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Test: Access Virus TI2 Up-Date OS 4.5 & Virus Dark Star, Synthesizer

Access Virus OS 4.5

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Im Juni 2009 testete AMAZONA.de Autor Chris Pfeil die OS-Version 3.0 ACCESS Virus TI2 und war begeistert. In den vergangenen 2 1/2 Jahren ruhte sich ACCESS aber nicht auf diesen Lorbeeren aus, sondern entwickelte zahlreiche Features, die wir Ihnen in diesem Update vorstellen wollen und erneut bewerten werden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der neue “Virus Dark Star”, der soeben im ACCESS Universum gelandet ist – und bis auf seine Farbgebung identisch ist mit dem bereits erhältlichen Virus TI2 Polar. Nur statt der schneeweißen Oberfläche präsentiert sich der Virus Dark Star im coolen Dunkel-Anthrazit-Look.

Kommen wir nun aber zu den inneren Werte des neuen OS. Als Basis-Lektüre empfehlen wir übrigens unseren ausführlichen Virus TI2 Test, den Sie HIER finden.

Der Virus Dark Star ist gelandet

Der Virus Dark Star ist gelandet

Das Betriebssystem des Virus TI (Total Integration) ist mittlerweile bei der Version 4.5.3 angekommen. Neben zahlreichen neuen Effekten, Modulationsquellen und Filterarten wurde auch das Virus Plug-in stetig weiterentwickelt. An der Hardware hat sich seit den TI2-Modellen wenig getan, abgesehen von einigen schönen Sondermodellen mit neuen Farben. Aktuell kann der Virus TI2 Polar in der „Dark Star“-Edition erstanden werden, im edlen schwarzen Kleid mit roten LEDs. Ich testete mit einem weißen Virus TI2 Polar, einem MacBook Pro mit Intel i5 und 8GB RAM, Ableton Live 8.2.5 und Steinbergs Cubase 5. Es kam zu keinen Abstürzen, Aussetzern oder Aufhängern.

Alles groovt

Also schön der Reihe nach – oder dem Interface. Fangen wir oben links an, beim Arpeggiator. Dieser mutierte ab Version 4 zum flexiblen Groove-Werkzeug (Step Arpeggiator), mit dem sich alle Parameter der Modulationsmatrix rhythmisch verändern lassen.

Einfach in der Modulationsmatrix die neue Quelle „Arp Input“ wählen und einem beliebigen Parameter zuordnen – schon groovt der Sound zum gewählten Pattern. Dieses schraubt man sich in einem neuen Editor im Virus Plug-in relativ einfach zusammen. Nützliche Knöpfe verbiegen die Sequenz zufällig in Länge, Höhe und Platzierung, so dass schon mit wenigen Klicks interessante Muster entstehen. Hier lässt sich auch einstellen, ob der Arpeggiator die Tonhöhe oder nur die Parameter der Modulationsmatrix verändert. Dafür gibt es einen extra Modus namens „Arp > Matrix“.

Arpeggiator mit neuem Pattern-Editor

Arpeggiator mit neuem Pattern-Editor

Klangbeispiele

  1. Profilbild

    Ich habe den Eindruck als gehe dem Virus so langsam die Puste aus. Auch scheint mir ein Instrument mit einer solchen eingeschränkten Synthesearchitektur überteuert. So richtig neues kam eigentlich schon lange nicht mehr dazu und diese Filter- und Effektupdates reißen das auch nicht wirklich raus. Das der Dune einem Virus gefährlich werden kann ist das Pünktchen auf dem “i” des Wortes Unsinn.
    DIVA von u-he kann hier den Virus beerben. Das aber liegt wie so vieles im Auge (Ohr) des Betrachters (Hörers) :-)

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      rz70

      seh ich nicht so, finde der Virus ist immer noch ein tolles Instrument. Ich besitze die DIVA auch und liebe das Teil, finde den Unterschied zwischen echter Hardware und Software (egal wie gut die ist) immer noch immens. Mache immer noch gerne einfach mein Hardware an und improvisiere ein paar Stunden. Das geht mir leider bei jeglicher Software ab.
      Bei Urs DIVA sieht man auch, was für Power ein richtig guter Softsynth braucht. Das ist aber in meinen Augen auch ok, die Power gibt es ja auch zu kaufen.
      Über Preise kann man natürlich immer streiten ;-).

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        Es wird immer einen Unterschied geben aber nicht beim Virus. Der Virus ist Software in einem Kunststoffmantel mit Reglern drauf und die DSP´s übernehmen die Arbeit die der PC bei der Software leisten muss. Hier also von echter Hardware zu sprechen ist also schlichtweg falsch. Genauso könntest Du diese HardwareController
        http://www.....lcome.html nehmen und an den Rechner anstöpseln. Der selbe Effekt, außer natürlich die DSP´s.

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          rz70

          :-). Du machst es dir wirklich einfach. Schalte mal deinen PC aus und mach dann mit dem Gerät Musik. Ich bin mir sicher das beim Virus mehr raus kommt als bei deinen Hardware-Controller ;-). Es ist halt ein Unterschied ob ein Dongle nur mit dem Rechner läuft (z.B. UAD Plugs) oder ob der Synthesizer genauso auch ohne PC/Mac funktioniert. Es wäre was anderes wenn der Virus sich die Power vom PC/Mac holen würde. Aber das macht er nicht.
          Nur mal so als Info, so gut wieder jeder nicht rein analoge Synth der letzten 25 Jahre arbeitet mit einem Prozessor und einer Kunststoffhülle.

