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Test: Livid Instruments, CNTRL:R, MIDI Controller

Livid CNTRL:R

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Seit unserem Test des ersten Livid Instruments OHM Controllers hat sich die kleine Manufaktur im texanischen Austin stetig weiterentwickelt. Neben der Modellpflege ihrer bestehenden Produkte (weg von organischen Formen aus Holz, hin zum kantigen Aluminium) kommen auch regelmäßig neue Controller auf den Markt. Dabei belässt es der Hersteller nicht dabei, altbekannte Ideen zu recyceln und den Hundersten 2- oder 4-Deck DJ-Controller auf den Markt zu werfen. Vielmehr erhebt jedes neue Modell den Anspruch, als ein kreatives Performance-Instrument wahrgenommen zu werden.

Meine persönliche Obsession mit MIDI-Controllern rührt genau daher: Als “Meta-Instrument” kommen sie zwar mit fester Bedienoberfläche, zusammengesetzt aus einer überschaubaren Zahl lang bewährter Einzelelemente. In der Verbindung mit Software entwickelt ein gutes Grunddesign dann aber eine Flexibilität, die klassischen Instrumente weit hinter sich lässt.

In diesem Spannungsfeld aus Software und Hardware bewegt sich auch der neue Livid Instruments CNTRL:R. Das Gerät mit dem vokalbefreiten Namen wurde in enger Zusammenarbeit mit Richie Hawtin entwickelt. Hawtins Musik muss man nicht mögen, aber als Early Adaptor digitaler Auflegerei und Live-Performance elektronischer Musik darf man ihm doch eine gewisse Kompetenz zusprechen.

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DESIGN

Hübsch ist er allemal, mit seinem schwarzen Alugehäuse, das wertig, aber nicht zu schwer daher kommt. Alle Kanten sind glatt, die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Vier dicke Gummifüße sorgen für sicheren Stand.

Zwei Parameter standen in der Entwicklung des CNTRL:R von Anfang an fest: In einen Rucksack muss er passen, und mit nur einem USB-Kabel soll er funktionieren. Beides tut er, und das ist super. 48 RGB-beleuchtete Buttons, 24 Drehpotis mit Anschlag und 12 endlose Drehpotis, wiederum mit RGB-Beleuchtung und Push-Button werden per USB mit Strom versorgt. Das sind schon eine Menge Lämpchen, darum war es auch beeindruckend, dass keiner der Testrechner (iMac, MacBook, MacBook Pro und ein altes Acer Notebook) zu wenig Strom für den Betrieb lieferte. Am passiven USB-Hub sollte das Gerät natürlich nicht betrieben werden. Auch die Größe fiel positiv auf: Der Controller ist mit seinen knapp 37 x 25 cm etwas kleiner als ein 17″ Notebook und damit gerade klein genug, um in die meisten Rucksäcke und Taschen zu passen. Dennoch haben alle Regler genug Platz, um auch mit leichten Wurstfingern komfortabel bedient zu werden.

  1. Profilbild
    Moselbeatz

    Ich finde den Artikel sehr hilfreich. Da von Traktor die neuen F1 Controller zwar günstiger sind, jedoch man schon zwei haben sollte (je einer pro Deck) hat die Konkurrenz hier eine super Alternative geschaffen die zudem noch ein paar Funktionen mehr hat, das würde meiner Meinung nach auch den (im Vergleich mit 2 F1 Controllern) leicht höheren Preis rechtfertigen.
    Mich würde die “Verträglichkeit” mit der NIMaschine an einem Rechner interessiern, da diese ja leider keine Line-Fader hat…. könnte eine spannende Geschichte werden.
    Auf jeden Fall einen Test wert, danke an den Autor.

    • Profilbild
      f.dobler ••

      Vielen Dank für die lobenden Worte!
      Die Kombination mit dem Maschine Controller sollte problemlos funktionieren.

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