
HALion Sonic
Seit einiger Zeit bringt die Firma Uberschall neben den gewohnten Samples und Sounds verschiedenster Musikrichtungen auch immer wieder neues...
Die Kawai K5000 Serie
Wer einen additiven Synth sucht wird selbst im Jahre 2001, 4 Jahre nach dem erscheinen der K5000 Serie, in dieser Preisklasse nichts besseres finden.
Übersicht
Den K5000 gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Angefangen mit dem K5000W, einer 32 Fach multitimbraler Workstation mit eingebautem Sequenzer und zusätzlicher General MIDI Tonerzeugung für die Brot und Butter Sounds.
Dem K5000S mit 4-fachem Multi Mode, Arpeggiator und ‘ner ganzen Menge "Knöpfchen" zur Kontrolle des Sounds.
Und für alle die sich vor Keyboards nicht mehr retten können gibt’s noch den K5000R fürs Rack.
Die beiden letzteren sind reine Synthesizer, deren Klänge sowohl PCM basiert als auch mit Hilfe der additiven Synthese erstellt werden können, aber dazu komme ich später noch.
Allen Geräten gemein ist das 3 1/5 Zoll HD (High Density = Hohe Dichte) Diskettenlaufwerk und das schöne 240x64 Punkte große Hintergrund beleuchtete Display, welches die Bedienung stark vereinfacht. Wobei das Display von Gerät zu Gerät unterschiedlich laut vor sich hin summt und die Hintergrundbeleuchtung mit der Zeit immer dunkler um dann wohl irgendwann ganz den Betrieb einzustellen. Die Folie die für die Hintergrundbeleuchtung sorgt lässt sich relativ leicht wechseln und ist schon für weniger als 50 Euro zu bekommen, trotzdem ist es vielleicht günstiger, das Gerät immer dann auszuschalten, wenn es gerade nichts zu tun hat.
Unter Umständen ist es auch von Vorteil sich das Gerät oder besser das Display im Laden erst mal anzuhören, um vielleicht eine leise Version zu erwischen.
Die Bedienung
Das Gehäuse der K5000 Synthesizer, besonders der Rack Version, erinnert mehr an einen Sampler als an einen Synthesizer.
Man merkt aber deutlich dass es sich um keinen virtuell Analogen handelt, hier hat nicht jeder Parameter sein eigenes Rädchen, aber alleine die bis zu 68 Hüllkurven pro Oszillator wären bei einem normal großen Keyboard auch einfach nicht Unterzubringen.
Um das Display sind Tasten angebracht, so dass man nicht lange durch Menüs wandern muss und das meiste nach dem zweiten oder dritten Druck auf eine Taste erreicht. Schön ist auch das Rad zur Eingabe der Parameter, reißen und ziehen sollte man an ihm nicht, da es nicht sonderlich stabil zu sein scheint.
Für ein Gerät mit einer solchen Menge an Parametern ist die Bedienung wirklich wundervoll gelöst. Mit Hilfe einer grafischen Übersicht kann man selbst alle 64 der für jede Harmonische vorhandene Hüllkurven überblicken. Trotzdem würde ich mir an manchen Stellen Schablonen z.B. Hochpass oder Tiefpass für den Formantfilter und die Hüllkurven oder abgespeicherte additive Wellenformen wünschen. Wobei diese Lücken wunderbar von der mitgelieferten Sounddiver - OEM-Version ausgefüllt werden.
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Außerdem hat er die beste Synthi-Tastatur, die man sich vorstellen kann. Alle Bedienelemente vermitteln ein Gefühl von Klasse.
Bei den heutigen Gebrauchtpreisen sollte ihn jeder ausprobieren, der an filigranen Soundscapes und absolut klischeefreien Sounds interessiert it.
Einige Sounds, die ich damit erstellt habe, erinnern an die Buchla-Sachen, die Morton Subotnick gemacht hat, oder an Klänge des Wiard-Modularsystems.
Schade nur, daß Kawai nach diesem Flop nie wieder einen Synthesizer gebaut hat.