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Test: Moog Little Phatty II USB

Little Phatty II USB

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Der NEUE LITTLE PHATTY mit USB und OS 2.0Der NEUE LITTLE PHATTY mit USB und OS 2.0

Produktpflege wird bei Moog groß geschrieben

Seit seinem Geburtsjahr 2006 wurde der Little Phatty zunächst in einer verbesserten STAGE EDITION veröffentlicht und liegt nun in Version 2.0 als USB-Version vor.

Optisch hat sich gegenüber der STAGE EDITION vor allem die Rückansicht gewandelt. Getrost der Überzeugung BLACK ist BEAUTIFUL gibt sich der “Kleine Dicke” von hinten nun schwarz. Sonst ist man aber dem Look & Feel der STAGE EDITION treu geblieben (siehe am Ende des Tests STAGE EDITION).

Seitlich bei den Anschlüssen gib es nun einen USB-Anschluss, mit dem sich der Little Phatty problemlos in ein modernes Computernetzwerk integrieren lässt.

Die nun folgenden Verbesserungen der Software-Version 2.0 lassen sich übrigens auch in die Vorgänger-TRIBUTE EDITION und -STAGE EDITION laden. Neu sind:

- Synchronisation des LFOs

- Tap-Tempo-Funktion über den LFO RATE Taster

- Arpeggiator

- eine verbesserte MIDI-Funktionalität für die neuen Geräte mit einem USB-Port

Erfreulicherweise wurde nun auch das deutsche Handbuch ergänzt und zwar um alle neue Funktionen, die bereits ab OS 1.03 eingeführt wurden.

Kurz zu den neuen Funktionen:

Jetzt mit schwarzer RückseiteJetzt mit schwarzer Rückseite

LFO SYNC

Die Synchronisation des LFOs funktioniert problemlos und lässt sich natürlich an- und abschalten. Dasselbe gilt für die TAP TEMP Funktion, wenn LFO und Arpeggiator durch die interne Clock getriggert werden.

ARPEGGIATOR

Der Arpeggiator ist pro Sound abspeicherbar, aber leider nur über ein Menü programmierbar. Ursprünglich war kein Arpeggiator für den Little Phatty vorgesehen, und da die neueste Version im selben Gehäuse steckt und man offensichtlich den Preis nicht durch ein paar Knöpfe mehr in die Höhe treiben wollte, muss man auf einen direkten Zugriff verzichten.

Moog geht mit der Zeit und präsentiert USBMoog geht mit der Zeit und präsentiert USB

Trotzdem ein tolles Feature!

Erlaubt ist die Synchronisation des Arpeggiators über MIDI, den eingebauten LFO oder eben die interne Clock. Die einzelnen Clock-Schritte lassen sich entsprechend in einzelne Trigger-Impulse aufteilen.

Die Laufweite des Arpeggiators kann über 6 Oktaven reichen, also deutlich weiter als es die Little Phatty Tastatur manuell zulassen würde. Dazu kommt die klassische Einstellung der Notenfolge UP oder DOWN bzw. entsprechend der gespielten Reihenfolge der Noten (ORDER). Die daraus resultierenden Sequenzen lassen sich loopen, vorwärts/rückwärts abspielen oder nur als ONE SHOT abfeuern.

Und zuletzt gibt es auch eine Latch-Funktion, die es erlaubt, den Arpeggiator selbst dann weiterlaufen zu lassen, wenn keine manuelle Noteneingabe mehr erfolgt.

Kommen wir aber nun zum Test aus dem Jahr 2006, der nach wie vor seine Gültigkeit hat.

Es ist doch immer wieder gewaltig, welch Unterschied es ist, ein neues Software-Plug-in auszupacken. Oder einen leibhaftigen Hardware-Synthesizer. Wenn dieser Hardware-Synthesizer dann aber auch noch das Etikett “Moog” trägt, steigt der Adrenalinspiegel und die Hände werden feucht. Übertrieben? Nein, keineswegs – und jeder wahre Synthesizer-Freak, der die Halbgötter mit Drehknöpfen und analogen Filtern beschwört, wird mir zustimmen!

