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Special: HK-Audio, Soundcaddy One, Kompakt-PA

Rock´n Roll-Roller?

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Das neueste Modell von HK-Audio ist eine transportable PA auf Rollen, welche nach dem Grundprinzip eines Line Arrays funktioniert. Der Vorteil hierbei ist eine sehr gleichmäßige Schallabstrahlung in den Raum hinein. In der Praxis bedeutet das: In den hinteren Reihen ist die Verständlichkeit immer noch gut, ohne dass es den Zuhörern in der ersten Reihe das Trommelfell malträtiert. 

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Aus seiner stabilen Umverpackung geschält, ist das Trumm schon wesentlich schlanker und macht einen überaus soliden und edlen Eindruck: Ein geruchloser und auch bis in die letzte Ecke sorgfältig aufgetragener Strukturlack in schwarz ist das Finish eines absolut perfekt verarbeiteten Gehäuses. Von Kopf bis Fuß findet sich hier jedes Teil mit einem solch hohen Maß an Detailqualität, dass es einem detailverliebten Charakter wie mir ein Genuss ist. 

Dieser erste Eindruck lässt sich noch steigern: Mit einem kräftigen Druck auf die Oberseite fährt die Mittel-/Hochtoneinheit sanft und gleichmäßig wie einst die selige Saturn V-Mondrakete Richtung Himmel und sorgt schon einmal optisch für ein Aha-Erlebnis. Mit Hilfe eines Feststellrings unterhalb des ausfahrbaren Teils lässt sich die Stange dann auf die gewünschte Höhe einstellen, welche mit 210 cm Gesamthöhe durchaus beachtlich ist und selbst bei Bodenaufstellung eine gute Schallabstrahlung in die hinteren Reihen gewährleistet. Auf dem Bühnenboden wird man oft mit einer geringeren Höhe auskommen als maximal möglich ist respektive auch in größeren Veranstaltungsräumen gut klar kommen.

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Auf der Rückseite befindet sich eine vierkanalige Anschlusseinheit, an der sich dynamische Mikrofone, Instrumente, externe Mischpulte, MP3-Player etc. anschließen lassen. Zwei Kanäle sind mit einer besonderen Art der Klangregelung versehen, die stufenlos von Richtung “Flat” auf “Speech” (also Sprache) eingestellt werden kann und mit zunehmender Rechtsdrehung die relevanten Frequenzanteile der menschlichen Stimme betont. Die beiden anderen Kanäle sind reine Line-Eingänge und verfügen jeweils über einen “Contour”-Regler, auf welchen im Laufe des Testberichtes noch weiter eingegangen wird. Diese Line-Eingänge sind übrigens so ausgelegt, dass man Stereosignale anschließen kann, auch wenn man nur einen Soundcaddy besitzt bzw. einsetzt. Intern werden diese Signale dann auf Mono summiert und alles passt. 

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Des Weiteren finden wir einen Regler zum Abschwächen der Bassfrequenzen sowie einen Cinch-Ausgang zum Anschluss eines Aufnahmegerätes. Der symmetrische Line-Out dient zum Anschluss eines weiteren Soundcaddys, der dann entweder die zweite Stereoseite übernimmt oder als Monoslave arbeitet, dafür gibt es einen extra Umschalter.

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Innere Werte

Jeder Soundcaddy One wird von einer mit 600 Watt ordentlich leistungsstarken Class D-Endstufe befeuert, welche den Leistungshunger der 3 Tiefton- sowie 6 Hoch-Mitteltöner stillt. Eine so schlanke Säule mit einer solchen Vielzahl von Lautsprechern zu bestücken, ist schon gewagt und man fragt sich erst mal, wie man das alles vernünftig abstimmen soll. Aber okay, die HK-Leute bauen ja nicht erst seit gestern Lautsprecher, man wird also sehen (bzw. hören). 

Zum Test wurden mir zwei Soundcaddys geschickt, da ich unbedingt die Stereowirkung eines verkoppelten Systems testen wollte. Einer der Vorzüge dieser Lautsprecher ist ja die Möglichkeit, zwei Geräte zu verkoppeln, wobei das zweite Gerät dann entweder als Stereo-Säule den rechten Kanal übernimmt oder als zweites Mono-Gerät die Gesamtsumme. In der Mono-Betriebsart können auch mehr wie zwei Soundcaddys verkoppelt werden.

Mit welcher Musik wurde getestet?

Neben meinen eigenen Mischungen habe ich wieder mein Standardsortiment verwendet, welches bei jedem Lautsprechertest zum Einsatz kommt. Zudem hat sich mein Musikfreund Michael Linzmeier mit seiner E-Gitarre direkt und ohne Umwege in die Soundcaddys eingeklinkt, um das Ansprech- sowie Rauschverhalten des Systems anzutesten. Der Klang seiner Gitarre war überzeugend und der Gain des zugehörigen Mischpultkanals für eine gehobene Lautstärke ausreichend.

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Sigi Schwab & Percussion Academia: LIVE

Diese Aufnahme ist exzellent zur Beurteilung von dynamischen Feinheiten geeignet, da erstens Spitzenmusiker an bestem Instrumentarium aufspielen und zweitens der Scheibe (entgegen dem derzeitigen Blödsinn der Totkomprimierung) auch eine wohltuende Portion Dynamik gelassen wurde.

Status Quo: BLUE FOR YOU

Knackiger Blues-Rock zum Lautstärketest und wie es so mit dem Druck einer Box aussieht. Besonders der “Mystery Song” eignet sich dazu besonders gut, da er sich langsam aufbaut, zudem sollte der starke Choruseffekt auf der Gitarre am Anfang des Songs auch bei monophoner Wiedergabe einer Box noch angenehm klingen.

Yello: FLAG

Wundervoll gemischtes Meisterwerk mit edlem Synthsound und vielen musikalischen/tontechnischen Gimmicks. Gibt Aufschluss darüber, wie “edel” diese Mischung wiedergegeben werden kann.

Dolcenera: UN MONDO PERFETTO

Eine emotionelle Frauenstimme vom Allerfeinsten mit einer erstklassigen Band im Hintergrund. Dolceneras Stimme erscheint vor guten Studiomonitoren wie plastisch davorstehend. Hier zeigt sich, wie “in sich stimmig” und räumlich ein PA-Lautsprecher arbeitet.

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