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Vergleichstest: Minimoog vs. Software-Clones, G-Force Minimonsta, Minimogue, Model E, Arturia Minimoog V2, U-He Diva

Minimoog vs. Clones

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Seit vielen Millionen Jahren wird verglichen. Wahrscheinlich begann alles damit, dass Primate Otto M. in den Jahren des Päleozän seinen Holzstock und/oder sein Weibchen mit dem seines Rudelgenossen Karlheinz F. verglich und ob es sich lohne, den Kollegen zwecks Besitzübernahme zu beseitigen. Und da wir alle die Gene von Otto und Karlheinz in uns tragen, jetzt also im April 2012, wenige Monate vor dem offiziellen Weltuntergang, treten an:

Robert Moogs MINIMOOG gegen Steinbergs Model E, G-Force Minimonsta, der Freeware Minimogue, U-he DIVA und den Arturia Minimoog V2. Und ich untersuche ausschliesslich, wie gut der Minimoog Sound emuliert wird. Der alte Holzkasten muss zeigen, was er drauf hat, oder war es umgekehrt?

Soft-Simulanten Soft-Simulanten

 

Das Original, an dem es sich zu messen gilt, ist in unserem Fall ein originaler, unverbauter Minimoog von 1974. Von mir gekauft 1994 für 600 DM, als man noch der Meinung war, dass die Minimoog Samples für den Akai Sampler S612 zum Preis von 39,95 DM das olle Holzding obsolet machen.

Minimoog 1974 Minimoog 1974

 

Trotzdem, heutzutage ist der Minimoog teuer wie nie, trotz der preiswerten wie zahlreichen, Imitationen. Aber wie gut sind diese im direkten A/B Vergleich wirklich?

Um das Ganze übersichtlich, unterhaltsam und nachvollziehbar zu gestalten, habe ich mir ein Punktesystem eingerichtet:

  • Oszillatoren: 0 – 5 Punkte
  • Filter: 0 – 5 Punkte
  • ADSR: 0 – 5 Punkte
  • Modulation: 0 – 5 Punkte
  • Soundeindruck: 0 – 5 Punkte

Der originale Minimoog vertritt sich selber also mit der maximalen Punktzahl von 25. Haptik, Aussehen und Protzfaktor lassen wir unter den Tisch fallen … aus gutem Grund!

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    mira

    WKann man seinen Minimoog nun endgültig zum Sperrmüll stellen? Man kann! ”
    aber bitte nur stellen, nicht werfen!

    • Profilbild
      metabeat

      …aber nicht vergessen mir Bescheid zu sagen, damit ich den Schrott fachgemäss “entsorgen” kann.
      Denn ein Softsynth hat weder die Chance, in fast 40 Jahren noch zu funktionieren, noch kann man ihn anfassen, drehen oder patchen. Dafür braucht man MidiController, die immer nur unzureichend die Parameter wiederspiegeln.
      Obwohl Urs und Co ja angekündigt haben, einen perfekten Diva Controller zu entwicklen.
      BTW: geiler Test :)

      • Profilbild
        FischerZ

        Ich lese da immer wieder von ” anfassen, drehen, haptik” usw. Ist ja alles schön und gut aber am Ende zählt nur der Sound der aufgenommen wird. Kein Mensch sieht die Regler der Hardware aber jeder hört den Sound und auf den kommt es an. Warum sollte ein Plugin in 40 Jahren nicht mehr funktionieren. Gehen Digitale Daten kaputt?
        Ein Minnimoog kann aber sehr wohl nach 40 Jahren sterben wenn es keine Bauteile mehr gibt.
        Beispiel Moggkaskade. Sind denn die exakten Transistoren noch verfügbar und wenn ja wie lange noch?
        Wenn ich mir einen Song anhören kann ich den Unterschied nicht feststellen. Viele Blindtests haben das bestätigt.

        • Profilbild
          andreas1303

          Das ist ein guter Punkt: Bei Tests wie diesem und in der derzeitigen Musikwelt sehr verbreitet wird immer vorausgesetzt, dass es auf das Resultat ankommt: Nur der Sound, der am Ende herauskommt zählt. Nur das Resultat zählt und nur der Erfolg mit dem Resultat.