Der Klassiker, die TRIBUTE EDITIONDer Klassiker, die TRIBUTE EDITION

DAS VERMÄCHTNIS DES ROBERT MOOG

Little Phatty ist offensichtlich das Vermächtnis des großen Bob Moog, der am 21. August 2005 verstorben ist. Seine persönliche Unterschrift signiert deutlich die Rückseite des sehr eleganten Mono-Synthesizer Little Phatty und ist als solches auch klein auf der Vorderseite des Gerätes mit der Subline “Tribute Edition” zu lesen.

Robert Moog wurde am 23. Mai 1941 in New York City geboren, studierte Physik am Queens College in New York und besuchte danach die “University of North Carolina”. Er promovierte schließlich 1963 an der Cornell University in New York. Seinen ersten Synthesizer baute er in den 50er Jahren für den Komponisten Max Brand. Die Synthesizer zu jener Zeit waren allerdings keine Synthesizer im heutigen Sinn. Im Gegenteil – diese Geräte wurden durch Lochkarten programmiert und waren extrem schlecht zu bedienen.

Bob Moogs Visionen sahen jedoch Geräte vor, die sich musikalisch einsetzen lassen würden und vor allem bedienbar waren. Seine damaligen Entwicklungen waren bahnbrechend und der Grundstein für eine ganze Industrie. Mit dem voluminösen Moog Modular System waren diese Visionen in den 60er Jahren erstmals greifbar geworden.

Der wirtschaftliche Durchbruch gelang schließlich 1968 dank des Albums SWITCHED ON BACH, welches der Musiker Walter Carlos (heute Wendy Carlos) ausschließlich auf modularen Moog-Synthesizern eingespielt hatte. Das Album erhielt drei Grammies und revolutionierte die Musikwelt. Drei Jahre später, 1971, erschien schließlich der Minimoog Modell D und trat seinen Siegeszug rund um die Welt an.

1977 verließ Moog seine Firma und verkaufte die Rechte an seinem Namen und seinen Produkten an den Instrumentenbauer Norlin. Der Betrieb der Firma Moog wurde schließlich 1986 eingestellt.

1978 gründete Moog erneut eine Firma unter dem Namen Big Briar. Es dauerte aber bis 2002, bis Robert Moog seinen neuen Produkten auch wieder seinen eigenen Namen geben durfte. Mit dem Minimoog Voyager folgte schließlich die Wiedergeburt einer Legende in neuem Gewand und neuen, zeitgemäßen Features. Und nun, ein Jahr nach dem Tod des Meisters, steht vor mir der Little Phatty und strebt nach nichts Geringerem, als die Legende Bob Moog auf breiten Schultern einer neuen Generation nahe zu bringen.

Klangbeispiele

  1. Avatar
    Atomicosix

    Das hört sich so an, also ob ein lang ersehnter Wunsch(Traum) in Erfüllung gegangen ist.
    20 Jahre haben wir darauf gewartet, danke Anke!
    Bob Moog wir denken immer an dich.

  2. Avatar
    udap

    Anmerkung: Alles was gut klingt seit dem Voyager sind m.E. die Registrierkassen von Moog.

    Ich hab den Phatty zwar noch nicht selbst gehört und er sieht auch sehr hübsch aus, nur macht doch einmal halblang mit diesem “Moog-Mythos” der einzig und allein (und zurecht) aufgrunde der Modularsysteme und des Minimoog (D) zustandegekommen ist. ..der aber eben nichts mit dem Voyager (buggy, nicht diskret analog, dysfunktionales Display, übelste Tastatur) zu tun hat.

    Ok, der Phatty ist also ein schön designter Synth mit 2 OSCs der gut klingt wie ein analoger (sicherlich nicht unbedingt diskret aufgebaut) klingen muß, wenn er ca. 1500 Euro kostet. Ein Musikinstrument also, das hält was es verspricht, prima !

    Mein Rat: Kirche im Dorf lassen, insb. wenn “Moog, Moog ,Moog” darin geflüstert bzw. gebetet wird.

    Nichts für ungut, aber ich glaube weder an den Heiligen Geist noch an den Heiligen Bob ;-)

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    Atomico7

    @Atomicosix:

    Was ist mit dem Minimoog Voyager?

    Den gibt’s schon ne ganze Weile.
    Der Little Phatty ist ja nur ein Moog für den kleineren Geldbeutel.

  4. Avatar
    Atomico7

    @udap:
    Komisch, mir wurde in diversen Foren empfohlen, statt des RME unbedingt die Tastaturversion wegen der tollen Tastatur zu holen.
    Und zwar von Leuten, die das Teil intensiv einsetzen.

