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Test: American Audio, VMS4.1, Vier-Kanal-DJ-Midi-Controller

AmericanAudio VMS4.1

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Auf der NAMM Show 2010 hatte American Audio damals seinen viel bestaunten VMS4 vorgestellt, den wir dann im Herbst auch endlich zum Testen in den Fingern hatten. Ein Jahr später überraschte American Audio dann mit dem Nachfolger seines Erfolgsmodells, dem VMS4.1.

Nun gilt bei Software ja, dass die Änderung einer Stelle hinter dem Komma lediglich als kleines Update zu werten ist, das es überdies zumeist für die Besitzer der Erstausgabe dann auch kostenlos gibt. Was bei dem VMS4.1 natürlich nicht der Fall ist. Zum anderen ist die Art der Bezeichnung bei Hardware-Produkten auch eher ungewöhnlich; jedenfalls kann ich mich nicht an einen Numark M8.1 oder an ein Yamaha KX8.3 erinnern.

Daher herrscht erst einmal Verwirrung in der DJ-Szene: Was hat der VMS4.1, das der VMS4 noch nicht hatte? Lohnt es sich, sich von seinem Vorjahresgerät zu trennen, um upzugraden?

American Audio VMS4.1American Audio VMS4.1

VMS – was ist das?

Der VMS wird von American Audio im Manual selber wahlweise als „Digital Work Station“ und als „PC Media Controller“ bezeichnet. Auf der Website dagegen ist es ein „4-Kanal All-In-One-MIDI-Controller“, was Einsatzgebiet und Leistungsumfang dann wohl auch am besten trifft. „All-In-One“ ist auch nicht übertrieben, besitzt der VMS4.1  doch neben den für DJ-Mixer üblichen Controllern wie Jogwheels, Fader und Knobs auch eine integrierte Soundkarte, ein Mousepad wie ein Notebook sowie zwei Touch-Strips. Alle Knobs, Buttons und Fader des VMS4.1 lassen sich auch als MIDI-Controller einsetzen.  

Ausgepackt

Mit zum Lieferumfang gehören neben dem Netzklotz ein USB-Kabel, eine CD mit der speziell angepassten Edition des „Virtual DJ Limited Edition“ und ein 27-seitiges englisches Manual – weitere Sprachen gibt es als PDF auf der AA-Website.

Eines ist schon mal sicher: Am soliden Gewicht und der massiven Bauweise des VMS4.1 hat sich schon mal nichts geändert. Noch immer bringt das Gehäuse in durchgehender Metallbauweise gut sechs Kilo auf die Waage (woran auch sicher die 1,6 mm starke Frontplatte ihren Anteil hat), womit sich der außerhäusige Einsatz fast von selbst verbietet: Diese Maschine ist eher für lokale Missionen gedacht – es sei denn, man wuchtet die 48x32x4 Zentimeter in ein Flightcase. Die großformatigen Gummischoner, die an den Ecken des Gehäuses angebracht sind, sollen dann vermutlich auch eher Umstehende und die Umgebung vor des VMS4.1 schützen als umgekehrt: Da bedarf es schon extremer Gewalteinwirkung von außen, um dem VMS4.1 auch nur einen Kratzer zu verpassen.

Der Mixer mit der (Gummi)eckeDer Mixer mit der (Gummi)ecke

Der zweite prüfende Blick gilt den Controllern. Irgendwas anders? Irgendwas neu? Beim Design hat man sich von der farblichen Zweiteilung verabschiedet; statt der grau abgesetzten Flächen oben und unten bei der alten VMS4 gibt’s nun ein durchgehendes Schwarz – sieht gut aus. Die einzelnen Bedienpartitionen sind jetzt auch optisch durch schmale rote Linien getrennt; gut für die Übersicht und fürs Handling. Wie auch die Tatsache, dass die beleuchteten Buttons und LEDs nun etwas heller strahlen – was eventuell auch mit dem neuen, stärkeren Netzteil zu tun haben könnte. Dazu später mehr.

Bei den Reglern, Knobs und Fadern scheint dagegen alles beim Alten geblieben zu sein. Kleinigkeit am Rande: Das gilt leider auch für die (mit 125 mm Durchmesser ausreichend großen) Jogwheels, denen man noch immer diese merkwürdigen Gummischoner für die Ränder mit auf den Weg gegeben hat. An sich eine gute Idee, kann man so doch wahlweise Grip (mit Gummi) oder Sensibilität (ohne Gummi – und ja, ich weiß, dass sich das jetzt etwas seltsam liest) steigern. Allerdings sitzt da nur der eine ordentlich; der andere ist schief gefertigt und hängt halb daneben, das sieht wirklich etwas sehr billig aus.

Nicht wirklich schön: Der GummiringNicht wirklich schön: Der Gummiring

Grundsätzlich scheint sich zumindest äußerlich erst einmal nichts dramatisch groß geändert zu haben.

  1. Profilbild
    mars-l

    Tolles Gerät.

    Ich benutze Traktor. Einfach die passende .tsi Datai aus dem Netz saugen, importieren…. fertig. Das löst dann auch den Minuspunk mit den Effekten auf. Die Gummiringe auf den Jogwheels habe ich einfach ab gemacht. Demnach gibt es keinen einzigen Minuspunkt mehr.

    Klanglich Topt das gerät so ziemlich alles, was ich bis jetzt am Start hatte. Sogar im Vergleich mit dem Traktor S4 MKII finde ich den Klang der VMS transparenter und klarer!

    Man muss bei Traktor einfach verstehen, dass man auf exteres Mixen gehen muss, da der VMS ein echter Hardware-Mixer ist. Das macht sich allein an den Anschlüssen schon deutlich. Im 4ten Kanal habe ich z.b. einen Korg EMX angeschlossen. Hier wäre evtl. ein Midi-Anschluss nett gewesen.

    Also, von mir volle Punktzahl.

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