          Das kann man aber auch anders sehen: Ich zum Beispiel sehe es so: Es kommt darauf an, welche Erfahrung der Musiker macht, während er spielt. Macht es ihn glücklich? (Nicht das Resultat und nicht der Erfolg, sondern das Musik machen an sich.)

          Es gab (und gibt noch) Kulturen, da haben Menschen Musik gemacht, weil es sie glücklich gemacht hat. Der Sound und das Resultat waren scheißegal. Das Glück des künstlerischen Schaffensprozesses war das Ziel.

          Und wenn man das als Grundlage für solche Tests heranziehen würde, würde der Minimoog dann immer noch im Müll landen?

          • Profilbild
            FischerZ

            Wenn ich heute Musik mache und verkaufen will ist es zuerst mal wichtig das die Musik gekauft wird denn damit kommt die Wurscht auf die Semmel. Ich kann es sehr gut verstehen wenn dann die Endorphine im Blut blasen werfen aber das muss dann wohl an zweiter Stelle stehen.

            • Avatar
              Gast

              Wie immer im Leben kann man mit verschiedenen Mitteln und über verschiedene Wege zum Ziel kommen. Was mir jedoch bei zahlreichen Interviews mit aktuell angesagten Musikern und Produzenten aufgefallen ist: Es gibt einen Bewusstseinswandel. Die Freude an der Musik verdrängt offensichtlich gerade die Fokussierung auf das Verkaufen. Kann man sehen wie man will: Bei Bonedo.de gibt es spannende Podcasts zu dem Thema.

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          DanielT

          Lieber FischerZ,

          Du kannst den Unterschied vielleicht nicht hören, aber gestehe doch anderen die Fähigkeit zu, dass sie den Unterschied vielleicht doch hören können.

          Außerdem was sollen den die vielen Blindtest bestätigen. Wie bei Gutachten, bestätigen sie genau das, was der Anfertiger haben will.

          Alle Deine Kommentare, die ich bisher gelesen habe, zielen darauf ab den Leuten glauben machen zu wollen, dass man Hardware nicht mehr braucht.

          Lass doch den Leuten einfach mal die Offenheit sich selber einer Meinung zu bilden.

          Wer Software mag soll halt Software nehmen, wer Hardware mag halt Hardware.

          Aber bitte keine Märchen mehr, dass beides die gleichen Eigenschaften haben soll. Das ist schlicht eine Lüge.

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            Kovalam

            Was hier allgemein bei der Diskussion zu kurz kommt, ist die Tatsache, das die Diva nicht nur den Minimoog emuliert, sondern viel mehr kann, als nur das. Das Hardware durch die Diva nicht obsolet wird, auch wenn sie beinahe gleich klingen, sollte doch klar sein, wenn man nicht nur im Studio produziert, sondern auch Live musiziert.

  2. Profilbild
    Viertelnote

    danke für den ausführlichen Test. Aber, machen solche Vergleiche denn einen wirklichen Sinn? Klopfen wir uns nun auf die Schulter und sagen,”puh geschafft analog läßt sich perfekt emulieren” oder “gottseidank, digital bleibt eben digital”
    Man tritt nur wieder Glaubenskriege los, das bringt niemanden was. Ich denke, man sollte alles ob Hard-, oder Software als Musikinstrumente sehen. Mir persönlich sagen solche “Beweise” nur, daß man gute Sachen mit vielen Dingen machen kann.
    Trotzdem muss ich sagen, dass sich der Tester verdammt viel Mühe gemacht hat, denn sowas erfordert viel Fingerspitzengefühl.
    mfG
    PS: Mir persönlich gefällt der MinimoogV2 von Arturia am besten… Geschmack eben

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    mysputnik07

    Sehr guter Test. Ich selbst habe den Arturia-Clone und jetzt gefällt er mir nicht mehr so gut. Minimonsta und Diva klingen echt besser!