    Von wirklich relevanten Bugs habe ich auch noch nichts gehört.
    Auf welche Version stützt sich Deine Aussage?

    Diskret ist auch sehr lustig, denn dann wäre MIDI und Speicherbarkeit nicht machbar. Da würden dann auch wieder alle aufheulen, aber wer will, findet überall Schwachstellen.

  5. Avatar
    Atomicosix

    Jah – ich fand den Voyager eigentlich viel zu groß, vorallem sind 6,5 Tausend Mark = 3250 EURO ein bischen viel eine Stimme, egal wie PHATT sie ist.

    Echte Minimoogs waren schon alt, als ich noch ganz kleines Atom war…

    Der Minimoog Voyager ist nur was für Profis (die ja schon alles haben), für Sammler (statt Autos), für Freaks & Neerds (…) und natürlich für Mannfred Mann, damit er wieder seine Moogsolos spielen kann.

    Für mich & für den großen Rest ist der Little Phatty ein guter Kompromiss, also billig ist er bistimmt nicht.

  6. Avatar
    Atomico7

    @udap:
    (2. Teil):
    Falls Du nicht diskrete Analoge nicht magst, fallen übrigens eine ganze Menge für Dich weg.
    Der Oberheim SEM z.B., schlecht klingt der trotzdem nicht.

    Diskret oder nicht ist überhaupt kein Qualitätsmerkmal, sondern höchtens bei der Reparatur relevant wenn seltene oder nicht mehr hergestellte ICs verwendet werden (bestes Beispiel sind die SSM ICs oder die Yamaha Chips in der CS-Serie).
    Aber auch bei diskretem Aufbau kann es Probleme bei der Ersatzbauteilbeschaffung geben.
    Der Einwand ist somit irrelevant.

    Finde es auch merkwürdig, dass Du einer im Vergleich zu Korg, Roland und Yamaha relativ kleinen Firma den Erfolg nicht gönnst.

    @Atomicosix:
    Es gibt ja auch noch noch andere analoge gut klingende Synthis, z.B. von Anyware Instruments den SEMTEX XL. Der kann wesentlich mehr, hat für alle Funktionen eigenen Regler, ist Semimodular und kostet sogar weniger.
    Der einzige Nachteil ist, dass die Oberfläche am Anfang ein bißchen erschlagend wirkt.
    Und er klingt nicht wie ein Moog.

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    DJ KennethG

    This the ultimate lead/bass lines keyboard. And it's analog! I hope to receive it within one week now…

    KennethG

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    Jens

    Also ich muss jetzt doch mal wad hierzu sagen.

    Moog ist Moog ist Moog! KEIN anderer Synth klingt so. Ich hatte sehr viele Instrumente dieser Gattung und bin mir ziemlich sicher, daß keiner klingt wie Moog. Ob er nur eine Stimme hat ist vollkommen egal. Eine Trompete hat auch nur eine Stimme. Es sind halt Instrumete!! Keine Keyboards. Es sind Moogs. Der LP ist fantastisch. Mein Bandkollege hat den gekauft und ich werde mir devinitiv die Studioversion holen, obwohl ich schon den Voyager habe. Mit Dingen ist es wie mit menschen: auf den Charakter kommt es an.

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    TheFlood

    Mal halblang mit den Sprüchen “…da es mühselig ist, Ertrinkenden Wasser zu reichen, die doch nur Sand schlucken wollen.”

    Das ist ja echt zum heulen !!! ..und ich wette stellt man den “Little” mal neben den Großen, ist er gar nicht mehr so fett.

    Die Zeiten ändern sich ..auch die Software wird besser. Was ist mit Arturia Moog Emulationen ? Zudem, wer einmal eine neue Hardware von Innen betrachtet hat, wird sich sehr wundern wie wenig harte Ware dort tatsächlich vorhanden ist !
    In den alten Bauteilen liegt der fette Crisp, daß ist die Warheit.

    Zum Moog Test am Besten das Mini Model A nehmen. Da “stimmte” so einiges mit den Oszillatoren ja nicht ..bis sie >warm< wurden. Soviel zum Thema Moog + Original. (voll abartiges gefasel ..mit dem Wasser reichen.. manometer)

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    dreitagebart

    Ich finde, der Phatty klingt mehr nach "altem, echtem Minimoog" als der Voyager ! Tip: Vergleicht mal alle drei (also Minimoog, Voyager und Phatty) nebeneinander.

