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Test: Spectrasonics Trilian Total Bass

Spectrasonic Trilian

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Mit dem Trilian kommt schon der nächste Software Synthesizer von Spectrasonics auf den Markt. Als offizieller Nachfolger vom legendären Trilogy, aber mit einer jetzt 34 GB umfassenden Soundlibrary, was ca. 10 x soviel ist. Spectrasonic baut dabei erneut auf ihre In House Entwicklung, der STEAM Engine, welche schon im Omnisphere enthalten ist.
STEAM ist eine CORE Software und wird wohl in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung von Spectrasonics Instrumenten spielen, ebenso wie schon die S.A.G.E Technologie (Stylus RMX). Das überarbeitete User-Interface ermöglicht eine umfangreiche und flexible Bedienung für die neuen Features.

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Aber der Reihe nach.

Die Installation

Nachdem die 5 DVDs auf eine frei wählbare Platte kopiert wurden und man wie schon bei den anderen Produkten von Spectrasonics die Software per Challange Response freigeschaltet hat, steht einem der neue BASS Synthesizer als VST, RTAS und auch AU (das wird die MAC User freuen) zur Verfügung. Die Software unterstützt auch die Intel basierten Macs. TRILIAN kann vom Trilogy upgedatet werden, je nachdem wann Trilogy gekauft wurde sogar kostenlos.

Das Userinterface

Nach dem Starten des Plug-ins bietet uns das neu gestaltete Interface zahlreiche Bedienmöglichkeiten, aufgeteilt in mehrere Ansichten, die sich im Direct Access in MAIN, EDIT, FX und ARP aufteilen. Oberhalb der Master-Eingaben ist gut zu erkennen, in welchem der MULTIMODE Sounds man sich gerade befindet. Ja, Trilian ist 8-fach Multimode-fähig, was bedeutet, dass man sich hier mit 8 Instrumenten, sogenannten Patches, beschäftigen kann.

Jedes dieser Patches besteht  wiederum aus 2 Layern mit den Soundsources (sprich Samples). Man kann ein Patch entweder auf verschiedenen MIDI-Kanälen oder auch alle zusammen ansteuern. Innerhalb eines Patch stehen einem wie oben schon aufgezählt folgende Menus zu Auswahl.

MAIN

Hier werden je nach gewähltem Patch die favorisierten Bedienelemente gezeigt. Wenn man sich mit einem akustischen Sound beschäftigt, findet man dort eher Regler für AMP-, Pickup-, Mikrophon- und Saitenbeeinfußung als bei einem synthetischen Instrument, wo dann Regler für Cutoff, Resonanz und Envelopes zu finden sind. Was dort zu regeln ist, kann man aber auch für sich selbst definieren.

2_Trilian-Patch.jpg

EDIT

Auf der EDIT-Page stehen einem die zwei sogenannten Layer mit je einer Soundsource zur Verfügung. Jede Soundsource ist eigentlich ein Sample, dem eine umfangreiche Editierung hinterliegt. Die Samples bestehen aus zahlreichen synthetischen Grundwellenformen wie Sinus, Rechteck, Sägezahn u.s.w., als auch aus gesampelten Wellenformen von so ziemlich allem, was Bass macht (und noch mehr).

3_Trilian-Edit2.jpg

Als Resultat erhält man pro Layer einen schon vorkonfigurierten Grundsound. Beide Layer (inkl. der beinhalteten SOUNDSOURCE) werden zu einem Patch, welches dann auch jene Parameter beinhalten kann, die man sich ausgesucht hat, um einen schnellen Zugriff zu haben, um das gesamte Patch zu verändern. Dieses Patch kann nun entweder im Singlemode innerhalb vom Multimode auf einem eigenen MIDI-Kanal betrieben werden oder auch mit anderen kombiniert werden. Für die Patches stehen dann ca. 34 GB Soundmaterial zu Verfügung. Leider sind fast alle Soundpatches so miteinander fusioniert, dass man die gesamten 34 GB auf die Platte laden muss, denn es kann schon sein, dass, obwohl man vielleicht nur syntetische Sounds benötigt, einige Files für ein Patch auch aus einer akustischen Library sein können. Also Trilian ist nur als Gesamtwerk zu installieren. Schließlich ist Trilian ja nicht einfach nur ein Sampleplayer, sondern ein Synthesizer, der auf Sampling-Basis funktioniert. Die 34 GB Library besteht zum einen aus der gesamten Trilogy Library, als auch aus Samples der legendären Bass Legends Sampling CD (aus dem Jahr 1996), welche beide komplett überarbeitet und neu gemixt wurden, weiter noch aus ca. 30 GB neuem BASS SOUND Material.

9_Trilian-Mixer.jpg

Hier findet man alle Synthesizer Schätze der analogen Zeit, aber auch Exoten. Des weiteren wurde eine umfangreiche echte Bassgitarren-Library inkludiert. Dabei wurden die Sounds noch in ihre typischen Spielweisen aufgeteilt, und auch auf die Tonabnehmer wurde geachtet. Somit stehen einem alle Bässe (synthetische analoge und digitale Synthies, sowie Bassgitarren) in verschiedensten Spielweisen und Soundvariationen zur Verfügung. Alle diese Basis-Samples können bei Bedarf schon in dieser Ebene der Soundstruktur bearbeitet werden.

