellen kann. Alle Bedienelemente vermitteln ein Gefühl von Klasse.
    Bei den heutigen Gebrauchtpreisen sollte ihn jeder ausprobieren, der an filigranen Soundscapes und absolut klischeefreien Sounds interessiert it.
    Einige Sounds, die ich damit erstellt habe, erinnern an die Buchla-Sachen, die Morton Subotnick gemacht hat, oder an Klänge des Wiard-Modularsystems.
    Schade nur, daß Kawai nach diesem Flop nie wieder einen Synthesizer gebaut hat.
    • Benutzerbild von FischerZ
      FischerZ, 19.12.2009 - 11:19 Uhr:
      Auch ich hatte vor einiger Zeit den K5000S und könnte mich heute noch in den Allerwertesten beissen das ich den Synth verkauft habe.

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