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Axel Jungkunst

Sound Library

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Test: Soundlabel Piano Attack

11.08.2006
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Das nächste Klavier, spezialisiert darauf, dass die Attackphase den eigentlichen Moment der Klangerkennung bietet? Mitnichten! Hier werden Träume akustisch wahr, die manchem Klavierschüler die Hoffnung auf ein besseres Leben bieten. Aber auch der Soundtüftler, der aus Angst vor den Folgekosten oder dem eigentlichen Besitzer des von ihm verwendeten Flügels immer Hemmungen hatte, seine Gedanken in die Tat umzusetzen, soll hier mit Audiodaten versorgt werden, deren Herkunft nicht immer sofort erkennbar ist, weil man sich im Zusammenhang mit diesem Instrument immer auf die schwarzen und weißen Tasten besinnt. Das zumindest ist eine Herangehensweise an ein Piano, die hier nur selten und wenn, dann auf jede andere als die von den meisten Musikliebhabern erwartete Weise angewandt wurde.


-- Ein Blick auf Edward mit den Zangenhänden... --

Installation

Die gesamte Library benötigt ca. 3 GB an Plattenplatz. Durch einfaches Copy And Paste wird sie hierbei an den Platz befördert, an dem der Endverbraucher sie gerne hätte. In Rahmen dieses Tests wurden die Kontakt 2 – Instrumente benutzt. Nach Registrierung mittels des beigelegten Codes erhält man noch weitere Instrumente als kleinen Bonus. Die Registrierung ist aber zum Benutzen der Library nicht erforderlich, aber wen stört es schon bei regulärem Erwerb, diesen letzten Schritt auch noch zu gehen!

Dokumention

Eine in Englisch verfasste, aber leicht verständliche Anleitung zur Installation und dem Umgang mit der Bibliothek ist ebenso im Lieferumfang der DVD enthalten wie eine Aufstellung der einzelnen Instrumente. So kann man sich schon an Hand der verbalen Beschreibung grob die Samples suchen, die dem Anwender für einen bestimmten Einsatz vorschweben. Doch letztlich entscheidet das Ohr und der Verstand über den Einsatz des Gehörten!

In der Praxis...

...wurde geschlagen, getreten, gezogen, gezerrt, gestreichelt, gebürstet (schlecht ist, wer Falsches dabei denkt), gesägt, gerissen, geschnitten, gehackt und das alles in vollem Bewusstsein und ohne jedwede Gewissensbisse. So einen Auftrag bekommt man selten, also ist die Gunst der Stunde zu nutzen, all die destruktiven Techniken, die einem im Lauf des Lebens gezeigt wurden, einmal sinnvoll anzuwenden. Equipmenttechnisch ist wohl die Auflistung eines mittelalterlichen Folterknechts das Nächstliegendste. Neben Hits und Klangeffekten sind auch Drones und tonal spielbare Instrumente zu finden. Darüber hinaus befinden sich auch einige BPM-treue Samples an Bord. Es ist wahrlich nicht nur mit „Lärm“ zu rechnen.

 

Spezielles zur Verwendung in Kontakt 2

Kontakt 2 als der von mir verwendete Sampleplayer ist ab der Version 2 für diese Bibliothek unerlässlich, zumal einige der Instrumente Kontakt-Skripte beim Abspielen verwenden, die in 1.x – Versionen nicht möglich waren. Natürlich sind auch die Spielhilfen wie Modulation Wheel speziellen Parametern zugeordnet. Als Beispiel sei hier das Mischen des Faltungshalls erwähnt, den es auch erst ab Kontakt 2 gibt.

Fazit

Vieles im Leben ist Geschmackssache und bei solchen Libraries objektive Qualitätsmerkmale zu finden ist nicht einfach. Einige Dinge kann man aber getrost ansprechen: Die im wahrsten Sinn des Wortes handwerkliche Arbeit ist unbestritten gut, sowohl was die Verwendung einer Kneifzange als auch die Klangregelung bei der Aufnahme betrifft. Die Instrumente (ich kann nur für KONTAKT 2 sprechen) sind sauber erarbeitet, die Möglichkeiten des Sampleplayers gezielt eingesetzt worden. Der ambitionierte Experimentalmusiker, der Fan der Berliner Schule samt Vintage Klangkultur, der Soundtrackmacher und und und...ich denke, jeder, der auf der Suche nach ungewöhnlichem Klangmaterial ist, dass auch zur Weiterbearbeitung geeignet ist, würde hier eine herrliche Fundgrube an sich reißen. Und auch wenn man es in diesen Zeiten nicht so offen aussprechen darf (wir befinden uns in den Nachwehen der Fußballweltmeisterschaft), muss man ein großes Lob für die liebevolle und zugleich professionelle Arbeit an unsere Freunde von der Oranje-Front..äähh...an die Mitarbeiter von Soundlabel schicken. Nein, Khalid Boulahrouz arbeitet NICHT für Soundlabel und hat hier auch NICHT Fuß angelegt!

Plus

++++ ungewöhnliche und interessante Klänge

++ Dokumentation dabei, hat aber nur grob beschreibenden Charakter

Minus

- nichts zu meckern!

 

 

Preis

239 €

zusätzliche Audio-Demos auf den Herstellerseiten

 

Hersteller

Soundlabel Niederlande

www.soundlabel.com

 

Vertrieb

www.mi7.com

Systemvoraussetzungen

Für folgende Systeme wird diese Library angeboten:

  • Logic EXS24

  • Native Instruments Kontakt 2

  • Steinberg Halion

  • Propellerheads Reason

 

Audiobeispiele

Ich hoffe, ein breites Spektrum erwischt zu haben, aber glauben Sie mir, die Dunkelziffer weiterer Schmankerl, die hier nicht zum Tragen kommen ist sehr hoch.

 

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