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      robfisher

      Nun, wenn ich den Phatty bspw. gegen die von Howard Scarr programmierten Moog Sounds im U-HE ZEbra Softsynth vergleiche, dann ist der Phatty doch eher extrem "Thinny" .
      Klanglich betrachtet sind alle neueren Moog-Verschnitte (Voyager, Phatty) vernachlässigbar. Es ist dann wohl doch mehr der Mythos und natürlich auch die Knöppe und die Tasten, die hier das Geld aus den Taschen locken. Vom KLang her ist der Phatty eben ein 2 OSC Synth , nur sehr teuer wegen dem Label

      • Profilbild
        Dreitagebart

        … ja ja ja, ein guter Softsynth der neuen Generation mit Hochleistungs-Lap und teuren Edelwandlern klingt natürlich bombastisch, das weiß ich auch. Ich nehme trotzdem lieber meinen Motix XS und den Phatty mit auf die Bühne.

      • Avatar
        Ralf

        @robfisher: "…beispielsweise gegen den…" das klingt so, als wenn es mehrere Softsynth's gaebe, die den LP nicht nur klanglich ueberlegen sind, ich wüßte gerne welche?
        Auch die Polyphonie spricht dann doch eher fuer die Softsynths ;-)

        "Klanglich betrachtet sind alle neueren Moog-Verschnitte (Voyager, Phatty) vernachlässigbar."

        Soll heissen: Aha, an die alten Moogs kommen die Softies nicht heran. Koennte doch leicht mit einem Update behoben werden. ;-)

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    GeschnittenBrot

    \"Nun, wenn ich den Phatty bspw. gegen die von Howard Scarr programmierten Moog Sounds im U-HE ZEbra Softsynth vergleiche, dann ist der Phatty doch eher extrem \"Thinny\" .\"\r\n\r\nDas kann nur jemand schreiben, der selbst noch keinen 1:1 Vergleich durchgeführt hat. Und ja der Zebra klingt wirklich gut. Hat aber auch 4 Oszillatoren und noch so einiges anderes mehr. Was fehlt ist die Wärme und der typische Moogsound, der auch in jedem der neuen Moog Synths steckt.

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      TiUser

      Zebra und Moog vergleichen finde ich irgendwie wie Äpfel und Birnen…

      Zebra klingt für einen Synth erstaunlich, ich finde aber die Stärke liegt eher darin, daß sich die Sounds sehr einfach in Mixe einfügen lassen und ein wenig ist das auch das Ziel des Entwicklers gewesen.

      Genau das Gegenteil würde ich von Moog behaupten, der sticht meist deutlich heraus, außer die ganze Produktion ist "vollanalog".

      Es kommt einfach darauf an, was man will… Ihre Stärken und damit eine Berechtigung haben sicher beide.

      …und noch so zum Ende, wie viele Oszillatoren ein Synth hat ist mir mittlerweile völlig egal, was zählt ist das Ergebnis.

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    Tischhupe

    ROTFL
    Lustig, wie immer die Analog- gegen die Digital-Evangelisten wettern. Echt unterhaltsam, Leute!
    Ich wette, die Meisten können es nicht hören, ob in einer Produktion ein Moog, Oberheim oder was weiss ich benutzt wurde, geschweige denn die digitale Version. Ich übrigens auch nicht.

    • Avatar
      Anders

      Es geht nicht nur darum, ob man einen Moog in einer Produktion hören kann. Derjenige der den Moog spielt oder bedient, wie auch immer, weiß schon was er da in der Hand hatte.

      • Avatar
        Tischhupe

        Das stimmt natürlich auffallend. Ein Hardwaresynth ist eben doch was Anderes. Mit nem Moog hatte ich bisher nur einmal das Vergnügen. Schon lange her. Aber auch schon mit einem VCS3 und das war noch zu meiner Schulzeit. Mannomann, Äonen sag ich nur … ;-)

        • Avatar
          TiUser

          Hard oder Soft, digital oder anaolg, es kommt doch nur darauf an, daß jeder das findet, das einem persönlich am meisten zusagt.

