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Test: Motu, 896 mk III Hybrid, Audio-Interface

Alles Motu oder was?

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Kleines Familientreffen: Schon seit einer guten Zeit bringt ein Motu 828 Mk II zusammen mit seinem Nachfolger Mk III in meinem Studio die Audiosignale in den Mac, nun hat mir die Redaktion den “großen Bruder” 896 Mk III Hybrid zur Beurteilung geschickt. Das Mk III Hybrid ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger sowohl für den Mac-typischen Firewire-Anschluss, wie auch eine USB 2.0-Verbindung geeignet. Der Einfachheit halber nenne ich das Gerät nachfolgend “896″.

Das Äußere

Nach dem Auspacken wird schnell klar, dass man es mit einem guten Bekannten zu tun hat. Das äußere Kleid ist ebenso elegant geformt wie die 828-Interfaces, lediglich die doppelte Höhe und die wesentlich größeren Anzeigen unterscheidet die Familienbande. Ansonsten ist es ebenso ein mehrkanaliges Audio-Interface für den Mac oder Windosen, mit dem Unterschied zu den 828, dass hier bis zu 8 Mikrofone jeder Couleur angeschlossen werden können. Auch ein Direktanschluss von E-Gitarren ist möglich, zudem stehen noch 16 Kanäle (bei 48 kHz) bzw. 8 Kanäle (bei 96 kHz) im ADAT-Format zur Verfügung. Das ist immer noch nicht alles, denn es gesellen sich noch ein zweikanaliger AES/EBU Ein-/Ausgang dazu sowie eine S/PDIF-Schnittstelle. Eine Menge Holz, welches auf insgesamt bis zu 8 Stereobusse geroutet werden kann. 

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In dem 2HE großen Gehäuse befindet sich auf der Rückseite eine Vielzahl von Anschlüssen, und aufgrund der größeren Gehäuseausführung zum 828 sind hier die analogen Anschlüsse alle in der XLR-Bauform ausgeführt. Die Eingänge sind sog. Combo-Buchsen, in denen auch Klinkenstecker eine Heimat finden, der Netztrafo ist löblicherweise wie beim 828 in das stabile Metallgehäuse eingebaut und erspart die lästige externe Tretmine oder Wandwarze.

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Als digitale Schnittstellen finden wir insgesamt vier ADAT-Anschlüsse, je einen S/PDIF In- und Out als Cinchbuchse, einen AES/EBU In- und Out in XLR-Ausführung sowie einen Wordclock In- und Out mit der standardisierten BNC-Verbindung. Zu guter Letzt finden wir auch noch die beiden Firewire 400-Anschlüsse sowie die allseits bekannte USB-Buchse.

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Wie klingt das 896?

Die Klangqualität ist so vorzüglich, dass es für die Ohren eine Freude ist. Die Eingangsverstärker in Verbindung mit den hervorragenden A/D-Wandlern lösen sehr fein auf und klingen richtig teuer, das Rauschen ist minimal und der Headroom für ein “Ich-kann-alles-Interface” erstaunlich hoch (mein TL-Audio Mischpult packt aber dennoch mehr). 

Der zuschaltbare Limiter arbeitet sehr ordentlich und ist nicht nur eine Beigabe für den Werbeprospekt, man sollte aber dennoch erstmal sauber aussteuern, bevor man sich ausschließlich auf ihn verlässt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich alle Elemente im 896 Mk III auf einem sehr hohen Niveau befinden und es keinen merklichen Ausrutscher gibt. Meine Testaufnahmen habe ich mit 24Bit/96kHz durchgeführt, die Performance war bei 8 gleichzeitig aufgenommenen Audiospuren jederzeit ohne Tadel.

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    dns370

    Ich habe das kleine 828 Hybrid …. kann mich dem Geschriebenen nur anschließen: Feine Klangqualität – sauber und klar, sehr direkt, etwas trocken manchmal (aber das ist wirklich ein sehr sehr subjektiver Eindruck)!

    Einzig der Hall ist aus meiner Sicht nicht mehr als eine Zugabe und ist ganz sicherlich nicht mit den Plugins diverser Softwareschmieden zu vergleichen.

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    Mr. MeloD

    Hallo Siegfried,

    sind im kleineren Modell Ultralite Mk3 die gleichen Wandler etc. eingebaut? Also hat es eine ähnliche Klangqualität wie das 896 Mk3 Hybrid?

    Vielen Dank im Voraus und lieben Gruß
    Fabian

    • Avatar Image
      Onkel Sigi AHU

      Hallo Mr. MeloD,

      um Deine Frage beantworten zu können, habe ich mich mit dem deutschen Vertrieb von Motu (der Firma Klemm Music) in Verbindung gesetzt. Der zuständige Produktspezialist hat mir mitgeteilt, dass Motu für alle diese Interfaces Wandler von AKM verbaut, allerdings auch immer bessere, umso teurer das Gerät wird.

      Grundsätzlich ist AKM einer der renommiertesten Hersteller von A/D bzw D/A-Wandlern und selbst die preiswerteren Vertreter sind hochwertig. Der hauptsächliche Unterschied liegt in der dynamischen Bandbreite, das 896 hat hier wohl noch etwas mehr als die kleineren Brüder zu bieten.

      Meiner Meinung und Erfahrung nach wird es sehr schwer sein, einen klanglichen Unterschied zwischen den verschiedenen Motu-Interfaces ausmachen zu können. Wichtig für das Ergebnis ist natürlich auch, was qualitativ DAVOR hängt.

      Mit musikalischen Grüßen

      Onkel Sigi

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