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Test: Olympus, LS-14, Portabler Recorder

Zwei plus Eins macht Drei

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Vor Jahren noch gerne mit etwas Argwohn beobachtet, hat sich die Klasse der digitalen portablen Recorder zu einer festen Größe im Bereich des „schnellen und unkomplizierten Aufnehmens“ entwickelt. Die Möglichkeit des direkten Archivierens einer Idee, einer Phrase, eines Beats oder aber gleich einer ganzen Proberaum Passage ist einfach zu verlockend, als mit einem Hauch von Impertinenz die Produktgruppe zu ignorieren.

Ich erinnere mich nur zu gut an die Unzulänglichkeiten eines Proberaummitschnittes vor noch gar nicht allzu langer Zeit. Entweder man hatte das Glück, in einem Rehearsal Studio zu proben, musste dann aber mit aufwändiger Mikrofonierung einer Live-Show gleich die einzelnen Instrumente abnehmen und einen Mann in der Regie platzieren, oder aber es kam aufgrund mangelnder Alternativen (es hat sich mal wieder niemand drum gekümmert …) der allseits verhasste Nordmende Radiorecorder von Oma Erna zum hundertausendsten Male zum Einsatz. Ergebnis: eine leiernde, muffige Cassetten-Aufnahme, wahlweise komplett übersteuert oder aber durch den intern verbauten Hard-Knee Kompressor bis zur Unkenntlichkeit verstümmeltes Lautstärkengepumpe. Grausig!

Wer einmal künstlerische Erniedrigungen eines solchen Kalibers erdulden musste, freut sich beim Anblick eines Handheld-Recorders jedes Mal ein Loch in den Bauch, setzen die Geräte doch gerade in diesem Bereich an. Oder auf die Schnelle einen brauchbaren Live-Mitschnitt generieren? Camcorder an für Bild, portablen Recorder an für Ton, im Schnittprogramm nachher zusammenschneiden, fertig. Freude schöner Götterfunken! Es wundert also wenig, dass man sich über mangelnde Konkurrenz in diesem Segment nicht beklagen darf. Auch der japanische Hersteller Olympus wird sich dessen bewusst gewesen sein, als es seinen in China gefertigten Recorder LS-14 auf den Markt gebracht hat. Was könnte man in den Aufnahmeprozess einbinden, was die Konkurrenz nicht unbedingt am Start hat? Wie wäre es mit einem dritten Mikrofon?

Bildschirmfoto 2013-03-17 um 16.18.10

Klangbeispiele

  1. Profile Photo
    Amaros AHU

    Woraus resultiert der seltsame Flanging-Effekt auf der Drums-Aufnahme? Mit welchen aktivierten Mikros wurden die Drums und die Akustikgitarre aufgenommen? Wie wurde das Mikro positioniert (Distanz/Winkel etc.)? Das wäre zur Beurteilung der Aufnahmen eine nicht unwesentliche Info. Einige Fotos wären diesbezüglich nicht schlecht gewesen. Insgesamt finde ich den Sound nämlich nicht so toll…..es wummert einfach nur.

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