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Test: Adam Audio, A5X, Aktiv-Lautsprecher

Studiomonitor

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Ende des Jahres 2008 habe ich die ADAM A5-Monitorlautsprecher getestet und für „gut“ befunden (siehe Link am Ende dieses Berichts).

Die A5 hatte zeitlebens mit Selbstfindungproblemen zu kämpfen. In den beiden Hochglanzversionen und dem markanten „Ballwurfschutzgitter“ besaß sie eher die Anmutung eines Lautsprechers für die Festinstallation in Galerien und Frühstückscafés. Die aufwändige Optik machte den Lautsprecher teurer, für den Einsatz im Studio aber nicht attraktiver. Folglich wurde eine etwas preiswertere „Pro“-Version mit robusterem Kunststoff-Furnier angeboten. Jedoch schien auch die klangliche Abstimmung der A5 eher für multimediale Zwecke und kleinere Beschallungsaufgaben geeignet: Allein die Hochtonwiedergabe konnte uneingeschränkt überzeugen; die mittleren Lagen tönten etwas zweidimensional, während es im Bass an Dampf und Spielfreude mangelte.

Zur Lösung des Problems hat die A5 konsequenterweise gleich zwei Nachfolger erhalten:

Die “schöne, multimediale Eva” ARTist 5 möchte ich bei AMAZONA nur kurz vorstellen; mein Test widmet sich vorrangig dem „Studiomonitor“ ADAM A5X.

ARTist 5

Der Produktname der ARTist 5 zum empfohlenen Stückpreis von 460,- Euro weist auf den viel gerühmten ART-Hochtöner von ADAM und das gediegene Äußere der Box hin: Die ARTist 5 erinnert stark an die A5, das schützende Lochblech ist aber einer Textilblende gewichen.

NICHT mein Testobjekt, aber schön: ADAM ARTist 5 in der apfelweißen Ausführung

NICHT mein Testobjekt, aber schön: ADAM ARTist 5 in der apfelweißen Ausführung

Die Schallwand der A5X verzichtet aus ästhetischen Erwägungen auf eine schalllenkende Gehäusegeometrie. Die beiden Bassreflexöffnungen wurden sind zu einem horizontalen Schlitz vereint, der sich am oberen Rand der Rückseite des Lautsprechers befindet, in die auch das Anschlussfeld mit Verstärkermodul eingelassen ist. Ein-/Aus-Schalter, Kontrollleuchte, Lautstärkeregler sind erfreulicherweise weiterhin an der Unterseite der Schallwand zu finden, ebenso ein neuer Eingang für ein 3,5 mm-Klinkenkabel. Alle diese Eingänge sind immer parallel geschaltet.

Wie in allen aktuellen Modellen wurde der verbesserte X-ART Hochtöner verbaut, zudem verfügt die ARTist-Serie über eine optimierte Verstärkertechnik. Eine USB-Schnittstelle überträgt digitale Audiodaten vom Rechner zum Lautsprecher, und das meist in weit besserer Qualität als mit der eingebauten Soundkarte. Hinter dem D/A-Wandler im Lautsprecher arbeitet eine konventionelle, mit diversen Operationsverstärkern bestückte Frequenzweiche.  

Das „multimediale“ Profil der ARTist 5 wurde also geschärft, während wahre „ARTISTen“, also Musiker, nicht länger als vorrangige Zielgruppe dieses Lautsprechers angesehen werden. Eine Ausnahme bilden all jene, die bereit sind, fürs „schönere, multimediale Musizieren“ einen etwas höheren Preis zu bezahlen; angesprochen sind natürlich vorrangig die Jünger der Apfelfraktion. Die ARTist 5 ist das erste am Markt erhältliche Mitglied einer ganzen ARTist-Produktfamilie, die sich auf der Website hinter dem Reiter „Multimedia“ verbirgt.

A5X

Die ADAM A5X ist aus gänzlich anderem Holz geschnitzt und schöpfungsgeschichtlich als zielgruppenadaptierter Abkömmling der Eva zu betrachten. Männerphantasien?

Die Frontseite der A5X mit Bedienpanel und Bassreflexöffnungen.

Die Frontseite der A5X mit Bedienpanel und Bassreflexöffnungen.

Die A5X gehört nun allein der Pro Audio-Range des Herstellers und richtet sich an Musiker, Produzenten und AMAZONA-Leser der „alten Schule“. Der empfohlene Stückpreis liegt bei 395,- Euro. Dabei sind Lautsprecher-Chassis und Verstärkertechnik trotz abweichender Anordnung identisch mit der schönen Schwester. Lediglich auf die USB-Schnittstelle und eine frontseitige Miniklinke muss verzichtet werden. Ganz „Pro“ besteht das Gehäuse aus einem vergleichsweise reizlosen MDF-Rahmen mit aufgesetzter Schallwand und rückseitig eingelassener Aktivelektronik und verzeiht auch die vorübergehende Ablage von Aschenbechern, Bierdosen und Pizzakartons.

Die Schallwand verfügt über Abschrägungen auf Höhe des X-ART-Hochtöners, die das horizontale Abstrahlverhalten verbessern sollen. So wirkt die A5X wie eine gesundgeschrumpfte Reinkarnation der ADAM-„Klassiker“ P11A und P22A, was weder den Hersteller noch die Käufer ernsthaft stören dürfte.

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    Lopez

    Der A5X ist ein super Monitor.
    Aber im Bassbereich etwas dünn – da muss noch ein guter Sub dazwischen, um ein wirklich gutes Klangbild zu schaffen.
    Trotzdem bleibt es ein super Monitor, und man kann damit verdammt gut abmischen.

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    rehab

    als 5.1 waren die A5x meine Wahl. Zusätzlich ein Sub 12 und es tönt bombastisch. Ich benutze das System um PS3 auf einer Leinwand zu Zocken und Filme anzuschauen. Für das reicht es allemal.

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