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Vergleichstest: Di-Boxen mit Speakersimulation, Hughes und Kettner Redbox classic, Behringer Gi100, Palmer PDi09

Di-Boxen

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H&K Redbox ClassicH&K Redbox Classic

Im Amazona-Test von November 2010 haben wir vier Di-Boxen mit der üblichen Ausstattung unter die Lupe genommen. In diesem Test schauen wir uns Di-Boxen an, die über eine Speakersimulation, also eine Nachahmung des Lautsprecherklangs verfügen. Der Sound der E-Gitarre entsteht nicht nur im Instrument selbst, sondern wird auch durch den Gitarrenverstärker und den angeschlossenen Lautsprecher geformt. Verstärkerhersteller wie Marshall, Mesa oder Soldano sind durch ihren speziellen Klang weltbekannt geworden.

Stromgitarre anschließen

Die bewährte Art, den Gitarrenklang in das Mischpult zur Beschallung oder für eine Aufnahme zu bekommen ist es, einfach ein Mikrofon vor den Lautsprecher zu stellen. Um den Aufbau zu vereinfachen, kann mit einer der hier getesteten Anschlussboxen das Gitarrensignal auch direkt über eine elektronische Anpassung ins Pult geschickt werden. Die Klangeigenheiten des Gitarrenlautsprechers lassen sich mit dem Mischpultequalizer nur schwer nachmachen, daher kamen einige Leute auf die Idee, spezielle elektronische Filterschaltungen hierfür zu entwickeln. Im Wesentlichen findet in diesem Filter ein scharfes Abschneiden der Höhen statt, wie beim typischen Gitarrenlautsprecher liegt die Flankensteilheit bei 20dB/Oktave und mehr – technisch nicht ganz einfach zu realisieren.

Di-Box im typischen RotDi-Box im typischen Rot

Di-Boxen – speziell für E-Gitarre

Vielleicht die ersten, die mit dieser Idee auf den Markt kamen, waren die Entwickler von Hughes und Kettner. Die ursprüngliche Redbox war wahrscheinlich das Vorbild für die ganze Geräteklasse. Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Gehäuse in einem auffälligen Rot gehalten – und daher gut von den “normalen” Di-Boxen zu unterscheiden. Das Gitarrensignal geht bei allen drei Kandidaten über eine oder mehrere 6,3mm-Klinkenbuchsen rein und über XLR symmetrisch wieder nach draußen. Als einzige Box im Testfeld bietet die Hughes und Kettner drei Möglichkeiten der Stromversorgung an: Die Box kann mit Batterie, über Phantomspeisung oder über ein externes Netzteil angetrieben werden. Weder in der Anleitung noch auf der Box sind genauere Angaben über die externe Stromversorgung zu finden. Auf Nachfrage teilt der Vertrieb mit, dass 9 bis 24 Volt Gleichspannung und 9 bis 15 Volt Wechselspannung verwendet werden können, bei DC muss der Pluspol außen liegen.

Behringer G100Behringer G100

BestausstattungBestausstattung

Ebenfalls aktiv – also mit eingebauter Elektronik – ist die “Ultra-G /Gi100″ von Behringer. Das typische, sehr robuste Behringer Gehäuse hat wie die Hughes und Kettner ein auffälliges Rot bekommen. Die Behringer kann über Batterie und Phantomspeisung versorgt werden. Der Pegel kann in zwei 20dB-Stufen angepasst werden, außerdem kann der Simulationsfilter ein- und ausgeschaltet werden.

Stabiles GehäuseStabiles Gehäuse

Die Stellung der Schalter ist jedoch wie bei anderen Behringer Modellen etwas schwer zu erkennen. Ausstattungsmäßig landet die Behringer damit auf Platz eins – das Einzige, was man noch gut gebrauchen könnte, wäre eine Batteriekontrolle.

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    SpotlightKid

    Ich besitze auch die Behringer Ultra-GI. Sie klingt auf jeden Fall besser als der Direct-Out meines Spider Valve 112 (Mk I), obwohl dieser auch ein Speakersimulation hat. An die Abnahme mit Mikrofon (am besten zwei) kommt sie aber nicht heran. Durch ihren Zusatznutzen als DI-Box mit Groundlift und Pad z.B. für Direktaufnahmen der Gitarre über das Mischpult und ihren absolut soliden Aufbau ist sie aber auf jeden Fall ihr Geld mehr als Wert. Leider passt sie im Rack nicht in eine Höheneinheit.

    Eine interessante Alternative ist, statt einer speziellen Speakersim-Box, die eingebauten Speakersimulationen, die in vielen Gitarrenmultieffekten (Pod, Vox Tonelab, Zoom G7 usw.) oder Digitalrekordern à la Roland BR-600/800 oder BR-8/80 verfügbar sind, zu benutzen. Dabei findet natürlich eine AD/DA-Wandlung des Signals statt.

    Hier noch eine schöne Webseite mit einem sehr ähnlichen Vergleichstest, auf der dem man auch mehr Audio-Beispiele im Blindtest anhören kann. Außerdem gibt es Frequency-Response Diagramme.

    Chris

  2. Profilbild
  3. Profilbild
    Torsten Schermer

    Also meiner Meinung nach klingen die Soundbeispiele der Redbox hörbar besser als die der Konkurrenten. Mitlerweile gibt es die Redbox 5, die alle als fehlend bemängelten Features und zudem noch verschiedene Klangcharakteristiken aufweist. Und das zu gleichen Preis. ( Ich bin nicht von H&K :-) ). Perfekt!

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Produktbewertungen

Bewertung: Hughes und Kettner Redbox Classic<br />
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Hughes und Kettner Redbox Classic

Bewertung: Behringer Gi100<br />
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Behringer Gi100

Bewertung: Palmer PDi09 "The Junction" Sterne

Palmer PDi09 "The Junction"

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