AMAZONA.de

Test: Rane Serato Scratch Live

Rane Serato Scratch

drucken
1 2 >

1_image001.jpg

- Serato Scratch Live Paket -

Die amerikanische Firma Rane hat in Zusammenarbeit mit der Firma Serato Mitte dieses Jahres (erhältlich seit Mai 2004) die Mixing-Application „Scratch Live“ auf den Markt gebracht. Wer schon einmal das Produkt FinalScratch von Stanton wahrgenommen hat, wird feststellen, dass es hier erstaunliche Parallelen gibt ;-)

Erst mal auspacken!

Schauen wir mal, was in diesem Paket steckt:

• Scratch Live Hardware
• 2 Timecode Vinylplatten
• 2 Timecode CDs
• 4 Stereo Cinch Kabel
• USB Kabel
• Software + Handbücher

Optional ist noch ein Netzteil erhältlich.

Konzept

„Scratch Live“ basiert auf folgender Idee:

Über eine spezielle Software (Scratch Live) auf einem Computer trifft man die Auswahl der abzuspielenden Songs, die sich auf der Festplatte des Rechners befinden (man kann auch Songs direkt von CD abspielen). Das „Auflegen“ und damit verbunden das Abspielen der Tracks wird über spezielle mitgelieferte Timecode Vinyls/CDs realisiert. Somit ist das Starten, Stoppen, Pitchen und Scratchen der Tracks genauso möglich, wie man es von einem eigentlichen Tonträger bisher gewohnt war. Die Soundausgabe erfolgt über das mitgelieferte USB-Soundinterface an den DJ-Mixer und von dort an die angeschlossene PA.

Notwendige weitere Hardware
Zum Betrieb dieses Systems ist außerdem Folgendes Voraussetzung:

Man braucht einen mindestens zwei-kanaligen DJ-Mixer, der auch Line-In Signale verarbeiten kann, einen Plattenspieler oder CD-Player (besser natürlich jeweils zwei!), einen Computer mit USB-Port (USB1.1), der den Highspeed-Modus unterstützt mit einer Monitorauflösung von mindestens 1024×786 Pixel.
Als Betriebssysteme kommen in Frage: Windows XP und Mac OS X ab Version 10.2.8. Eine zusätzliche Soundkarte ist nicht erforderlich (weitere Angaben zur genauen Computer-Voraussetzung siehe am Ende des Tests).
Zum Rechner ist zu sagen, dass es sicherlich von Vorteil ist, für diesen Zweck ein Notebook zu verwenden, wenn man das System nicht ausschließlich zu Hause nutzen möchte – es ist aber kein Muss!

Signalfluss
Der Aufbau des Setups sieht folgendermaßen aus:

2_image003.jpg
- Scratch Live Anschlüsse -

 

Die beiden Plattenspieler/CD Player werden direkt mit dem Eingang der Scratch Live Hardware verbunden. Die Erdung der Plattenspieler erfolgt wie bei einem herkömmlichen Setup direkt am Mixer. Die Scratch Live Hardware verbindet man nun über die Line-In- und die Phono-Anschlüsse mit dem Mixer.
Diese „doppelte“ Verkabelung zwischen der Scratch Live Hardware und dem Mischpult ermöglicht es, dass man mit diesem System in seinem DJ-Set grundsätzlich Vinyls und digitale Soundfiles in Kombination auflegen kann! Spielt man die Timecode-Platten ab, so wird der Sound über die Line-In-Anschlüsse in das Pult geschickt. Legt man jedoch „normale“ Vinyltonträger auf den Plattenspieler, erfolgt die Einspeisung über den gewohnten Phono-Eingang.

Der Computer wird mit der Scratch Live Hardware über den USB-Port verbunden, worüber auch die Stromversorgung für die Scratch Hardware läuft. Bei unserem Testsystem (Acer Aspire 1502 LMI Notebook) hat dies problemlos funktioniert. Einige User (gerade aus dem Mac-Lager) berichten aber über Probleme damit. Eine Abhilfe schafft das optional erhältliche Netzteil.

Konfiguration der Software

3_image005.jpg
- Setup Fenster von Scratch Live -

Damit die Hardware erkannt und benutzt werden kann, muss zunächst die Scratch Live Software und ein Treiber installiert werden.
Anschließend muss man sich mit dem Setup der Software auseinandersetzen – zum Glück kein allzu zeitaufwändiger Prozess. Hauptsächlich geht es hierbei um die Abstimmung des realen Plattenspieler-Setups mit der Software, aber auch um die Einstellung des USB-Audio-Buffers, der verantwortlich für die Latenz des Systems ist.