          Der Unterschied zwischen Hard und Soft liegt doch hauptsächlich in der Handhabung und der Unterschied zwischen digital und analog ist doch kein Problem sondern ein Geschenk, denn man hat mehr Auswahl und Möglichkeiten!
          Die berühmten Unterschiede kann man zwar meist im A/B Vergleich heraushören, doch diese Situation gibt es real weder auf der Bühne noch auf einer Aufnahme und wird damit eher zum Musiker-Insiderthema. Absolut heraushören können es vielleicht wirklich ein paar Experten, ich vermute nur, daß sich mehr für Experten halten als es wirklich sind…

          • Avatar
            TZTH

            Guter Kommentar! Wenn man alle Faktoren berücksichtigt (Du sprichst sehr berechtigerweise auch das Thema Produktion, Live Einsatz, etc. an) ist der Grad zwischen analog und digital schon sehr schmal geworden, wenn man’s nüchtern betrachtet. Die meisten werden das nicht hören – und wir machen doch ehrlichgesagt die Musik nicht nur uns oder ausschliesslich Fachpublikum. Es sind vielleicht die berühmten letzten 5% auf 100% Qualität, wo dann der Moog vielleicht noch raussticht und die bezahlt man dann auch. Diese wissenschaftlichen A/B Vergleiche mach ich natürlich auch, aber ich frage schon wie sehr ich vom Mythos Analog gefangen bin und ob das nicht nur meine analoge Rosa-Rot Brille ist. Ich werde das Teil auf jeden Fall testen. Und wenn der Little Phatty trotz Mono/Monophonie und den bekannten Limits analoger Technologie dann wirklich so viel besser ist als analog-virtuelles auch einen Kauf in betracht ziehen. Das Gerät ist wirklich faszinierend, keine Frage.

  15. Avatar
    Atomicosix

    Nur ein echter Moog ist ein Moog und klingt wie ein Moog. Das war früher so, es ist heute so und morgen wird es auch so sein.

    • Avatar
      Dieter Herten

      Klar doch, ein Moog ist ein Moog ist ein Moog. Steht ja auch auf dem Gehäuse. Sonst ständ da ja z.B. Access oder Roland drauf.

  16. Avatar
    TiUser

    …mal wieder eine dieser herzzerreißenden ebay Aufreißer?

    Für Tastenanfänger ist ein Moog – egal welcher – sicher nichts und als Erstgerät sollte man auch über was anderes nachdenken… Als Schmankerl für Liebhaber und Kenner aber schon was und mehr Charme als irgendweche Plugins auf dem Notebook hat der Kleine allemal…

    Wer's mag soll es haben, klanglich ist es halt vintage, darüber läßt sich nicht streiten, ich persönlich kann darauf verzichten, finde den Kleinen aber trotzdem nett… ;)

  17. Avatar
    TiUser

    Ich mag bestimmte Moog Sounds zwar auch, finde aber den Kult darum trotzdem etwas übertreiben.

    DEN MOOG SOUND per se gibt es eigentlich nicht und Mini, Rogue, Phatty oder Voyager klingen alle unterschiedlich, obwohl überall Moog drauf steht…

    Rein vom Sound her kommt man mit VSTi's dem Moog Character doch recht nahe, wie üblich ausschließlich der 5% Sounds die auf der HW anders klingen und von denen man selber entscheiden muß ob es einem den Aufwand wert ist. Einen echten Moog Modular würde ich mir jedenfalls nie kaufen, den MMV vielleicht schon…

    Vom Gefühl her ist ein Moog natürlich immer ein Moog und darum geht es in der Musik ja auch häufig – oder vielleicht auch zu selten – wer weiß? ;)

    • Avatar
      Atomicosix

      Hi TiUser,

      hier muß ich dir leider widersprechen. Ich habe mein halbes Leben mit Moog-Imitationen verbringen müssen… auch die beste kommt nicht wirklich an einen echten Moog ran. Vorausetzung ist allerdings, daß man ihn programmieren & spielen kann. Auch eine Arturia ist kein Moog, weder ein Roland oder Pulse klingen wie ein Moog.

      Ich bin froh, dass wieder echte Moogs gibt, die nicht ein Museumsalter haben!!!!

      • Avatar
        TiUser

        Alles Geschmackssache.

        Die "neuen" Moogs klingen nicht wie die alten auch wenn Moog drauf steht und sie grundsätzlich vielleicht das gleiche Flair im Sound haben.

        Aber wie wichtig ist das letztlich? Jeder soll nutzen was ihm gefällt und inspiriert.

