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Test: IK Multimedia, iRig MIDI & SampleTank für iOS, MIDI Interface für iPhone, iPod Touch und iPad

IKM iRig MIDI

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Ideen haben ist nicht so einfach. Alesis hatte mit dem ProTack als erste die Idee für ein hochkarätiges Recordingsystem für den iPod Touch ab der 2. Generation. Die Pionierarbeit für MIDI hatte Line6 mit dem MIDI Mobilizer I. Die mutigsten Ideen auf MIDI/OSC Basis kamen allerdings mit dem iConnect von iConnectivity und drahtlosem Missing Link von Jabrudian, von kleinen, unabhängigen Firmen. Apple hatte dem Camera Connection Kit zwar eine genial-simple Idee, aber mit der willkürlichen Funktionseinschränkung auf die iPads mal wieder unnötig Zensur betrieben. Das am weitesten zu Ende gedachte Produkt darf sich deshalb wieder Alesis mit dem ioDock auf die Fahnen schreiben. Weitergedacht haben auch IK Multimedia mit dem iRig MIDI, das in der 70  Euro-Klasse der iTouch MIDI-Interfaces restlos aufräumt. Warum, lesen Sie in diesem Test.

iRig MIDI im Betrieb

iRig MIDI im Betrieb

Antizipiert

Das iRig ist ein CoreMIDI-fähiges MIDI-DIN Interface für iPhone (GS) und iPod Touch ab der 3. Generation sowie für die iPad Familie ab iOS 4.3. Getestet wurde es auf einem iPad 2 und einem iPad 4G mit iOS 5.0.1. Neben dem eigentlichen „iNnterface“ befinden sich noch zwei 1,60m lange MIDI-DIN Kabel in der Packung. Anscheinend hat sich das 1,6mm Klinke nach DIN als Standard, der mit dem Line6 Mobilizer 1 für diese Interface-Bauart eingeführt wurde, durchgesetzt. Technische Standards, wenn auch nur de facto, sind schon mal ein äußerst positives Zeichen. Die Qualität der MIDI-Kabel ist sehr gut, doch die Kabel, die dem Mobilizer beiliegenden, sind noch eine Spur besser. Nicht nur, weil die Anschlüsse vergoldet sind, sondern weil der MIDI-DIN-Stecker durch seinen längeren Schaft zu etwas weniger Sorge um einen Kabelbruch veranlasst. Ein tatsächlicher nachweisbarer Qualitätsunterschied muss aber erst noch durch intensive Praxistests bestätigt werden. Die Kabel sind im übrigen kompatibel.
Ebenfalls in der Packung befindet sich eine Registrierkarte für das iRig. Die Registrierung des iRig wird im IKM Store mit einer JamPoint-Gutschrift im Wert von 5 Euro belohnt. Bei niedrigpreisigen Produkten auch nicht mehr so häufig zu finden, ist das fünfsprachige gedruckte Handbüchlein.

iRig MIDI - Quickstart

iRig MIDI – Quickstart

Die Ausstattung des in Italien gefertigten iRigs selbst umfasst, neben dem MIDI Ein- und Ausgang, auch einen harten MIDI-Thru und ist damit eher ein 1×1.5 Interface. Per Softwareeinstellung kann das iRig auch im Soft-Thru Modus betreiben werden.
Das ultimative Killer-Feature ist aber der zusätzliche USB-Ladeanschluss, der über ein handelsübliches Micro-USB-Kabel zum permanenten Laden des iPads, iPhones oder iPod-Touches zur Verfügung steht, während das iRig in Betrieb ist. IKM legen dafür sogar ein entsprechendes Kabel bei. Die Kürze des 38cm langen Ladekabels begründen IKM mit der Funktionsgewährleistung des Ladevorgangs, die bei längeren Kabeln nicht gegeben sei. Wer ausgiebig mit seinem iTouch komponiert und kontrolliert, wird diese Funktion vom ersten Augenblick an nie mehr missen wollen!

iRig MIDI USB Port

iRig MIDI USB Port

Klangbeispiele

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        okaluza

        Dann sollte man bei einer so späten Veröffentlichung mehr auf die Aktualität achten…

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          Markus Schroeder AHU

          mal abgesehn davon dass Sampletank V1.1 keines der angesprochenen Probleme behoben hat, habe ich keinen Einfluss auf den Veröffentlichungsplanung von Amazona.

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            okaluza

            Das stimmt natürlich. Mein Kommentar war auch eher an AMAZONA gerichtet. Eine wesentlich Änderung hat es aber doch gegeben: es gibt jetzt ein iPad Version.

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    feelKlang

    Ich bevorzuge eine adhock MIDI Core Wifi Verbindung. Keine zusätzlichen Kabel, keine zusätzliche Kosten etc.

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      Markus Schroeder AHU

      Ja, für die Verbindung mit dem Computer ist ein iRig MIDI, iConnect etc. keineswegs notwendig.

      Für die direkte Anbindnung an Klangerzeuger die nur einen MIDI-DIN Eingang haben allerdings schon.
      :)

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