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Test: Olympus, LS-3, Portable Recorder

Klein, aber oho?

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Damit ist man natürlich grundsätzlich schon gut gerüstet, um seinen Schwerpunkt eher bei der Qualität oder eher bei kleinen Dateigrößen zu setzen. Wie schon bei anderen Modellen muss ich aber auch hier bemängeln, dass zwar verschiedene und auch qualitativ hochwertige Formate zur Verfügung stehen, aber der Nutzer sogar im PCM-Modus nicht Samplerate und Auflösung unabhängig voneinander wählen kann. Mein Lieblings-Aufnahmeformat z.B. ist 24 Bit / 44,1 kHz – das kann ich hier aber nicht einstellen.

Schön ist hingegen, dass der LS-3 über 4 GB internen Speicher verfügt, sodass man in vielen Fällen komplett auf eine Speicherkarte verzichten kann. Braucht man mehr Platz, kann man ihn einfach mittels microSDHC-Karte hinzufügen. Allerdings kann man nicht den kompletten Speicher in einem Rutsch vollschreiben: bei MP3 und WMA liegt die Grenze bei verschmerzbaren 4GB, beim speicherhungrigen WAV-Format hingegen bei nur 2GB – das kann schon mal knapp werden, wenn man ein Konzert o.ä. aufzeichnen möchte.

Eine Besonderheit des LS-3 ist sicherlich das Konzept, zusätzlich zu den Stereo-Mikrofonen ein weiteres, drittes Mikrofon zu verwenden – Olympus nennt es Center-Mikrofon. Aufgenommen wird jedoch immer auf 2 Spuren, das Center-Mikrofon kann bei Bedarf einfach zugeschaltet werden und wird dann mit dem Signal der Stereo-Mikrofone gemischt.  Das Center-Mikrofon hat eine Kugel-Richtcharakteristik, nimmt also anders als die gerichteten Stereo-Mikrofone Schall aus allen Einfallsrichtungen gleich stark auf. Mikrofone mit Kugelcharakteristik sind i.d.R. ideal für tiefe Frequenzen, und so verwundert es nicht, dass die untere Grenzfrequenz bei zugeschaltetem Center-Mikrofon deutlich nach unten verschoben wird: Statt 70 Hz ohne liegt die untere Grenzfrequenz mit Center bei idealen 20 Hz. Allerdings vermag das Gerät – laut den technischen Daten der Olympus-Seite – in keinem Aufnahmemodus Frequenzen unterhalb von 40 Hz aufzunehmen (was mich sehr wundert). Der resultierende Frequenzgang des gesamten Geräts beträgt somit 40 – 20000 Hz.

Genau zwischen den beiden Hauptmikrofonen befindet sich das bei Bedarf zuschaltbare CENTER MIC

Genau zwischen den beiden Hauptmikrofonen befindet sich das bei Bedarf zuschaltbare CENTER MIC

Eine weitere Besonderheit des Geräts ist die Möglichkeit, die Richtcharakteristik nach eigenen Wünschen in insgesamt 10 Stufen anzupassen, was in der Theorie vielversprechend klingt: Je nach Aufnahmesituation kann man sich so in mehreren Abstufungen zwischen den Extremen „breites Stereobild“ und „maximales Ausblenden der Umgebung“ entscheiden.

  1. Avatar Image
    orpheus2006

    Vielleicht mache ich etwas falsch, aber meine bisherigen Aufnahmen mit dem LS-3 hören sich alle verrauscht an. Habe ich möglicherweise ein Montagsmodell erwischt?

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