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Interview: Roger Linn, Comeback einer Legende

Roger Linn, Erfinder der Linn-Drum

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Roger Linn zählt sicher zu den großen Legenden der Musikindustrie. Die Erfindung des ersten programmierbaren Real-Time-Drumcomputers, der noch dazu mit gesampelten Sounds, also quasi realistischen Klängen, arbeitete, war 1980 eine Sensation und kostet die zahlreichen prominenten User schlappe 5.000 Dollar. Danach folgte die Erfindung der AKAI MPC-Serie, aber dann wurde es ruhig um den Gitarristen, der der HipHop-Welt ihren “Groove” verdankt.

Nun hat sich Roger Linn in Zusammenarbeit mit seinem alten Freund und Legende Dave Smith zurück gemeldet. TEMPEST heißt der neue Klopfgeist. Wir freuen uns, Ihnen aus diesem Anlass ein ausführliches Interview mit Roger Linn präsentieren zu dürfen.

Viel Spaß

Ihre AMAZONA.de-Redaktion

Roger Linn Roger Linn

Amazona.de:
Hi Roger, auch wenn du es sicher schon hundert Mal erzählt hast, wie kam es zur Erfindung des ersten Linn Drumcomputers?

Roger:
In den späten 70ern war ich Anfang 20 und arbeitete als Gitarrist, Songwriter und Tontechniker in Los Angeles. Auch für Elektronik und Computer habe ich mich sehr interessiert und mir um 1976 meinen ersten Computer gekauft. Ich lernte alles Mögliche rund ums Programmieren und schrieb einige einfache Musikprogramme. Ich hatte zu Hause ein einfaches Studio und konnte Gitarre, Bass und ein wenig Keyboard spielen. Aber Schlagzeug spielen, das war am schwierigsten für mich.

Roger ist leidenschaftliche Gitarren-Spieler Roger ist leidenschaftliche Gitarren-Spieler

AMAZONA.de:
Nur für unsere Leser, das war Ende der Siebziger, also lange vor TR808 etc.

Roger:
Ja genau, zu dieser Zeit existierten bereits einige einfache Drumcomputer, zum Beispiel von Ace Tone, aber deren Sound war in Sachen Realismus erbärmlich, und sie waren nicht programmierbar. Also entschied ich mich, auf meinem Computer ein einfaches Programm für einen Drumcomputer zu schreiben.

AMAZONA.de:
Und das ging bereits mit den damaligen Heimcomputern?

Roger:
Nicht ganz, die damaligen Computer waren nicht ausreichend leistungsfähig, um Sound von einer Software zu generieren, deshalb habe ich einen Roland Drumcomputer gekauft, das Circuit Board ausgebaut und an meinen Computer angeschlossen. Daraufhin habe ich ein Programm geschrieben, das zum Programmieren von Drumbeats eine Gitter-Matrix benutzte und damit sehr einfach zu bedienen war. Viele meiner Musikerfreunde waren davon richtig begeistert.

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