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Test: Focusrite, Scarlett 8i6, Audiointerface

Die rote Versuchung

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MixControl

MixControl

BONUS

Was liefert uns das Rundum-Sorglos-Software Paket noch? Mit dabei ist eine abgespeckte Version von Abletons Live, mit der man die Möglichkeiten gut ausloten kann. Mit dieser Version ist eine kostengünstige Upgrade-Möglichkeit auf die Vollversion möglich, ein echter geldwerter Vorteil.

Focusrite selbst steuert die Scarlett Plug-in Suite bei. Die hübsch gemachten Standard-FX Hall, Compressor, EQ und Gate sind übersichtlich parametrisiert, so dass auch der Einsteiger gut klar kommen kann. Von Novation kommt die Software-Version der Bass Station, ein einfach zu bedienender Bass-Synthesizer, der mit seinem eigenständigen Sound zu gefallen weiß. Der Aufgabe, mich durch 1 GB beigefügter Samples zu hören, habe ich mich entzogen, ich bitte um Verzeihung.

Plug-in Suite

Plug-in Suite

Fazit

Nun können wir langsam zu einem Fazit kommen: Das Scarlett ist ein einfach zu bedienendes, gut ausgestattetes und gut klingendes Audio-Interface, an dem in seiner Preisklasse viele Anwender Gefallen finden werden. Einige negative Punkte müssen aber dennoch erwähnt werden. So muss das Scarlett mit Netzteil betrieben werden, Outdoor-Recording mit dem Laptop fällt somit flach. Auch empfiehlt die Bedienungsanleitung, das Interface alleinig an einen USB 2.0 Anschluss zu hängen, wird es an einem Hub betrieben, kann das zu Problemen führen. Die MixControl empfinde ich persönlich als umständlich, hier wäre weniger mehr gewesen.

Für Kaufinteressenten, die an ihrem Rechner noch eine Firewire Schnittstelle haben, lohnt sich evtl. ein Blick auf das weitgehend gleich ausgestattete Saphire Pro14 aus dem selben Hause, das im Moment auch noch günstiger zu erwerben ist.

Plus

  • guter Klang
  • vollständige Anschlussausstattung (6x In, 6x Out, Analog und digital, Kopfhörerausgang, MIDI)
  • umfangreiches Software-Paket
  • symmetrische Klinkenbuchsen
  • Preis/Leistung

Minus

  • externes Netzteil nötig
  • USB-Schnittstelle problematisch

Preis

  • UVP: 279,- Euro
  • Straßenpreis: 249,- Euro

  1. Profile Photo
    vssmnn

    Das Interface nicht an einem Hub zu betreiben, ist ein gut gemeinter Ratschlag und kein Mangel.
    Das sollte man bei allen USB-Interfaces beachten.
    Schon allein deswegen, weil es so viele schlechte 0815-Hubs gibt, welche den Speed nicht durchreichen.
    Desweiteren wundert sich der Autor über den ausserordntlichen “Dampf” der Preamps und das externe Netzteil.
    Wenn man “irgendwo” auf der Grünen Wiese was aufnehmen will, hat man einen Field Recorder oder es ist Strom da. Gitarrenamps und Keyboards benötigen auch Strom, da bekommt man auch ein Interface angeschlossen.

    • Profile Photo
      Armin Bauer AHU

      Hallo vssmnn,
      in diesem Fall bedeutet die Benutzung eines Hubs, selbst wenn er gut funktioniert, dass automatisch bei Benutzung eines USB 1 Gerätes an Selbigen der ganze String auf USB 1 runter geht, keine Ahnung, ob sich das nicht technisch besser lösen lässt.
      Der “Dampf” der Preamps heisst, dass sie eine ordentliche Vorverstärkung liefern und war natürlich positiv gemeint.
      USB-Interfaces, die sich über den Bus speisen, gibt es und kann von Vorteil sein.

      • Profile Photo
        dr_roland

        Ja aber es gibt auch solche, die sich via USB Bus mit Strom versorgen, dann aber, wenn der Laptop nicht mehr am Strom angeschlossen ist, nicht mehr genügend Saft kriegen.

        • Profile Photo
          zakb

          … und es gibt’s solche, die mit Notebook Akku UND USB Power funktionieren!! :) Natürlich kann eine solche Kombination von Vorteil sein…

      • Profile Photo
        vssmnn

        Jedenfalls ist das Gerät nicht für den mobilen Einsatz ohne Stromversorgung konzipiert und daher würde ich solche “Kritikpunkte” hier auch nicht anbringen.
        Es muss nicht alles “mobil” sein, was über einen USB Anschluss verfügt, bzw. es gibt dann eben Alternativen.
        Ausserdem, wie lange soll der Akku das durchhalten.

    • Profile Photo
      gaffer

      Technik für Dummies:
      Zu Beginn hatte die USB Schnittstelle ja das Problem, dass sie trotz viel höherer Datenmenge/Zeit als die alten seriellen selbst bei MIDI lausige Ergebnisse brachte. Ein Programmierer erklärte mir damals, das hinge an der Fähigkeit theoretisch bis zu 128 Devices am Bus zu verwalten. Vor lauter Hinhören (auf die möglichen Signale der anderen 127 Teilnehmer) kam USB aus dem Tritt. Man löste das, indem man Treiber so programmierte, dass nur noch EIN Device als anwesend galt. Es durfte natürlich auch nur eines da sein. Das gilt mW. auch für heutige Geräte.

      Daher ein Gerät an einem USB Anschluss. Das war natürlich eine sehr laienhafte Erklärung des Problems, ich hoffe sie war wenigstens richtig…

      Guter Test Armin :-)

  2. Profile Photo
    SpotlightKid

    Bitte liebe Tester schreibt doch in den einleitenden Absätzen eures Berichts, um welche Art von Gerät mit welchen Hauptmerkmalen es sich handelt. Hier weiß ich nach der Lektüre von 3 Seiten immer noch nicht genau, wieviele Ein- und Ausgänge dieses Interface eigentlich hat.

  3. Profile Photo
    villharmonic

    Ich möchte doch mal eine Lanze für die MixControl-Software brechen. Auf der Webseite von Focusrite gibt es Anleitungen und Tutorial-Videos dazu.

    Bei mir ist die MixControl (der FW-Saffire) täglich Brot und ein echter Komfort-Faktor.

    Allerdings ist klar, dass ein umfangreiches (aber nützliches!) Funktionsangebot den Laien eher erschlägt.

    Clemens

  4. Profile Photo
    Mr. MeloD

    Hallo Armn,

    Ist das Interface vom Klang her besser oder schlechter als das Motu Ultralite mk3. Welches Interface würdest du mir empfehlen (motu hat nur 2 Sterne bekommen, ist aber für gute Wandler bekannt)?

    Viele Grüße
    Fabian

    • Profile Photo
      Armin Bauer AHU

      Hi Fabian,

      da ich die beiden Interfaces nicht im Vergleichstest hatte, ist die Frage natürlich schwierig zu beantworten.

      Beide Firmen sind dafür bekannt, dass sie gute Wandler verbauen.

      Wichtig ist natürlich auch die restliche Ausstattung, das MoTu hat mehr Ausgänge, ist StandAlone nutzbar und bietet USB und Firewire an (ich denke , du redest von der Hybrid-Version).
      Kostet dann aber auch 200.- mehr.

      Welche Features du brauchst, ist ohne nähere Infos natürlich nicht zu entscheiden, wenn es dir hauptsächlich um die Wandler geht, würde ich das RME Babyface noch in meine Überlegungen mit ein beziehen.

      Grüsse Armin

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