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Test: Rane Serato SL4 und SL2

Rane SL4 & SL4

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Technik

Die SL2 bietet wie die SL1, die sie nun ersetzt, das Minimum an Anschlüssen für Zwei-Deck-Betrieb – zwei Stereo Ins und Outs. Bei der SL4 wurde dies verdoppelt und noch um einen Aux-Ein- und Ausgang erweitert. Dort können der Sampler oder die Bridge (eine kostenlose gegenseitige Integration von Scratch Live und Ableton Live für Besitzer beider Softwares) gesondert auf den Mixer hinausgeführt werden, ohne mit einem Deck zu konkurrieren. Vergoldete Kontakte, eine große solide Erdungsschraube und fest zupackende USB-Buchsen gehören wie bei der SL3 zum guten Ton in der Rane-Familie.
Dank galvanischer Isolation sind Brummstörungen, die sich durch ungünstige Verkabelungen einschleichen können, hier nicht zu erwarten. Da die Boxen Strom brauchen, um auch bei abwesendem Rechner das Signal von den Quellen durchzulassen, gibt es dafür auch Stromanschlüsse. Mit Dip-Schaltern wird zwischen Phono- und Line-Eingangspegel umgeschaltet – bei der SL2 pauschal für beide, bei der SL4 für jeden separat. Bei letzterer kann man außerdem noch zwischen 48 und 96 kHz Samplingrate wählen, die SL2 kann in der Software von 44,1 auf 48 eingestellt werden.

Treiber und Klang

Seit dem letzten Amazona-Test von Scratch Live mit der SL3 sind die Versionen 2.0 bis 2.2 veröffentlicht wurden. Zu deren Neuerungen später mehr.
Nutzer der SL2 und SL4 müssen sich derzeit die speziell für sie geschriebene Version 2.2.2 herunterladen, alle anderen die 2.2. Eine künftige Zusammenführung beider unter einer Installation wäre wünschenswert, da man dann jederzeit beliebig andere Boxen (bspw. die seiner DJ-Partner) anschließen könnte. Neu ist dort eine Firmware-Funktion und das Wählen der Bittiefe für Aufnahmen.

Die Installation geht problemlos vonstatten; wie gewohnt kann man quasi ohne Konfigurationsaufwand sofort loslegen. Cinch- und USB-Kabel dran, an der Box den Pegel von Phono oder Line wählen, Software starten und los geht’s.

Die Treiber lassen den Gebrauch mit jeder sonstigen Core Audio- oder ASIO-fähigen Software zu, wenn Scratch Live gerade nicht läuft. Andernfalls reservieren dessen Serato-Treiber die Box für sich. Will man also durch diese Box auch seinen Mix aufnehmen, so muss dies über Scratch Lives eingebaute Funktion erfolgen. Interessanterweise zeigte mir mein Audio-Setup bei Soundkartenverwendung ohne Scratch Live sogar an, dass es sich um 32 Bit-Interfaces handle. Was ich leider auch beobachtete, war, dass unter meiner Mac OS 10.6.7-Installation der Prozess „Kernel Task“ bei angeschlossenen SL2 oder 4 auf einmal 5 bis 10 Prozent der verfügbaren CPU-Leistung beansprucht; egal ob das jeweilige Gerät gerade zur Audioausgabe verwendet wird oder nicht. Dieser Prozess läuft normalerweise mit um die 2 Prozent.

Dadurch, dass die Phonovorverstärker nun als Hardware integriert sind, sind Thru-Buchsen überflüssig. Damit spart man sich Verkabelungsaufwand und ist bei CD-Thru-Gebrauch an Mixern mit festen Phono-Preamps unter Umständen flexibler als mit der SL1. Umgeschaltet wird in der Software; liegt kein USB-Kabel an, dafür aber das Netzteil, wird automatisch auf Thru geschaltet.

Der Klang ist wirklich sauber und ohne Beanstandungen. Im ABX-Test mit meinem MOTU 828 MKII an Beyerdynamic DT880 Pro Kopfhörern und Blue Sky Pro Desk Monitorlautsprechern konnte ich keinen Unterschied zwischen diesen beiden Geräten hören. Dieses Stück Verbesserung gegenüber der SL1 ist auf jeder besseren Anlage hörbar.

Klangbeispiele

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