Die Steuerzentrale

4_image007.jpg
- Scratch Live Software -

Über die Software von Scratch Live steuert man die Auswahl der abzuspielenden Titel. Es gibt diverse Möglichkeiten, seine Songs in „virtuellen Cases“ zu ordnen und zu sortieren, um ein späteres Wiederauffinden zu erleichtern. So kann man sich für den zu bestreitenden Gig sein spezielles Case „packen“ – so wie man es vom klassischen Vinylauflegen her kennt. Des Weiteren stehen Suchfunktionen, Songbrowser und diverse Ansichten mit unterschiedlichen Sortierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur bessern Unterscheidbarkeit ist es auch möglich, die Labels der Tracks auf dem Computer unterschiedlich einzufärben. Als Dateiformate kommen in Frage: MP3 Files, auch mit variabler Bitrate, AIFF, WAV und auch die Einbindung von iTunes Bibliotheken ist möglich.

Per Drag & Drop legt man die abzuspielenden Songs auf den virtuellen Plattenteller in der Software. Optional kann die Auswahl des abzuspielenden Tracks auch über die Vinylscheibe erfolgen. Über die Timecode-Scheibe auf dem „richtigen“ Plattenspieler kann man nun diesen Song triggern. Drückt man den Start-Knopf des Plattenspielers, beginnt die Wiedergabe des Files von der Festplatte. Die Software zeigt die abgelaufene und noch verbleibende Zeit an – das ist sehr wichtig, da man diese auf der Vinyl-Scheibe nicht erkennen kann.
Die Software gibt aber auch noch weitere Orientierungshilfen, so gibt es z.B. eine Wellenformenanzeige, die frequenzspezifisch eingefärbt ist (Rot=Bass, Grün=Mitten, Blau=Höhen). Diese ermöglicht es, zusammen mit dem Track Overview Display zu erkennen, wie der Track strukturiert ist – Start, Aufbau, Breaks, Ende. Alles sehr wichtige Informationen, die man normalerweise dem Vinyltonträger „ablesen“ kann. Eine weitere Anzeige, das so genannte Tempo Matching Display dient dazu, die unterschiedlichen Tempi der Tracks visuell anzuzeigen und erleichtert eine Synchronisation.

Über das Setzen von Cuepoints können zusätzliche Orientierungshilfen angelegt werden. Diese sind durch farbliche Markierungen und Zeitangaben in der Software zu erkennen.

Klangbeispiele

  1. Avatar
    FAtih

    hallo…ich hab ne frage ich hab bis jetzt nirgendwo die antwort gefunden also:

    funktioniert serato mit allen gängigen cdplayern? also zb. pioneer cdj100 oder cdj200 usw…weil ich habe die 100er und wollte wissen ob es auch mit meinen cdplayern funktioniert…also nicht wenn ich das jetzt kaufe das es nicht funktioniert :D…dankeschön im voraus!

  2. Avatar
    sven jedlitzky

    hallo,ich hab mir das serato programm gekauft!habe aber probleme bei der installation auf meinem laptop.jetzt hab ich gelehsen dass,das nur mit nem mac oder win xp läuft.ich hab das win vista als betriebssystem drauf.liegt das vielleicht daran?

    • Avatar
      NiCOON

      Ab Version 1.8 die kostenlos downloadbar ist müsste es auch unter Vista laufen! Grüsse

  3. Avatar
    Daniel

    @Fatih:

    Ja, es klappt mit jedem herkömmlichen CD Player, da das ausschlaggebende die Timecode CD´s sind welche du in den Player ganz normal wie eine CD einlegst.

  4. Avatar
    faruk

    hallo leute,ich schwenke zwischen rane und standon.Ich möchte dass ich einz von den beiden sich so genau anfühlt und reagiert wie mit normale Platten.Ich hofe ihr könnt mir helfen.

  5. Avatar
    Rob

    Hi Faruk,das serato von rane benutze ich seit fast 2 Jahren. Ich lege auch extrem viel wert darauf dass es sich anfühlt wie mit echten schallplatten… und glaub mir, das tut es. Die Latenzzeiten sind der Hammer. Du merkst echt kein Unterschied zu normalen Schallplatten. Ich kann nur über das serato reden weil ich mit den anderen systemen nicht gearbeitet habe, aber du machst mit serato kein fehler.Grüsse!

Kommentar erstellen

Kleinanzeigen werden in den Kommentaren grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Hinterlasse eine Antwort

Bewertung

Bewertung: 0 Sterne Bewertung der AMAZONA.de Redaktion
Leserbewertung: 5
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Aktion

crown | xls 2500 |340x220

Hersteller-Report Rane

ranelogo

AMAZONA.de Charts