
E-mu Drumulator
Schließlich gibt es noch die Kaltgerätenetzsteckerbuchse. Sehr vorteilhaft, denn eine Wandwarze wäre unprofessionell und ein festes Netzkabel sollte seit dem Yamaha DX7 der Vergangenheit angehören.
Bleiben nur noch die beiden Cardslots für WAVEFORM und DATA. Erstere ist für die PCM-Daten-Karten aus der SO-JD80-Serie oder die der JV-Serie aus der Reihe SO-PCM. In den DATA-Cardslot kommen dann die Programmdatenkarten aus der SL-JD80-Serie, zu denen auch die SO-JD80-Waveform-Karten gehören. Eine Liste der verfügbaren Karten (aus dem Handel!!) gibt es bei www.synrise.de/docs/pcm/roland.htm.
Fazit
Der JD-800 begleitet mich nunmehr seit 13 Jahren und ist bei mir nicht mehr weg zu denken. Er ersetzt für mich Masterkeyboard und Analogsounds, ist die Steuerzentrale meines Studios, Inspiration und sorgt bisweilen auch für Transpiration. Er hat nichts an Charme verloren, wirkt trotz seiner Jahre immer noch modern und aktuell – sieht man mal von der mageren Stimmenzahl ab.__Der JD-800 erzeugt digitale flirrende Athmos genauso, wie knackige analoge Bässe, Flächen, Pop-Pianos und auch den ein oder anderen „gewöhnlichen“ Sound.
Als Brot-und-Butter-Maschine ist er aber entschieden unterbewertet. Gerade beim Einsatz knackiger Analogsounds und der Triple-Delay mit Ping-Pong-Effekt im Panorama erfreut der JD-800 immer wieder. Kaum ein namhaftes Studio hat in der ersten Hälfte der Neunziger auf den JD-800 verzichtet.__Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen, selbst im unteren Preissegment, aber die gibt es auch für den Jupiter-8, Yamaha CS-80 oder Elka Synthex/M.
Nichtsdestotrotz haben die Originale ihren eigenen Charme und selbst das beste Multisample vermag nicht das Leben einzuhauchen, das man nur von einem Original erwarten kann.__Für mich gibt es für den JD-800 keine Alternative.
PLUS
+ Soundqualität
+ zeitgleich nutzbare Effekte
+ Bedienoberfläche
+ Transpose-Taster
+ Special-Setup
+ Testroutine (siehe weiter unten)
MINUS
- Stimmenzahl (max. 24 bis runter auf nur noch 6 Stimmen bei Verwendung von 4 Tones pro Stimme)
- Einschränkungen im Multimode bezüglich Effekte
- Nach kurzer Zeit mangelhafte Druckdynamik
- Schlechtes Angebot an Cardsets für den JD-800 (Akkordeon...)
Tipps und Tricks
Bei Synrise gibt es eine Erläuterung, wie man die Testroutine des JD-800 aufruft und was die einzelnen Test-Punkte letztendlich überprüfen:_
UNSER GANZ BESONDERER DANK GILT
Theo Bloderer, der uns für diesen Bericht die Klangbeispiele und Fotos zur Verfügung gestellt hat.Theo Bloderer ist nicht nur Autor bei amazona.de, sondern auch Initiatior der Plattform BLUSYNTHS.COM. Dort finden Sie hervorragend recherchierte Artikel zu Vintage-Synthesizern, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.Besonderen Hinweis verdient außerdem der JD-800 Bericht auf Blusysnths.com über den Sie einige hervorraggende Sound-Patches für Ihren JD800 oder JD990 herunter laden können.
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Sorry, aber das kann da so nicht stehen bleiben.
Erstens wird in keinem analogen, speicherbaren Synthi pro Regler 1 A/D-Wandler verwendet, sondern die Regler und Knöpfe sitzen in einer Matrix, die per Analogschalter/Multiplexer abgefragt werden. Klassischerweise wird dazu ein 4051 mit nachgeschalteter S&H-Einheit verwendet, oder gar bei Neueren der pinkompatible SSM-Chip (2033) mit bereits intergrietem S&H. Hinter dieser Einheit gehts dann in den gemeinsamen Wandler. Das machen alle so, kann man sich zB beim Korg Polysix anschauen.
Zweitens hat bereits ein Prophet 5 von 1978 eine solche Technik eingebaut, also Matrixabfrage von analogen Reglern zusammen mit Digitastern, CPU war eine Z80. Die Rechenleistung reichte daher sehr wohl aus, Nachfolgende Synthis wie OBX(a), und Memorymoog hatten auch nur für heutige Verhältnisse schwache 8bit-CPUs drin. Im Elka Synthex werkelt gar eine 6502-CPU, allerdings mit vertauschten Daten- und Adreßleitungen.
Die Roland Programmer wie PG800 haben eine 8051MCU drin, die per serieller Schnittstelle mit dem Synthi kommuniziert (eine Technik, die Ensoniq bei allen ihren Synths außer den Letzten benutzte, also eigener Prozessor fürs Bedienpanel)
Der Grund, warum die Regler verschwanden, war, daß solche Bedienelemente eben teurer sind als eine Oberfläche a la DX7, sprich: 2x16 Zeichen Gucklochdisplay mit Parameterdschungel. Außerdem war Digital ja doch "in" und es entstand ein neuer Berufszweig: Soundprogrammierer.
gruss,
oliver schmitt
bis dann...
Bitte mailt mir :D
Funktioniert einwandfrei.
Das gehört schliesslich zu einem Synthesizer, und als "Rompler" war der JD800 ja anscheinend nie gedacht.
Der JV1080 gefiel mir da weit besser, zumindest von den Möglichkeiten.
Optisch ist der JD800 natürlich einer der schönsten Synths ;-)
bis dann...
Die Filterübersteuerung klingt in meinen Ohren übrigens durchaus musikalisch und ich empfinde sie eher als Bereicherung der sowieso schon enormen Klangpalette des JD800. Ein tolles Gerät, bei dem Sound und Bedienung nahezu Ideal sind.
Der JD ist noch heute eine Bereicherung für jedes Studio.