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      t.bechholds AHU

      Wenn Du eine flotte, moderne Hardware besitzt, dann check mal die Diva. Abgesehen von der Moogemulation ist die Roland Jupiter & Juno Abteilung in dieser Kiste der absolute Burner.

      Den Jupiter 8 und Juno 60 kannste also direkt neben dem Minimoog mit zum Sperrmüll stellen ! .. :)

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      Gast

      Dass der Minimonsta besser klingt als die Arturia Emulation, ist für mich keine neue Erkenntnis. Gleiches gilt für den TimewARP von WayOutWare im Vergleich zum Arturia ARP 2600.

      Arturia, das ist mein ganz persönlicher, subjektiver Eindruck, ist ein Firma, die viel Wert auf die Verpackung legt. Mir persönlich ist der Inhalt wichtiger. Bei Arturia habe ich daher genau zweimal gekauft: Einmal (Prophet VS) und seitdem nie mehr wieder.

      Bei U-he wird – gemessen an der Leistung – das Understatement gepflegt. Ich denke, dass diese “deutsche Tugend” in der Community weltweit geschätzt wird. Ein weiterer Vorteil: Unterstatement verführt nicht dazu, ein Produkt nach dem anderen fotorealistisch zu clonen und auf den Markt zu werfen. Kontinuität, stetige Verbesserungen, gepaart mit neue Ideen, erscheinen mir langfristig die besseren Zutaten für den Erfolg zu sein. Eine Diva aus Deutschland ist mir persönlich viel lieber als ein Sixpack aus Frankreich.

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    YC45D

    Schade,denn mir ist das Anfassen der Regler das Wichtigste,und da hätte man doch wirklich den besten Hardqware-Synth als Clone des Minimoogs,den mit seinen 12 Stimmen absolut klanglich herausragenden Minimax noch dazu nehmen können.Für mich wäre er der erstrebenswerteste in der Anschaffung,preislich für den vierten Teil eines echten Minimoog zu bekommen.

    • Profilbild
      t.bechholds AHU

      Ein Hardwaretest wird mit Sicherheit auch mal folgen. Interessiert mich selber, wer was in welcher Qualität kann. :)

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        Gast

        Wäre prima, wenn es dann auch noch einen Quervergleich geben könnte: Also z. B. Minimax vs. Minimoog vs. Diva. Gerade beim Minimax wäre dies aus verschiedenen Gründen sehr interessant.

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    ariston

    Ein toller und fairer Test, alle Achtung. Bei all den Minen, die bei diesem Thema herumliegen, bist Du nicht auf eine einzige getrampelt. ;)

    Ich finde die Treue zum Original nicht so unbedingt wichtig, wichtig ist mir vielmehr ein gut klingendes, expressives Instrument. Das trifft auf die meisten Plugins in diesem Test zu, so dass jeder sich “seins” raussuchen kann. Ist doch schön, in so einer Zeit zu leben!

  6. Profilbild
    metabeat

    PS

    Bei aller Liebe zu “echter” Hardware hat mich dieser Test nicht in Ruhe gelassen bis ich irgendwann meine Kreditkarte gezückt hab um eine Diva Seriennummer zu erwerben. Jetzt hoffe ich noch das bald der Diva Controller kommt.

    Denn es zählt nicht nur der Sound den man am Ende aufnimmt und was ein möglicher Zuhörer wahrnimmt: Der Weg des Sounddesign ist ein kreativer Schaffensprozess, den ich nur unzureichend mit Maus plus generischen Midicontroller erledigen kann.

    Aber Diva ist ohne Zweifel sicher der Höhepunkt von 15 Jahren Software Entwicklung im Bereich AnalogVirtuelle Synthesizer.

    Amazona hat mich zum xten Male zum kaufen “verführt” – weitermachen mit solch spannenden Begegnungen der dritten Art.

  7. Profilbild
    Onkel Sigi AHU

    Auch wenn die Emulationen mittlerweile erstklassig sind, werde ich meinen Minimoog Voyager ganz bestimmt nicht zum Sperrmüll stellen. Denn erstens ist das herzhafte Hinfassen an echte Regler und Schalter für mich schon ein Teil des Soundentstehungsprozesses (was für ein Wort….) und zweitens ist keine Emulation so dreidimensional und plastisch und phantastisch wie ein echtes Trumm aus Holz und Blech und Elektronik.

