Nach den vielen, teils überraschenden Neuigkeiten auf dem Analogsektor Anfang des Jahres war es klar, dass die Musikmesse diesbezüglich nicht ganz so aufregend wird. Die Hersteller hatten sich auf die NAMM-Show konzentriert, und demzufolge waren einige auch gar nicht in Frankfurt erschienen. Dennoch gab es ein paar Neuigkeiten zu sehen bzw. man konnte ein paar auf der NAMM präsentierte Geräte hier erstmalig mit eigenen Augen und Ohren begutachten.
Es wäre interessant zu erfahren, zu welchen Geräten die Amazona-Leser sich Testberichte am meisten wünschen. Bitte nutzt das Kommentarfeld für einen kurzen Hinweis.
REON
Endlich mal wieder analoge Synthesizer aus Japan. Die Analogszene fokussierte sich die letzten 15 Jahre auf Europa und Amerika, während aus dem Land der 303en keine neuen Impulse auf diesem Gebiet kamen.
Shin Arakawa begann vor ca. 5 Jahren mit seinem Projekten von monophonen Analogsynthesizern, Sequencern und Effekten. Nun sollen die Geräte ab Mitte des Jahres erhältlich sein. Unter dem Namen Driftbox wird es zunächst neun Stand-alone Geräte geben, die jedoch auch in einem speziellen Rack zu einem Modularsystem zusammengestellt werden können.
Driftbox S / R / S II – diese drei Driftboxen kombinieren jeweils zwei Oszillatoren mit Crossmodulation, Filter und VCA. Außerdem besitzen sie einen niedlichen Joystick sowie eine kleine Mod-Matrix, die über Kippschalter bedient wird. Driftbox S beherbergt ein SSM-Filter, während Driftbox R über eine zusätzliche Pitch-Hüllkurve verfügt. Das Filter der Driftbox S II orientiert sich hingegen am kombinierten Hoch-/Tiefpass des Korg MS-20. Als Spin-Off der S II wurde noch ein kleiner Synthesizer namens Mountain gezeigt, der über einen VCO, MS-Tiefpassfilter, LFO und VCA verfügt und eine sehr schnelle Hüllkurve besitzt. Diese Driftboxen werden voraussichtlich 500 Euro kosten, Mountain ca. 400 Euro.
Driftbox Q ist ein Sequencer, der im Normalfall über 16 Steps läuft, dessen Schrittabfolge jedoch mittels Tasten auf bis zu 192 Steps ausgedehnt werden kann. Sync erfolgt via MIDI oder Gate-Signal. Driftbox V ist ein 9-Band-Vocoder mit Autodetection und Eingängen für Instrumente und Mikrofon. Besonders interessant ist hier die Möglichkeit der CV-Steuerung. Das Effektgerät Driftbox E vereint Phaser, Delay und einen 4-Kanal-Mixer. Für die nötigen Signalwege und Steuerungen gibt es die Driftboxen C, T und G, die Matrix-Mixer, VCA und Hüllkurven bereitstellen.
Für diese Boxen gibt es ein Koffer-Rack, in dem 15 Module untergebracht werden können und das über ein Anschluss-/Patchfeld verfügt. Es soll auch ein vorkonfiguriertes System geben, bei dem der Preis aber noch nicht genau feststeht. Momentan wird die europäische Vertriebsituation abgeklärt, ob die Franzosen von Mesi, die REON auf der Messe beheimateten, auch ganz Europa beliefern werden, bleibt abzuwarten. Wir von Amazona freuen uns jedenfalls, dass mit REON einen neuer, interessanter Mitbewerber den Analogmarkt bereichert. Die ersten Höreindrücke waren absolut positiv, und so hoffen wir, zu gegebener Zeit die Geräte testen zu können.




Jetzt 



mich würde am meisten ein Test des Modemaschines SID interessieren.