          Wie gesagt, der eine arbeitet lieber mit einer abgestimmten Hardware. Der Link ist wirklich interessant aber Preise hab ich da auch nicht gesehen. So einen DIVA Controller für 300 € würde ich auch nehmen, aber ich glaube nicht das man den dafür bekommt.

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            Nur mal so als Info, so gut wieder jeder nicht rein analoge Synth der letzten 25 Jahre arbeitet mit einem Prozessor und einer Kunststoffhülle.

            So ist es. Ein Synth der sich Hardware nennt und Processoren an Bord hat ist für mich keine Hardware. Dieser Begriff ist mit dem verschwinden der alterwürdigen Analogboliden unter gegangen. Da gabs Platinen und Transistoren und Kondensatoren die den Sound gemacht haben. Keine CPU und auch keine Software. Einen richtigen Minnimoog z.B. kann ich auch nicht Updaten. Keine CPU, keine Software.
            Ist meine persönliche Meinung dazu.
            Was die Controller angeht. Die werden leider nicht verkauft. Finde ich sehr schade aber Mario macht das als Hobby.

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              a.leuenberger

              Ob Hardware oder nicht: Für mich zählt das Resultat. Und mit dem Virus komme ich immer schnell zu einem ziemlich guten Sound, was mir mehr Zeit lässt, um Musik zu machen. Mit den alten Analogen war das viel umständlicher…

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                Ich weiß nicht was da umständlicher als aktuelle “Hardware” sein soll. Wie ein Oberheim oder ein PPG oder wie auch immer muss auch der Virus eingeschaltet werden. Die T I des Virus lassen wir mal außen vor. Ist ja Software.

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                  filterfunk

                  Einen Hardwaresynth als “Software” zu bezeichnen ist sicherlich Humbug. Selbst das Beispiel mit PPG ist falsch, denn die PPG’s bestanden sicherlich nicht nur aus Analog-Bauteilen…
                  Das primäre Unterscheidungsmerkmal zwischen Hardware und Software-Synthesizer ist, ob sie ohne Comuputer-Host arbeiten, oder nicht.
                  Oder mit anderen Worten: Ist es ein reelles, physikalisch vorhandenes Musikinstrument, oder nur virtuelles Produktionswerkzeug, dass immer ein, oder mehrere Controller + Computer braucht, um es überhaupt bedienen zu können.
                  Der Virus ist beides. Er ist auch ohne Computer komplett bedienbar und funktionsfähig, lässt sich aber auch als vollwertiges VST-Plugin betreiben.
                  Er verbindet somit die klassischen Disziplinen der Hardware- und Softwarewelt.
                  Das, und die langjährige, kostenlose Produktpflege von access, finde ich herausragend. Aber das hat halt seinen Preis, der aber m.E. gerechtfertigt ist.

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              DanielT

              Nach der Logik war dann aber der Jupiter 6 oder 8, oder der P5 auch schon keine Hardware mehr.

              Interessant…

              Und 303, 808 oder 909 ebenfalls…

  2. Profilbild
    75631

    Ich finde vor allem die neuen Chorus und Verstimmungseffekte sehr erwähnenswert! Durch die hatte ich zum ersten mal das Gefühl, richtig schöne schwummrige Flächen zu haben. Einige der neuen Presets klangen deutlich “analoger” als ich es von einem Virus jemals gehört habe.

    Dennoch fehlt mir klanglich eine gewissen tiefe… ein fettes Grummeln in den Bässen, aber das ist eine andere Geschichte.

    Der Virus klingt wie er klingt und das ist auch gut so! Diese ewigen Diskussionen ob man ihn jetzt mit Software oder Hardware vergleichen kann oder soll will doch keiner mehr hören.

  3. Profilbild
    vaneyk

    Hallo,
    gerstern habe ich den Virus Ti2 Polar angespielt und war begeistert. Auf dem Gebrauchtmarkt sind allerdings die Ti2 weniger häufig anzutreffen als die Ti. In einem anderen Test hier bei Amazoan liest man bezüglich des Ti2 “Manche Effekte wie zum Beispiel der Bit- und Rate-Reducer wurden sogar so weitreichend verändert, dass sie in alter und neuer Version zur Verfügung stehen. Die zahlreichen Verzerrer helfen auf jeden Fall, dem Sound des TI mehr LoFi, Wärme oder sattere Obertöne zu verleihen.”
    Liegt das nun am Ti2 selbst, oder am neuen OS? Wenns am neuen Betriebssystem liegt, und ich update einen Ti, dann müßte er doch auch über die o.g. klanglichen Qualitäten verfügen, oder? Oder klingt der Ti2 durch die beschriebenen Neuheiten in diesen Bereichen einfach anders/ besser als der Ti?
    Vielen Dank für die Antwort!

    • Profilbild
      a.leuenberger

      @vaneyk: Die beiden Versionen tönen genau gleich. Das alt und neu im Artikel bezieht sich auf die Betriebssysteme, nicht auf die Hardware. Der einzige Unterschied ist, das der TI2 mehr Leistung hat, also mehr Stimmen aufs Mal spielen kann.

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