AMAZONA.de

Test: Miditemp, MP11, MIDI- und Audio-Player

All in One Player

drucken
1 2 3 4 >

In den 90er Jahren waren die Produkte der Firma Miditemp sowohl für die Profi-Liga der Keyboarder, als auch die Fraktion der Home- und Entertainerkeyboarder nahezu unersetzlich. Nach einer Neuausrichtung der Firma kommt mit dem MP 11 nun endlich ein neuer Audio- und MIDI-Player auf den Markt, der die Veränderungen im Bereich Computer, Sequencer und Festplatten  berücksichtigt und das neuste Produkt der Firma Miditemp auf die Höhe der Zeit bringen soll.

Miditemp MP11

Miditemp MP11

Aufbau

Hinter dem Kürzel MP versteckt sich der Name Multi Performer, so dass es sich beim MP 11 um einen vollwertigen MIDI- und Audio-Player mit integriertem Voice-Harmonizer handelt. Das verspricht einiges und deutet daraufhin, dass das Gerät nicht nur für Alleinunterhalter interessant sein dürfte, sondern seinen Einsatz möglicherweise auch bei DJs und anderen Multimedia Anwendungen finden könnte. Doch zunächst ein paar Infos zu den äußeren Werten.

Mit rund 2,4 kg Gewicht und den Abmessungen 31 x 8 x 23 cm ist der MP 11 sowohl für den Einsatz zu Hause als auch auf der Bühne gut geeignet. Als optionales Zubehör bietet Miditemp eine passende Tasche und ein Stativ an. Die Oberfläche des MP 11 ist nach vorne geneigt, so dass sich das zentrale Display sowie alle Bedienelemente sehr gut ablesen und bedienen lassen. Die Oberfläche wirkt auf den ersten Eindruck etwas unübersichtlich, aber ich kann vorweg nehmen, dass die Bedienung sehr einfach ist und man sich nach kurzer Eingewöhnungszeit gut zurechtfindet. Zentraler Blickpunkt ist das farbige 4,3″-LC-Display, was alle wichtigen Informationen des Menüs scharf und deutlich abbildet. Auf Grafiken wird beim MP 11 größtenteils verzichtet, was die Menüführung aber keineswegs beeinträchtigt. Links und rechts vom Display befinden sich jeweils drei Fader, die man zur Steuerung der MIDI-Lautstärken nutzen kann. Dazu später noch mehr. Die restliche Oberfläche wird gefüllt von weißen (Hintergrund beleuchteten) und schwarzen Tastern, zwei Potis, drei weiteren Fadern und das große Drehrad in der Mitte des MP 11. Alle Bedienelemente machen einen sehr robusten Eindruck und bieten ordentliche Druckpunkte.

Die komplette Fronseite des Players

Die komplette Fronseite des Players

Auf der Rückseite des MP 11 finden sich (fast) alle Anschlüsse des Players. Neben dem externen Netzteil-Anschluss, einer USB-to-Host Verbindung und dem Anschluss für einen Footswitch-Controller findet man hier ein MIDI-Trio (In, Out, Thru), einen AV-Out, den Main Out (2x 6,3mm Klinke), den Kopfhöreranschluss (3,5mm Klinke) und einen XLR-Mikrofoneingang samt Gainregler. Abgeschlossen wird die Rückseite mit einem separaten Klinkenausgang, der ausschließlich Click-Signale (beispielsweise für einen Schlagzeuger) ausgibt. Im Prinzip alles da, was das Herz begehrt, aber hinsichtlich des Live-Einsatzes hätte ich mich gefreut, wenn es zumindest kein externes Netzteil gegeben hätte.

