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Test: RPE, SEQ12, Hardware-Sequencer

Step-Sequencer

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Bisher wurde nicht all zu viel über diesen Geheimtipp gesprochen. Aber es gibt ihn, den einfach zu bedienenden Hardware Sequencer. Diesem Gerät liegt ein sehr straightes Bedienkonzept zugrunde. Es ist nicht notwendig, schon immer ein Nerd gewesen zu sein. Er wird vorwiegend nach dem Lauflichtprinzip bedient und ist somit leicht und übersichtlich. Deshalb hat Roy Ploigt aus Berlin als Einzelkämpfer schlicht und einfach sich und anderen genau diesen Wunsch erfüllt. Dies ist ein Sequencer für das ganze Studio. Sowohl Maus-Abstinenzler als auch Freunde der Hardware-Live-Performance sollten sich für ihn interessieren.

Inzwischen ist das Gerät ein Open Source Sammelprojekt. Dies ist eine neue Entscheidung, weshalb weitere Informationen dazu über die nächsten Wochen veröffentlicht und in Foren bereits besprochen werden.

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Aufbau und Idee

Das Gerät hat drei MIDI-Ausgänge und einen Eingang und ist in der Lage, einen kleinen Synthesizer-Fuhrpark ohne die Notwendigkeit eines Computers zu bedienen. Es gibt keine Festplatte oder Lüfter. Es hat lediglich den üblichen externen „Netzknubbel“ für den Betrieb. Das Netzteil ist vom Typ eines mit Kabel auf beiden Seiten, was den Live-Einsatz nicht all zu sehr erschweren wird. Die Front ist sehr klar und einfach strukturiert. Die bekannte Lauflicht-Matrix für 12 Spuren präsentiert sich dem Nutzer direkt mittels roter LEDs und bedarf kaum einer Erklärung. Die Übersicht über 12 Drum-Spuren oder aber eine Melodiespur ist stets gewährleistet. Es gibt genau drei Hauptseiten mit eigenem Taster auf der rechten Seite. Ebenso finden sich dort die obligaten Taster für Start, Wiedergabe und Aufnahme. Der Sequencer versteht Echtzeiteingabe und das Lauflicht-Step-Prinzip, wie dies schon die Roland TR Drum Machines anboten. Der Sequencer muss, im Gegensatz zu Rolands TRs oder MCs, für keine Funktion angehalten werden und ist daher immer für jeden Spaß zu haben. Das Gerät ist sechs Höheneinheiten hoch. Die linke Reihe Taster schaltet die Darstellung zwischen Notendarstellung, MIDI-Controllern, Längen, Dynamik und Timing-Einstellungen um.

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    ukm

    Beim Anhören der Demos von solchen technisch ohne Frage interessanten Geräten warte ich immer darauf, wann es jetzt endlich mal anfängt, musikalisch interessant zu werden – meist vergeblich.

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      moogulator AHU

      Mal ein Statement ergänzend zu deinem:

      Bei vielen Demos dieser Art wird unterstellt, dass der Musiker die Möglichkeiten erkennt und diese sich selbst mit diesem Gerät vorstellen kann und die sich ausmalen können ,was sie wohl erreichen könnten. Die Handgriffe sind bei Sequencern und Groovebox von sehr hoher Wichtigkeit und kaufentscheidend und deshalb sind die auch aussagekräftiger als beispielsweise ein irrsinnig gut produziertes Stück aktueller Musikkunst, bei dem ein paar Mutes gedrückt werden. Hier sieht man halt, wie man eine Sequenz erstellt.

      Deshalb zB auch Demos von Synthesizern so unterschiedlich ausfallen. Manche wollen simple Sweeps, andere brauchen kleine Tracks, um einen kleinen Einblick zu gewinnen oder irgendwas dazwischen. Ich habe oft sehr spezielle Fragen, davon wird mindestens eine nicht beantwortet in der Demo, meist noch mehr.

      Soviel dazu aus einer Sicht eines Entwicklers oder auch eines Amazonatesters, wenn er Demos macht. Vielleicht hilft es, wenn man einen “guten Track” von nur kurzer Dauer macht?

      Ich würde bei Demos allerdings nicht unbedingt tiefgehende wirklich hochwertige Musik erwarten, generell nicht. Es soll ja auch nur das Gerät eingeschätzt werden können.
      SCHADEN würde dies freilich niemandem ;)

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    andreas1303

    Ich habe eine Frage zur Midi-In-Funktionalität:

    Wenn ich einen Track mit dem Sequenzer realisieren möchte, der diverse Harmoniewechsel enthält, müssen die Harmoniewechsel dann Teil der Programmierung sein oder kann ich die Harmoniewechsel für eine Sequenz über Midi-In-Notenbefehle von einem Keyboard steuern?

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      moogulator AHU

      In ist für Echtzeitaufnahme, es gibt also keine fancy-Umharmonisierfunktionen. Noch, denn das Gerät wird noch immer weiterentwickelt und verbessert.

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