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Test: Apple Logic Pro 9 STUDIO

Logic Pro 9

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Logic Pro 9

Gute zwei Jahre nachdem Apple mit Version 8 die letzte große Neuerung von Logic Pro veröffentlicht hat, gibt es zum Ende dieses Sommers mit Logic Studio das nächste Update mit Änderung der Zahl vor dem Komma. Die zwei größten Neuerungen sind ohne Zweifel die Flex-Time Funktion, mit der das Programm endlich zu den direkten Konkurrenten wie Ableton Live oder Cubase aufholt und die neuen Plug-ins Ampdesigner und Pedalboard. Doch auch unter der Haube versteckt haben sich ein paar nützliche Verbesserungen eingeschlichen.

 

Installation

 

Logic Studio kommt in einer robusten, golden glänzenden Pappbox, welche 9 DVDs mit insgesamt 56 GB Daten, die Handbücher für Logic Pro und Mainstage, sowie eine gedruckte Installationshilfe beinhaltet. Auf der ersten DVD befinden sich alle grundlegenden Programmkomponenten, also Logic Pro 9, Mainstage, Compressor, Waveburner, Soundtrack Pro und Impulse Response Utilityy, das Programm zum Erstellen eigener Impulsantworten. Auf der DVD ist auch der Installationsassistent enthalten, mit dessen Hilfe alles weitere installiert werden kann und leider auch muss. So ist es nur eingeschränkt möglich, das Klangmaterial der weiteren DVDs nach Belieben auf internen und externen Festplatten zu verteilen. Lediglich die Zubehör-Sounds von Soundtrack Pro können auf einer externen Festplatte installiert werden, die EXS-Instrumente, die Impulsantworten und die Apple-Loops können nur auf der internen Festplatte installiert werden, was angesichts der Datenmenge bei Benutzung mit einem Macbook zu Speicherplatz-Engpässen führen kann.

Die Jam-Pack-Audioinhalte und die Impulsantworten, welche auf den weiteren DVDs verteilt sind, können leider nur über den Installationsassistenten auf die Festplatte gebannt werden. Im Handbuch steht dazu, dass die feste Ordnerstruktur der Grund für diese Installationsroutine ist. Da es im Nachhinein möglich ist, die EXS-Instrumente und Loops sowie die Impulsantworten auszulagern, sollte es auch möglich sein, sie gleich auf einer externen Festplatte zu installieren.

Wirklich stören wird das wahrscheinlich nur Macbook-Nutzer mit zu wenig internem Festplattenspeicher.

Ansonsten gab es bei der Installation keine Beanstandungen, und nach Eingabe der mitgelieferten Registrierungsnummer läuft Logic Pro 9 wie seit Version 8 gewohnt ohne zusätzlichen Dongle.

 

Die angegebenen Mindestvoraussetzungen sind:

 

- Mac Computer mit Intelprozessor

  • 1GB RAM (besser 2GB)

  • Mac OSX 10.5.7 oder höher

  • Quicktime 7.6 oder höher

  • DVD-Laufwerk

  • min. 9 GB freier Speicher

Getestet habe ich auf einem Intel-Macbook mit 1,83 Ghz Dualcoreprozessor und 2 GB RAM unter MacOSX 10.6.

 

 

Auf den ersten Blick

 

Logic Pro 9 Arrangierfenster

Logic Pro 9 Arrangierfenster

 

Nach dem ersten Öffnen wird dem Benutzer oder der Benutzerin eine erweiterte Auswahl an Song-Vorlagen angeboten, bei der vor allem ein Template mit Namen Guitar-Tones ins Auge sticht, doch dazu später mehr. Öffnet man ein leeres Projekt, so scheint optisch erstmal alles beim alten geblieben zu sein. Man bekommt fast das Gefühl, die Version 8 vor sich zu haben, wäre da nicht in der Funktions-Menüleiste im Arrangierfenster ein kleines Symbol mit der Unterschrift Flex.

Flexsymbol

Flexsymbol

Doch bevor die neu implementierte Time-Stretchingfunktion näher betrachtet wird, soll das Augenmerk auf Verbesserungen im Workflow gerichtet sein.

Klangbeispiele

  1. Profile Photo
    tompisa

    Die Flexfunktion ist hervorragend gelungen und auch ansonsten macht Lo9 eine gute Figur. Die Ampmodelle und virtuellen Pedals hingegen klingen über eine gute Gitarre dürftig. Die Gitarre selbst (egel ob Strat oder Semiakustik) klingt stets gleich, d.h. sobald man -welche Gitarre auch immer- die Logic Pro Amp oder Pedal Modelle nutzt, ist eine Strat nicht mehr als Strat zu erkennen und eine Paula nicht als Paula…das matscht irgendwie alles zu . Software Zerre klingt nach wie vor fürchterlich. Egal welche Algorithmen zur Verfügung stehen.

    • Profile Photo
      tom3031

      Mit ein wenig Geduld und der Einstellung, weniger ist mehr, kann oder muss man Ampmodellen wie auch virtuellen Pedalen hoch wertiger Art wie die Logic 9 Simulationen wie auch beim Guitar Rig von Native Instruments schon heran gehen. Beide halte ich für die Besten ihrer Art. Dann klingt auch eine “gute” E-Gitarre wie Strat nach Strat und eine Les Paul ebenso. Wenn man natürlich alles aufdreht, klingt auch alles gleich. Das ist nicht nur eine Krankheit von Usern virtueller Gitarren Effekte. Ich finde, gerade auch bei der konvetionellen Nutzung: “echte” Pedale und echte Amps klingen bei vielen Bands oft genauso wie ein Einheitsbrei. In beiden Fällen eher Einstellungs- und Geduldssache als Fehler in den Algorythmen. Viele Bands wollen diesen undefinierten Bratsound, egal ob virtuell oder “echt”. Meine Strat klingt über Logic9 nach Strat, wenn ich will! Ein wenig Mühe geben. War schon immer so, um einen guten Sound zu bekommen.

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