    Musikalische Grüße

    Onkel Sigi

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      Gast

      Sehe ich genauso. Es spielt keine Rolle, ob der Minimoog zu 90 Prozent oder 95 Prozent nachgebildet werden kann. Wer ein Instrument spielen möchte, spielt einen Minimoog. Wer ein Produktionstool verwenden möchte, nutzt z. B. die Diva. Erst wenn U-he dafür einen adäquaten Controller anbietet, ändert sich möglicherweise die Welt.

    • Profilbild
      vssmnn

      Interessant wäre die Wahrhaftigkeit so einer Aussage, könnte man eine Zeitreise machen und in den 70- oder 80er Jahren mit einem Rechner nebst VST Programmen auftauchen.
      Damals wurden unter großen Mühen Fairlights auf die Bühne gehievt zum allgemeinen Staunen des Publikums.
      Du wärst der absolute Held mit einer VST-Wunderkiste gewesen.

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    filterfunk

    “Kann man seinen Minimoog nun endgültig zum Sperrmüll stellen? Man kann!”
    Man stelle sich eine derartige, sinnfreie Aussage bei einem equivalenten Test für die E-Gitarristen vor – der überwiegende Teil der Gitarristen würde zum Protest anheben.
    Warum? Weil hier die Musiker ihr Instrument und direkte Peripherie “erleben” wollen.
    Was nützt mir ein superb klingendes “piece of sofware” wenn das Instrument dazu fehlt?
    Produzenten, Soundtüffler und plugin-Sammler werden mit Software sicherlich happy.
    Ist auch gut so!
    Mir fehlt eine dedizierte und hochwertige Controller-Hardware, die ich auch nach 10 Jahren einschalten kann und es läuft, und eben nicht dauernd Windoof updates oder irgenwelche Systemoptimierungen vornehmen muss, damit ich latenzfrei Arbeiten kann.
    So lange das nicht kommt, kann Diva meinetwegen analoger als analog klingen, mich macht das überhaupt nicht zum Mucke machen an. Denn es geht doch nicht darum, um möglichst preiswert irgendwelche Klänge von Vorbildern zu reproduzieren, oder darüber hinaus noch wesentlich leistungsfähiger zu sein (was ich auch überhaupt nicht in Frage stelle) – Es ist einfach kein Instrument!

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      FischerZ

      Ich denke der Vergleich mit dem E-Gitaristen hängt.
      Zu beinahe jeder Hardware gibt es ein Softwarependant.
      Zu einer Gitarre von z.B. Ibanez gibt es keinen Softwareersatz. Auch ein Sänger wird wohl nie per Software komplett ersetzt werden.
      Was das “Instrument” angeht möchte ich hier hin verweisen.
      http://www.....index.html

      Vielleicht wird es eines Tages möglich sein solche Controller kostengünstig zu bauen was dann natürlich ein neues Problem bringt. Bei 25 Plugins wird der Platz sehr schnell eng.

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        filterfunk

        “Zu einer Gitarre von z.B. Ibanez gibt es keinen Softwareersatz”.
        Selbst wenn dies möglich sein sollte, hätte dies bei Gitarristen aus dem von mir ausreichend genannten Grund keine Chance, da es schon um die hardwaregestützen, softwareemulierten Peripheriemodelle (Verstärker, Verzerrer, etc) einen ziemlich kontrovers ausgetragenen “Diskurs” gibt!
        Ich kann das Beispiel mit Synthproject übrigends nicht mehr hören. Der Großteil der Synthesiasten will es ja dann doch nicht, wenn es “was kosten” sollte. Man gibt sich doch lieber damit zu frieden, dass man eine “echt analog klingende” Software hat.
        Es dürfte auch möglich sein, mehrere Plugins in eine kaskadierbare Hardwareplattform zu portieren. Man müsste aber herstellerübergreifend agieren, damit beispielsweise Standards definiert werden könnten.
        Dazu fehlt aber anscheinend der Marktdruck – und der Markt sind wir!