Die Sounds von Trilian lassen sich übrigens auch im Omnisphere laden und bearbeiten.

Das Patch, bestehend aus den Soundsources, sind also der Basisklang für einen Sound. Das kann man wie schon erwähnt jetzt insgesamt acht mal machen.

Für jedes Patch stehen dann, wie es sich gehört, eine umfangreiche Bedienoberfläche (nach eigenen Wünschen) offen. Dazu bedient sich Trilian dank der STEAM Technologie jetzt an:

  • 19 Filtertypen
  • 6 Multistage Envelopes
  • 6 LFOs (allesamt sehr umfangreich zu konfigurieren)
  • Dual Morphing
  • Modulation
  • und einem hervorragenden FX Rack (auch modulierbar)

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    tuonodriver

    Kann mich dem Test nur anschliesen! Trilian ist, wie auch Omnispher und Stylus RMX ein “must have” für den Amateurmusiker als auch für den Profi!

    Spectrasonics zeigt auf eindrucksvolle Weise was ihre Visionen von virtuellen Synthesizern sind und mit Trilian haben sie wirklich ein VST geschaffen was Basstechnisch keine wünsche offen lässt!

    Ich bin begeistert!

  2. Profilbild
    tompisa

    Es existiert klanglich weit und breit nichts, das Trilian das Wasser reichen kann.

    Qualitativ in seiner eigenen Liga. Spectrasonics zeigt wie anständig viel Geld verdient werden kann: Top Software Programmierung plus exzellenter Samplingtechnik plus hervorragender Kunden Support und faire Preispolitik.

  3. Profilbild
    djben2005

    Ein Hammerteil, keine Frage. Super Preis auch, da kann man nicht meckern. Für das Geld wirklich ein Pflichtkauf.

    Mich persönlich schrecken die ganzen Riesen Librarys heutzutage aber auch immer ein bischen ab. Bei dieser Menge an Sounds komm ich manchmal aus dem Preset Durchhören gar nicht mehr raus. Aber naja, besser zuviel als zuwenig ;)

  4. Profilbild
    p.tunyogi

    Wer schon viele Sounds hat, den kann nur ein einziges Instrument in Trilian reizen. Das ist der “Chapman Stick”, ansonsten finde ich die Basslegends (aus den neunziger Jahren !!)nochmals aufzuwärmen nicht so toll. Die Synthbässe bekomme ich auch woanders. Am meisten stört mich bei den Spectrasonics produkten, das die CPU Leistung gerade bei Omnisphere mal wieder bis zum Anschlag ausgeschöpft wird und somit für den Normaluser nur eingeschränkt nutzbar ist. Auch nicht so toll !
    Der Support war auch mal besser. Man muss manchmal über eine Woche auf Antwort warten.
    Das Interface ist wahrlich super, das Marketing perfekt, aber irgendwie ist mir der Showeffekt den diese Firma mittlerweile stark in den Vordergrund stellt, zu viel.

    • Profilbild
      Andreas Stadelmann AHU

      Hi p.tunyogi, also was den Support angeht kann ich nicht viel sagen, weil ich ihn noch nicht benötigt habe. Das mit der CPU muß ich aber definitiv nochmal aufgreifen. Mit der Instanz Trilian komme ich sehr gut zurecht. Je nachdem wie viel Multis angesteuert werden steigt natürlich die Performance Anzeige, aber ob ich nun 2,3,4, oder mehr weitere Instanzen mit anderen PlugIns fülle, oder eben nur Eine mit die Multimode fähig ist , bleibt sich da fast gleich. Ich habe ebenfalls SubboomBass und finde dieses Teil auch sehr sehr gut, aber wenn ich das in 5 Instanzen öffne, komme ich aufs Gleiche.
      Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, dass man sehr viele Sounds schon hat oder auch von anderen Anbietern bekommt.
      Für jemanden, der schon 500 GB angesammelt hat könnte es schon viele Überschneidungen geben, klar. Aber ich finde die Multisamples mit den verschiedenen Spielweisen z.B. schon sehr gut gelöst und tatsächlich in manchen Bereichen auch viel frischer. Wie auch immer … wir testen ja für alle USER und auch jene, die vielleicht noch kein VST Instrument haben oder planen sich eins zuzulegen. Somit kann ich das natürlich relativieren…
      jemand der noch keine vernünftigen Bässe auf seinem System hat, bekommt hier eine riesen Auswahl hervoragender Sounds ;-)
      In diesem Sinne…

  5. Profilbild
    markamazon

    Auch von mir aus absolute Kaufempfehlung !
    Die neue Generation von Spectrasonics Plugins (Omnisphere,Trilian) füllt sich wie ein Rolls Royce -alles durchdacht,sauber verarbeitet,und einfach großartig !

  6. Profilbild
    p.tunyogi

    Die Äußerungen sind mehr ein Bedauern das sich gewisse Dinge geändert haben. Natürlich sind Spectrasonics Produkte hervorragend, gar keine Frage. Aber wie gesagt, den “Chapman Stick” hätte ich schon gerne.:-)

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