        Bei einem sitmme ich allerdings zu, je besser jemand spielen kann, desto mehr Genuß ist das… für mich tritt dann allerdings der pefekte Sound eindeutig in die zweite Reihe…

  18. Avatar
    Oliver

    Hallo Gleichgesynthe!!
    Also, ich hab’ den LP, weil ich einen Moog haben wollte. Während ich vorher nicht dran geglaubt habe, dass man Synths erkennt oder sagt JA, SO KLINGT NUR EIN MOOG!, ich wurde eines besseren belehrt! Einige LP-Sounds erinnerten mich an viele gehörte Sounds aus Stücken, wo ich nachgeforscht habe und rausfand, es wurde ein Moog benutzt, meist ein Mini. Für mich ist ein Moog ein Moog ist ein Moog ein Moog ist ein …
    ciaO sagt OG! ;-)

  19. Avatar
    Marc

    Wie auch immer.
    Die Moog Synthesizer klingen nun mal optimal. Ein Vergleich mit VA- oder Software- Synths ist vielleicht möglich, bringt aber nix. Spätestens im Studio wird klar wo die Unterschiede sind. Nach meiner Erfahrung kommen virtuelle Instrumente schnell an eine hörbare Grenze. Gerade im oberen und unteren Freuqenzbereich ist schnell Schluss. Da geht’s mit den Moogs oft erst so richtig los. Für den Live Einsatz erinnere ich gerne an diverse Auftritte von SAGA. Eine einzige Bassstimme aus dem Voyager hat die ganze Halle zum Beben gebracht. Da würde ich mit Software nicht anfangen.Ein Flächensound mit mehreren Stimmen auf einzelne Spuren aufgenommen hat eine derartige Power, dass man um die Monitore bangen muss. Warum jetzt gerade die Moogs so klingen, läßt sich nur vermuten. Ist auch egal. Letztendlich sollten wir alle froh sein, dass es so was gibt… Period

  20. Avatar
    Martin

    Hallo ihr lieben,die Voyager Tastatur ist erstklassig und lässt sich SEHR flott spielen, das gelingt mit dem Model D nur nach einer sehr aufwändigen Restauration des Keyboards. Ich denke, ich hatte nie eine bessere Tastatur. Der Voyager klingt ausgesprochen fett und steht weder dem D noch dem Modularsystem in irgendwas nach – warum auch. Der D klingt bei einigen Einstellungen besser als der Voyager, der Voyager klingt manchmal besser als der D und das Modulasystem klingt stets hervorragend – steht aber überhaupt nicht zur Debatte. Der Phatty hingegen ist eindeutig fetter als der Prodigy, womit Moog mal wieder ihre Hausaufgaben gemacht zu haben scheinen.Hört euch die Geräte an und verbringt ein paar Stunden mit ihnen, bevor ihr aus Versehen Hausfrauenniveau erreicht…..GrußMartin

  21. Profilbild
    Neven Dayvid

    Na, wenn ich die Diskussion verfolge, höre ich raus, daß da eine gewisse Sehnsucht ist nach brachialer Urgewalt. Ich spiele einen Rogue und einen Micromoog, und da muß ich sagen, ja, der Moog-Sound ist fett, obwohl einige Simulationen da relativ weit mitkommen, — aber es ist eben auch die Bedienoberfläche, die das Instrument ausmacht. Ich möchte schließlich auch keinen Bösendorfer spielen, der aus Kostengründen vereinfacht wurde … also entweder einen gescheiten Moog mit Knöppen für alles oder eben eine Simulation..alles in allem: ich würde lieber auf den Voyager sparen oder mir wieder einen gebrauchten Micromoog holen…

  22. Profilbild
    pianist

    Besitze einen LP und einen Rogue. Die beiden klingen schlicht phantastisch, unbrauchbare Sounds sind schwer zu finden. Egal was man einstellt, es klingt immer sehr musikalisch und organisch. Das Besondere des Moog Sounds ist wohl seine “sanfte Stärke”. Druckvolle Synthis gibts einige und agressive sowieso. Doch Moogs sind irgendwie anders, zwar genauso druckvoll aber weniger agressiv und spitzig, sondern etwas runder und weicher im Klang. Letzten Endes entscheidet auch hier nur der Geschmack. Mopho, MFB, Evolver und wie sie alle heissen klingen einfach anders. Und die diversen Moog Plugins können (bedauerlicherweise) den Originalen Moogs auch nicht das Wasser reichen.

