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Special: Avid, Mbox Mini, Mbox, Mbox Pro, Audiointerfaces

Mboxen 3G

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Die Mbox-Serie, die vormals von Digidesign in Version 1 und 2 hergestellt und vertrieben wurde, gibt es nun in der dritten Inkarnation. Inzwischen hat sich Avid auch Digidesign einverleibt. Daher sind es also nun AVID M-Boxen. Der weltweite Trend zur Monopolisierung ist also auch hier zu beobachten – mag man dazu stehen, wie man will.

In diesem Special soll das Augenmerk nicht nur auf die einzelnen Interfaces gerichtet werden, sondern vor allem auf die Unterschiede untereinander.

Die M-Box-Familie der 3. Generation

Die M-Box-Familie der 3. Generation

Auch in 3rdG gibt es nach wie vor drei Modelle für verschiedene Einsatzzwecke und Ansprüche: M-Box Mini, M-Box, M-Box Pro. Die Optik sowie die Hardware wurde komplett überarbeitet. Dabei wurde vor allem dem Flaggschiff M-Box Pro eine Erweiterung der Anschlussmöglichkeiten mitgegeben. M-Box Mini und M-Box blieben in ihrer Funktionalität gegenüber Version 2 weitgehend gleich.

Allen M-Boxen mit der Pro-Tools-Option liegt eine Version der DAW Pro-Tools 9 mit Option auf ein Upgrade auf Pro-Tools 10 bei. Dazu gibt es noch 70 Effekt- und Instrumenten-Plug-ins, sowie eine 8GB Soundlibrary für den Sampleplayer. Die Software ist jedoch nicht Gegenstand dieses Specials, sondern die von Avid sog. Standalone-Versionen der Interfaces ohne DAW-Software.

Installation

Um die Treiber zu installieren, muss mindestens WindowsXP mit SP3 vorhanden sein, sonst streikt die Installationsroutine. Windows 7 wird unterstützt und vermutlich auch Vista, was jedoch nicht auf der Herstellerseite offiziell aufgeführt wird. Falls nicht vorhanden, wird auch das Microsoft c++ 2005 redistributable Package installiert. Mac OSX wird ab der Version 10.5.8 unterstützt. Danach funktionieren die M-Boxen mit ASIO, Core Audio, WDM, MME und Multi-Client-Treibern und haben ein eigenes Control-Panel.

Erster Eindruck

Die Avid M-Boxen sehen sich selber im oberen Mittelklassebereich und wurden gegenüber der zweiten Generation schaltungstechnisch komplett überarbeitet. In monatelanger Entwicklungszeit wurde mit Teams von Ingenieuren und kritischen Produzenten und Musikern Elektronik und Benutzerfreundlichkeit Stück für Stück optimiert, um auch hohen Ansprüchen zu genügen. Soviel ist dem M-Box Technology Guide zu entnehmen, in dem auch alle wichtigen Messdaten zu finden sind. Diese sind auf den ersten Blick sehr ordentlich mit Rauschabstandswerten von -110 dB und extrem linearen Frequenzgängen. Was sofort auffällt, die M-Box Mini kann bei den gemessenen Werten nicht mithalten, wohingegen die Messwerte für M-Box und M-Box Pro absolut identisch sind. Das wiederum legt den Schluss nahe, dass in diesen beiden Modellen auch die gleiche Schaltung zum Einsatz kommt.

Auch Äußerlichkeiten zählen

Allen Geräten ist die Optik sowie die mechanische Ausführung gemein. Das Gehäuse aus widerstandsfähigem extrudiertem Metall umschließt ein inneres Metallchassis. Damit werden alle Störstrahlungen draußen gehalten, und die Geräte erhalten so eine bullige Robustheit und angenehme Schwere. Die großen Drehregler für das Monitoring lassen sich angenehm sanft regeln und liegen griffig in den Fingern. Die Gain- und Kopfhörerregler haben einen sehr rutschfesten Gummiring an der Spitze, mit dem man sehr feinfühlig agieren kann. Alle Gainregler bieten auf Zug ein 20 dB Pad für laute Signalquellen.

Um die grundsätzlichen Unterschiede aufzuzeigen, bietet sich die Tabelle auf der Herstellerseite an, welche aus Gründen der Bequemlichkeit hier wiederholt ist.

  Mbox Mini Mbox Mbox Pro
Allgemein
Maximale Audioauflösung
24 Bit/48 kHz
24 Bit/96 kHz
24 Bit/192 kHz
Verbindungstyp
USB 1.1 (mit eigener Stromversorgung)
USB 2.0 (mit eigener Stromversorgung)
FireWire (mit eigener Stromversorgung)
Software bei nicht-standalone Versionen
Nur bei Pro Tools + Mbox Mini mitgeliefert:

 

Nur bei Pro Tools + Mbox mitgeliefert:

Nur bei Pro Tools + Mbox Pro mitgeliefert:

Analoge und digitale Ein-/Ausgänge (I/O) und Preamps
Gesamtanzahl simultaner I/O-Kanäle
2/2
4/4
8/8
Simultane analoge Ein-/Ausgänge
2/2
2/2
6/6
Mic-Preamps
1
2
4
Inserts
4
Instrumenten-DI (Direct Input)
2
2
2
Digitale Ein- und Ausgänge
S/PDIF (2 Kanäle)
S/PDIF (2 Kanäle)
MIDI I/O
1/1
1/1
Integrierte Features
DSP-Effekte onboard  
Ja
Ja
Integrierter Gitarrentuner (Stimmgerät)  
Ja
Ja
Phantomspeisung (48 V)
Ja
Ja
Ja
Soft-Clip-Limiter
2 (für Mikrofon-Preamps)
4 (für Mikrofon-Preamps)
Belegbare Software-Steuertasten  
Ja
ja
Monitor-Bedienelemente
Mono, Dim
Mono, Dim, Mute
Weitere Ein-/Ausgänge
Alternative Source-Inputs mit Umschaltung zwischen mehreren Monitoren    
Ja
Wordclock-I/O    
Ja
Stereo-Kopfhörerausgang
1 (6,3-mm-Klinke) mit Lautstärkeregelung
1 (6,3-mm-Klinke) mit Lautstärkeregelung
2 (6,3-mm-Klinke) mit separaten Lautstärkereglern
Fußpedal-Eingang    
Ja

 

Die M-Box-Familie - eine Rückansicht

Die M-Box-Familie – eine Rückansicht

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Klangbeispiele

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    sonorus

    Na was denn … kein Wort über die On-Board Effekte? Delay u. Hall … Die sind nämlich nur MONO ausgelegt! Ja wirklich Echt absurd sowas! Ein Hall in mono … mannomann!
    Wie man sieht ist nicht nur die Preispolitik von AVID fragwürdig!

  3. Profile Photo
    synthlab01

    Digidesign wurde bereits von 1995 von Avid gekauft. Von einverleibt kann also im Jahr 2012 keine Rede sein. Avid hat bereits seit 2010 das Label Digidesign durch Avid ersetzt. M-Audio ist übrigens auch eine Marke von Avid die 2004 aufgekauft wurde. Die Audio-Interfaces von Avid und M-Audio daher als Konkurrenzprodukte zu bezeichnen finde ich nicht ganz passend, da Avid mit diesen beiden Produktfamilien unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Preisen und Anforderungen anspricht.

  4. Profile Photo
    MrMeloD

    Hi,

    würdet ihr mir vom Klang und der Latenz eher das Komplete Audio 6 oder die Avid MBox empfehlen.
    Ich freue mich über eine Antwort!

    Danke
    Fabian

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