Klangbeispiele

  1. Profile Photo
    RoGo541

    Eine weitere Alternative (auch preislich) wäre auch der Korg MP10 Pro mit Vocalist von TC Helicon.
    Ich finde halt generell den Preis für so ein Teil (im Prinzip ein reines Abspielgerät) recht hoch. Vergleicht man den MP11 mal mit einem Korg PA600, welches bis auf den Voiceprocessor fast die selben Sachen und teilweise etwas mehr kann, zusätzlich auch noch ein amtliches Arrangerkeyboard mit Tastatur ist, dürfte ein gefühlter Preis meiner Meinung nach eher bei 300 Euronen liegen.

    • Profile Photo
      Felix Thoma AHU

      Hallo RoGo541,
      ich kenne das PA600 bisher (noch) nicht, aber die Möglichkeiten der Editierung von MP3s und MIDIs ist beim MP11 schon sehr ausführlich und gut gemacht. Da weiß ich nicht, ob das PA600 da mithalten kann. Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren :-)

      Den Korg MP10 werden wir als Vergleich zum MP11 auch bald testen. Und das PA600 wird dannsicherlich auch bald folgen.

  2. Profile Photo
    pmandel

    Na ja – ob der an die Multistation “kratzen” kann…wird sich herausstellen. Eine Sache ist schon mal nicht gut: Playlist mit max. 250 Songs, das ist eindeutig zuwenig. In der Manual steht nichts, ob im laufender Betrieb (Song spielt…) zwischen Playlisten umgeschaltet werden kann. Denke ich auch nicht, dass es möglich sein wird. Somit ist die Begrenzung auf 250 STK / Playlist schlecht.

  3. Profile Photo
    Goofy

    Leider, leider stellen die Leute bei Miditemp nur noch solche Kisten her. Für Leute wie mich die ein etwas umfangreicheres Midi-Setup verwalten (es sind 42 midifähige Geräte [Synthesizer,Drumkisten,Effekte etc]) sind diese Dinger schlicht unbrauchbar. Das war das Schöne an den Geräten die in den 80er/90ern gebaut wurden. Eine vernünftige Midi-Matrix und ein guter Songplayer. Sicher ist diese Teil was den Songplayer angeht wesentlich besser, aber Songplayer ist doch nicht alles – oder? Ich kenne noch ‘ne Menge Leute die ihr Zeugs mit PMM-88, MP-88(W) etc verwalten, weil das von einem heute als ‘Masterkeyboard’ bezeichneten Teil mit einem Midi-Ausgang nicht geleistet werden kann. Schade daß so immer mehr gute/praktische Teile vom Markt verschwinden und nur noch so ein ‘Schrunz’ übrig bleibt.
    Jungs bei Miditemp: Bitte baut mal wieder ‘ne vernünftige Midi-Matrix-Kiste, so mit 8 mal ‘rein auf 8 oder 16 mal ‘raus. Die alten Kisten werden auch nicht jünger……. und können auch durch nix am Markt ersetzt werden.

  4. Profile Photo
    Prof4711

    Die Grundidee des MP11 ist eine ganz andere als die der MultiPlayer oder MultiStation – insofern auch nicht vergleichbar!
    Man muss das MP11 als komplett eigenständige Handelsware von Miditemp mit auf eigene Ansprüche angepasster Bedienoberfäche betrachten – siehe dazu auch das Original Merish Plus des italienischen Herstellers m-live …

Für diesen Artikel sind keine Kommentare zugelassen.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion dient bitte in erster Linie dazu, anderen Lesern neue Aspekte zum entsprechenden Bericht aufzuzeigen, die evtl. vom Autor nicht berücksichtigt wurden oder zu denen der Kommentator eine andere Erfahrung gemacht hat.

Sich daraus ergebende Diskussionen sollten bitte kurz und sachlich gehalten werden, um nachvollziehbar zu bleiben und dem Leser ebenfalls neue Erkenntnisse zu bringen.

Bitte für persönliche Nachrichten die Nachrichtenfunktion im Profil verwenden.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Über den Autor

Bewertung

Bewertung: 5 Sterne Bewertung der AMAZONA.de Redaktion
Leserbewertung: 3
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Aktion

Tyrell Aktion

AMAZONA.de Charts