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Test: AVID Recording Studio & M-Audio Fast Track

Studio preiswert

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Des enregistrements instrumentaux et vocaux de qualité professionelle” steht in Französisch mit deutscher, italienischer und spanischer Übersetzung auf der Verpackung des AVID Recording Studios. Und macht dem kein französisch sprechenden Autor damit zweierlei klar: Zunehmend bilden sich weltweit agierende internationale Konglomerate aus unseren traditionellen Audiomarken und -firmen (wie hier aus Digidesign und M-Audio), und auch in Frankreich, Spanien und Italien muss es wohl Hobby-Musiker geben. Der Satz heißt auf Deutsch nämlich “Instrumente und Gesang professionell aufnehmen – leicht gemacht”, und AVID wendet sich hier erstmal mit einer in China produzierten Einheit aus Protools SE und einem USB-Interface an die internationale Menge von Einsteigern. Damit gibt es jetzt einen neuen minimalen Level für das einst für Normalsterbliche den DAW-Recording-Himmel darstellende amerikanische Produkt: Für etwas mehr als 100 Euro Protools samt Audiointerface mit 24-Bit Wandler … wie sich die Zeiten ändern.

AVID Recording Studio im Hochglanz

AVID Recording Studio im Hochglanz

Die Hardware: M-Audio Fast Track

Der Hardware-Teil des Bundles, M-Audio Fast Track, ist (und war) ein auch außerhalb des Bundles beliebtes und sehr typisches USB-Interface der Einsteigerklasse. Die erste Version war so beliebt, dass M-Audio jetzt einen überarbeiteten Nachschub bringt. Und das schöner, billiger und (vielleicht) besser. Wie schon beim Vorgänger, ist alles kompakt und einfach gehalten: In einem leichten, ansehnlichen und robusten Hartplastikgehäuse verbirgt sich ein Mikrophonverstärker mit zusätzlichem Klinkeneingang für E-Gitarren und zuschaltbarer Phantomspannung für Kondensatormikrophone, ein Kopfhörervorverstärker und natürlich das analoge in digitale Signale wandelnde Interface selber. Es wandelt in 24 Bit bis 48kHz und entspricht damit ganz klar nicht dem hohen (96kHz- oder 192kHz-)Standard für Anspruchsvolle. Der ist allerdings nur bei teurer Gesamtausstattung (sehr gute Mikrophone, edlere Monitore) wirklich sinnvoll, sonst wird man davon kaum profitieren. Auch technisch nicht ganz an der Obergrenze ist die Latenz, mit der die Wandlung erfolgt. Sie liegt bei minimal 8 ms. Neuere Interfaces bieten hier bessere Minimalwerte – die aber wirklich nur bei Einspielung timingkritischer Instrumente über das Keyboard und bei entsprechender Schulung (Hallo Drummer …) merkbar sind. Wenn überhaupt. Für das Einspielen echter Instrumente hat M-Audio trotzdem schlauerweise eine per Taster zuschaltbare Direct-Monitor-Funktion integriert, die latenzfreies Mithören bei der Aufnahme erlaubt. Bedient wird das Interface über drei leichte und griffige Potis für die Regelung der Mikrophon- oder Gitarrenvorverstärkung und die Ausgangslautstärke. Dazu kommen sechs Leuchtdioden zur Anzeige von USB-Stromversorgung, Phantomspeisung, anliegendem Signal an Gitarre- und Mikrophoneingang sowie Übersteuerungen. Ein genaues Auspegeln ist damit also möglich.

In der Praxis lässt sich das Interface gut bedienen und klingt sauber, wenn auch nicht ganz so “kristallklar” wie die Packung verspricht. Es ist eben ein USB-Interface der Einsteigerklasse – erstaunlich gut klingend, rauschfrei, genau, aber nichts für sehr anspruchsvolle Audiophile oder Profianwender. Im Vergleich mit teuren Interfaces fehlt hier ein Quäntchen Druck und Präsenz.

Line-Out und Phantomspeisung: das Fast Track USB von hinten

Line-Out und Phantomspeisung: das Fast Track USB von hinten

Klangbeispiele

  1. Profile Photo
    Philipp

    Durchläuft bei Pro Tools beim Bounce oder der Bearbeitung der Sound das Interface in irgendeiner Weise oder ist die Qualität des Interfaces für das Ergebniss irrelevant solange ich nur mit bestehenden Samples / Aufnahmen arbeite? cheers Philipp

    • Profile Photo
      c.knapp AHU

      Nein, das Interface wird beim Bounce nicht durchlaufen, die Audioqualität bleibt gleich.

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