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Test: Roland, Gaia Sound Designer Editor, Software

Roland Gaia Editor

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Editor

Das Hauptprogramm zeigt die Oberfläche des Gaia drei mal untereinander an. Genau das ist nämlich exakt die Struktur des Gaia. Ist einer der drei Stränge abgeschaltet, wird es dunkler dargestellt und verliert nicht die aktuellen Einstellungen. Jeder der Baugruppen wie Filter, Oszillatoren, LFOs oder Verstärker (AMP) kann separat zu Testzwecken und zum Verständnis eines Klanges abgeschaltet werden. Ebenso gibt es umgekehrt Solo-Funktionen für die Oszillatoren. Sie überbrückt alle anderen Bereiche für einen analytischen Aufbau eines Klanges. Ebenso kann auf einen Schlag ein LFO mitsamt seiner Modulationseinstellungen abgeschaltet werden, ohne alle Fader in die Mittelstellung zu bewegen. So sind alle Bereiche spielend und leicht zu erforschen.

Baugruppen Mutes Baugruppen Mutes

Auf Wunsch werden alle eingestellten Werte numerisch angezeigt. Die Werte werden zusätzlich immer in Form einer Sprechblase eingeblendet, wenn ein Regler verstellt wird.

Wert-Infoschildchen Wert-Infoschildchen

Der Gaia hat nur wenige versteckte Funktionen. Die Zuordnung des zweiten LFOs und der Anschlagdynamik sind zwei davon und sind im Editor grafisch gelöst. Der dBeam wird jedoch wie ein externer Controller umgesetzt und nur durch die Sprechblase an der eingestellten Stelle angezeigt, ist jedoch nicht irgendwo innerhalb des Editors ablesbar. Gesteuert wird beim Gaia genau der Wert, dessen Synthese-Strang gerade aktiv ist. Dies und der Arpeggiator kann im Editor nicht dargestellt werden. Das dürfte damit auch der einzige echte Kritikpunkt sein. Um genau zu sein, gibt es noch einen kleinen weiteren. Die Klänge haben keine Namen. So wie am Gerät selbst auch.

Zuweisung der Anschlagdynamik Zuweisung der Anschlagdynamik

Die Darstellung und sonstige Umsetzung dessen, wie und was angezeigt wird, ist ansonsten ohne Tadel und sehr übersichtlich. Eine zweite „Page“ zeigt die Effekt-Einstellungen an. Auch die über die Shift-Funktion erweiterten Parameter. Es sind somit vier pro Effektkanal. In der Effektübersicht wird auch eine kleine symbolische Darstellung der Synthesestränge angezeigt, um leicht zu erkennen welcher davon aktiv ist.

Effekte-Page Effekte-Page

  1. Profilbild
    Alex_KIDD

    danke für diesen ausfühlichen Bericht, macht
    spaß zu lesen.

    Ein Editor ist für den Gaia sicherlich kein zwingendes Muss, da ohnehin das Gerät selbst
    schon übersichtlich ist.

    Der Preis von 89 Euro ist auch fair, soweit ich das anhand der Screenshoots beurteilen kann.

    Ansonsten schönes Gerät, schöner Editor
    kaufen und Spaß haben…

    mfG
    Alex

    • Profilbild
      moogulator AHU

      …für mich könnt’s was günstiger sein, aber die Add-Ons sind nicht übel. Grade für Lernende.

      Roland liest sowas wohlwollend, kannste ruhig kritisieren. Die sind da nicht so.

  2. Profilbild
    Alex_KIDD

    das einzige was evtl. etwas irreführend ist,
    dass Roland ja den Gaia als 3 OSC Synth wirbt.

    Aber auf einfachster Ebene (nicht Sync oder Ringmodulation) sind es ja quasi 3 synthesizer
    aber mit einem OSC jeweils.

    Ich brauche den Editor nicht, aber er macht mir
    jedenfalls einen soliden Eindruck, ganz im Gegensatz zum Karma Editor.

    Das man allerdings keine Patchnamen vergeben kann, verstehe ich nicht ganz.

    mfG

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