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Test: Metasonix D-1000 Vacuum-Tube Drum Machine

Metasonix D-1000

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Metasonix ist bekannt für extravagantes Röhrenequipment, extreme Klangverbiegung, geschmackloses Design und exorbitante Preise. Das neueste Produkt, die Drummaschine D-1000, erfüllt jedoch nur zwei der vier vom Firmengründer Eric Barbour zelebrierten „Qualitätskriterien“, schauen wir mal, welche beiden das sind.

 

Vintageröhren in der Plastikbox - Metasonix D-1000

Vintageröhren in der Plastikbox – Metasonix D-1000

 

Eine Drummaschine auf Röhrenbasis, da möchte man ausrufen: Das hat die Welt noch nicht gesehen! Aber es schallt zurück: Doch, hat sie! Die Firma Wurlitzer, einst erfolgreicher Hersteller von Theaterorgeln und dem einzigen E-Piano, das mit dem Fender Rhodes ernsthaft konkurrieren konnte, baute von 1959 bis 1965 den Sideman. Das war ein Beistellgerät für Orgeln, welches neben einem großen Lautsprecher auch eine Rhythmustonerzeugung beinhaltete, die auf Röhrenschaltungen basierte. Metasonix benennt den Sideman in der Anleitung zwar als Vorfahren, jedoch handelt es sich bei der D-1000 keineswegs um eine Art Nachbau oder gar Clone, denn im Gegensatz zum Wurlitzer Presetklopfer ist die D-1000 eine programmierbare Drummaschine mit vier Sounds und einem Ein-Pattern-Sequencer. 

In the Box (im wahrsten Sinne des Wortes)

Die D-1000 ist, wie auch schon das Röhreneffektgerät KV-100 Assblaster, in einer Plastikkiste billigster Bauart untergebracht. Hobbybastler nutzen so etwas für Kleinwerkzeug oder Angler für Haken und Posen. Öffnet man die Kiste, recken sich einem vier schicken Röhren entgegen – ungeschützt! Diese werden zwar im Laufe des Betriebes nicht heiß, aber eine Schutzabdeckung gegen mechanische Beschädigung würde mir doch ein etwas sichereres Gefühl geben. Bei den Röhren handelt es sich nicht um die weit verbreiteten 12AX7-Modelle, die man in unzähligen Vorverstärkern und Kompressoren findet, sondern um den Typ 6CQ8. Eine 12AX7 kann nicht als Ersatz verwendet werden. Wer Metasonix-Geräte kennt, wird über die schlichte Aufmachung des Gerätes verwundert sein. Keine blöden Cartoons (bis auf einen kleinen Aufkleber auf dem Deckel), keine braunen Bremsspuren, noch nicht mal ein anstößiger Name – ist Mr. Barbour etwas seriöser geworden?

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