Was den Diva Controller angeht:
Sehr cool dass man bei U-HE darüber nachdenkt, ich liebe das Pug-In wie am ersten Tag, jeden Cent wert :-)
Was meine Belange angeht würde mich eine (kompakte Version, vielleicht Größe eines Virus Ti Desktop oder etwas größer) ohne Rechner interessieren, Screen bräuchte ich keinen, Keyboard kein Muss aber wenn dann bitte in ordentlicher Qualtät, alle relevanten Parameter zum klangschrauben ohne Umschaltung erreichbar (und ein 16fach Stepsequencer mit Midi Ausgabe wäre noch ein cooles Add On, alle 16 Steps ohne umschaltung und mit einelnen elementen für Tonhöhe / Notenlänge :-) )
cheers Philipp
Diva Controller ? Kauf ich sofort .
Bitte keine Kompromisse, genau so professionell wie Diva selbst umsetzen. Es existiert leider kein professionelles SynthController Keyboard. So gut wie alles crap, gerade was Tastatur oder Controller betrifft. Bitte machts teuer und nehmt anständige Komponenten . Die anderen sollen gerne bei Novation, M-Audio und anderen Kompromisslern bleiben .
@ tompisa:
dito
ich träume da von Metall mit veschraubten Endlosportis und LED Leuchtkränzen :-)
@ 75631:
für mich liegt der Reiz an Diva auch an der kompletten DAW Einbindung mit total recall; eine Hardwareversion für die die es suchen gerne, für mich aber bitte eine reine Controllervariante, rock solid welche die Oberfläche 1:1 Abbildet ohne zusätzlichen schnick schnack, außer wiegesagt vielleicht einem coolen StepSequencer – da herrscht am Markt meiner Ansicht nach auch noch ein absoluter Mangel für ein intuitives Modell, ich denke da an
- 16 Steps ohne Umschalten mit Lauflich
- Endlosportis mit LEDs je für Notenlänge / Tonhöhe
-16 Tasten zum definieren des ersten & letzten steps
- sowie stepp on / off button je Step
- diverse Random Modes
- Endlosporti für Chord mode zuschaltbar (von chord off über Chord Typ 1, Chord Typ 2 usw..)
- Banks & Patterns selector
Ich lad mal ein Bild hoch was ich meine wenn mir die Tage langweilig ist :-)
cheers Philipp
@phillip
Endlosregler mit viel Drehwiederstand. Die, die ich kenne (Accellerator, Spectralis, Proph8) laufen mir viel zu locker und primitiv. Frag mich , ob es keine vernünftigen gibt, die zumindest ein ähnliches Gefühl bieten wie die normalen Potis z.B. an einem Moog Voyager.
DIVA als Hardwaresynth – wie geil wäre das denn bitte?!?
DIVA als Hardwaresynth – Sollte es tatsächlich einen Softwarehersteller geben, der richtige Instrumente baut??
JAAAAA – Bitte bauen! Und bitte NICHT als Host-Slave!
Warum hat sich das vorher keiner getraut????
Von wegen Diva Controller; steckt da nicht auch http://synth-project.de hinter?
Sehr schöne Zusammenfassung der Messeneuheiten! Besonders hat mir gefallen, dass nicht nur Eckdaten aufgezählt, sondern auch ein kurzer erster Eindruck des Autors geschildert wurde.
SID und Magma würde ich gern als Test sehen. Schade dass es kaum was neues in Richtung Drums gibt, aber dieses Beat Thang-Teil solltet ihr unbedingt auch mal unter die (Test)-Lupe nehmen.
Es ist vielleicht etwas offtopic, aber in der hoffnung dass der ein oder andere Hersteller hier mitliest:
So einen Stepsequencer würde ich gerne mal als Hardware sehen, ich kenne nichts enstprechendes am Markt finden und das müsste doch Absatz als Livetool + fürs Studio um sequencen einzuspielen :-)
http://www.freshaudio.de/stepsequencer.jpg
mit USB Midi Out
?