    Wie schlägt sich denn der neue im Vergleich zum alten Moog? Im direkten Vergleich war es kein Problem, mit dem LP exakt dieselben Klänge wie auf dem Rogue einzustellen (wenn auch hie und da andere Settings dazu notwendig waren). Im Blindtest konnten meine Testpersonen im Studio die beiden Synthis nicht unterscheiden, und das sagt ja wohl alles.
    Somit kann ich guten Gewissens meinen Rogue bald wieder verkaufen, ich brauch ihn schlicht nicht mehr.

  23. Profilbild
    Alex_KIDD

    Ich besitze den Voyager und kann dem
    Feedback hier nur zustimmen.

    Zu einigen hier genannten Punkten:
    -Plugins: es stimmt in der tat, das zb. Arturia
    seine Hausaufgaben ordentlich gemacht hat.
    und es fehlt wirklich nicht mehr viel zum “echten” Moogsound, ich würde sagen ja es stimmt das Plugins verdammt gut sind/werden

    -Unterschiede im Mix: auch hier muss ich sagen
    dass ich nicht heraushören kann ob das nun
    ein Plugin oder was auch immer ist.

    -zum thema Moog-Hype: auch da ist das Korn
    Wahrheit zu finden nur welcher “Must-have-Synth” wird schon nicht in die weiten
    sphären getragen.

    Zurück zum Phatty aber:
    der kleine sieht gut aus, zeitgemäß und klingt
    und der preis ist auch gut…was wollen wir eigentlich noch?

    lieber gruß
    Alex_KIDD

  24. Profilbild
    Ozone

    Irgendwie ist hier ein ganz wichtiger zu erwähnender Fakt noch außer Acht gelassen worden.
    Und zwar das, mal abgesehen vom “typischen” Moog Sound, ob Mini, Prodigy, Rogue, LP oder Voyager….
    Das eigentliche Moog Feeling ist eher die Kombination aus Wuchtigem Sound und qualitativ hochwertigen Schaltern und Knöpfen.
    Man hat halt was in der Hand beim schrauben.
    Und das ist auch das was dann den Moog Spaß mit sich bringt.
    Und in meinem Fall, komme aus dem P-Funk, muß ein Moog eben auch richtig lebendig blubbern und brutzeln können.
    Und die ganzen Arturia und etc.s scheitern für’n nicht nur Soundmäßig daran (der Arturia is bei der Modulation von OSC3 viel zu langsam) sondern auch daran das ich ständig beim spielen nicht nur Pitch und Mod bewege sondern eben auch alles andere… Und genau was dabei herraus kommt macht’s für mich einen Moog aus.
    Da entsteht eine lebendigkeit die einfach nicht mit Software ohne weiteres realisierbar ist…. Ja ich weiß man kann sich nen teuren guten midi Controller holen mit genügend potis und die einem Arturia oder sonst was zuweisen. Aber meist scheitert selbst da die software… Als der V1 rauskam ging das bei ihm nur bei cut off und Resonanz.
    Übrigens kann ich hier nebenbei den Minimax ASB von creamware nur lobpreisen… Echter Moogsound…. Reagiert wie ein Model D … Die Dinger sind der Wahnsinn. Aber darum geht’s hier auch nicht.
    Also den LP hab ich schon angetestet… Und es war schon witzig wie stark er mich an den Rogue erinnert hat.
    Er klingt nicht ganz so giftig… Aber mächtiger.
    Ich werd ihn mir nächsten Monat zulegen.

    Also meine Meinung:

    Analog vs. Digital:

    Es gibt im entgültigen Mix keine hörbaren Unterschiede.
    Lediglich wenn man Spuren aufnimmt wo wirklich Hände an den Reglern waren wo der Sound in alle Richtungen verbogen wird da hört man es sofort.
    Für mich das einzige Erkennungszeichen.

    Dann gibt es auch die typischen minimoog leads und Bässe die wir alle kennen aber eben auch oft mit Software und auch anderen analogen Geräten imitiert werden können.

    Da gibt für mich auch keine Unterschiede mehr.

    Für mich ist Moog eine Art Statussymbol und wenn ich im Studio aufnehme dann inspiriert mich die analoge Hardware einfach mehr… ;-)

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