Würd ich sofort kaufen!
Bin auch permanent auf der Suche nach einem vernünftigen Nichtcomputersequencer mit der Notendauer im direkten Zugriff.
Go for it ;-)
Der SAM 16 wäre ein Kandidat. Ansonsten noch der Octopus von Genoqs, auch der Doepfer MAQ 16/3 oder sogar der kleine Dark Time… Also ich weiß nicht wonach Du noch suchst?
Oh ja, der Octopus wär natürlich ein Traum, ist dann aber doch ziemlich teuer und groß, und die Firma gibt’s wohl auch nicht mehr. Ich möchte jedenfalls einfach nur ohne Computer 2 Synths mit Pitch, Velocity und Gate-Dauer ansteuern, womit SAM und MAQ wegfallen (nur drei Reihen), und der Dark Time sowieso. Dann gäb’s übrigens noch den Analog Solutions Europa, aber so ganz ohne Regler…?
Das wichtigste ist mir aber die Gate-Time im möglichst direkten Zugriff. Durch die unterschiedlichen Dauern wird’s doch erst funky…
Vor ein paar Wochen bin ich endlich beim MFB Step64 gelandet (einem der letzten). Der Zugriff ist gerade noch direkt genug mit 16 Step-Tastern und vier Endlosreglern pro Step + zwei Doppelbelegungen. Gate ist leider nur in 6 Schritten einstellbar, aber immerhin. Schrulliges Ding überhaupt, aber hat irgendwie Persönlichkeit…
Der Schrittmacher wäre für Deinen Anwendungsfall wohl ideal, wenn die Synthis MIDI können. Im rein analogen Bereich müsstest Du wohl für jeden Synth einen Sequenzer benutzen, oder Du kaufst was modulares. Ich habe dafür den SEQ2 von MFB, allerdings musst Du beim Bedienkomfort da Abstriche machen. Ist nix für live.
Stimmt, der Schrittmacher wär sicher gut, und eventuelle CV-Bedürfnisse könnte man mit einem Interface stillen. Hast mich angefixt. Aber erstmal ist der kompakte MFB Step64 für mich der beste Kompromiss. Auch wenn das schrullige Ding per MIDI keine brauchbar verbundenen Noten ausgeben kann (303-Patterns adé).
Das Konzept von Philipp wär schon ziemlich nah am Ideal, aber so etwas gibt es wirklich noch nicht.
Wie wärs mit einem Sequentix Cirklon? Der kann bis zu 16CV und 8 Gates + 5 mal MIDI + USB Midi… und bis zur Notenlänge ist es ein oder 2 Raster mit dem ROW Encoder.
Ja, der Cirklon! Ich glaub ich hab mir schon alle Videos dazu angeguckt ;-) Wäre ich nicht mit dem Step64 vorerst hinreichend bedient, wär der Cirklon definitiv erste Wahl.
Beim Minimode bin ich ja noch sehr skeptisch. Der controler dummy sach live irgentwie unförmig aus. Die Potis viel zu klein und warum ne Minitastatur? Den SID hab ich leider nicht hören können, der sah aber sehr schön aus ;-) bin da auch mal gespannt.
Der Beat Thang wirkte auf mich noch nicht wirklich überzeugend. Da war mir die 808 am vintage Stand lieber :D
Danke für den Bericht. Ohne ihn währ ich sicher an den ein oder anderen Ständen vorbeigerannt.
.. ja das ist richtig ;-) die “Klappfunktion” ist nochnicht realisiert worden wie mir auffiel..
Ja, den Prototyp vom Minimode würde ich ebenfalls noch äusserlich Überarbeiten.
Wenn er gut klingt, sollte er auch gut aussehen, oder ?
Was ist eigentlich aus dem Schmidt Synthesizer geworden? Liegt das Projekt auf Eis?