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          Gast

          Für Synth-Project hege ich große Sympathie: Ich bewundere die Motivation, den Fleiß und die Detailliebe von Herrn Jurisch sehr. Zudem finde ich die Frage, ob sich das der durchschnittliche Hobby-Musiker leisten kann oder mag, ob der Platz dazu in der Bude reicht, usw. nebensächlich. Synth-Project steht für sich und das genügt.

          Das Thema der Controller im bezahlbaren Bereich wird ggf. vom Nectar Panorama für Reason auf ein neues Niveau gehoben. Ich denke schon, dass in diesem Bereich nach wie vor großer Nachholbedarf herrscht. Erste Ansätze wie z. B. Akais APC 40 zeigen, was geht und das ein Markt dafür vorhanden ist. Dass diese Erkenntnis auch in der MI angekommen ist, zeigen Hybride wie z. B. Maschine oder die neue MPC-Serie. Der Diva jedenfalls würde ein dezidierter Controller prima zur Seite stehen. Klanglich und konzeptionell spielt die Dame auf so hohem Niveau, dass meine Preisopferbereitschaft bis ca. 800 Euro reichen würde. Voraussetzung wäre, dass sich die Diva-Hardware im Zusammenspiel mit der Diva-Software wie ein “echtes” Instrument anfühlt und alle Funktionen über die Hardware zur Verfügung stehen, d. h., der Computer-Monitor nicht benötigt wird.

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      andreas1303

      “Es ist einfach kein Instrument!”

      Das kann ich bestätigen! Ich habe mich nach einem anderen Test hier dazu hinreißen lassen, Dune zu kaufen, mein erstes Plugin. Ich dachte: “Dann stelle ich einfach meinen Laptop neben meine Hardware-Synthesizer-Kisten und binde Dune ins Midi-Netzwerk ein, wie einen weiteren Hardware-Synthesizer.”

      Ich habs mit Cakewalk versucht (habe ich mal zu einem Gitarreneffekt dazubekommen), ich habs mit Ableton Lite versucht (habe ich mal zu einem Keyboard dazubekommen) aber es ging nicht! Mit Ableton war ich fast soweit, bin aber an der Synchronisierung gescheitert und der Ableton Support hats auf Dune geschoben.

      Ich kann mit einem Plugin und Cakewalk oder Ableton Musik zusammenbasteln, die ich mir dann hinterher anhören kann, aber ich kann damit nicht Live musizieren!

      Nach 2 Tagen Bastelei war ich an einem Punkt “120 EURO sinnlos in den Sand gesetzt”. Man kann ja so eine Softwarelizenz auch nicht einfach zurückgeben, wie eine Kiste von Thomann.

      Später entdeckte ich Live-Professor und damit gings dann dann doch noch. Aber Live-Professor ist ein Exotenhost, den kaum jemand kennt und verwendet. Es bleibt festzuhalten, dass Plugins nicht zum Live-Musizieren gemacht werden. Es sind keine Musikinstrumente. Es sind Produktionstools.

      Aber mit einem Minimoog kann ich Live musizieren! Ein Minimoog ist ein Musikinstrument.

      Im Grunde ist mir das wurscht, ob Leute glauben, mit Plugins einen Minimoog ersetzen zu können. Wenn sie damit glücklich werden. Mich verfolgt nur immer die Angst, dass eines Tages kaum noch jemand weiß, was Live musizieren ist. Und wer baut mir dann noch einen Hardware-Synthesizer?

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        FischerZ

        Warum kann man mit Plugins nicht Live Musik machen? Ich weis nicht wovor Du da Angst hast aber es hört sich ja schon beinahe Paranoid an.
        Glaubst Du wirklich das alles was auf der Bühne gespielt wird von Hardwaresynths kommt?

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          andreas1303

          Wenn ich “Live musizieren” sage, meine ich nicht unbedingt eine Bühne, sondern ich meine eine ganz bestimmte Art, Musik hervorzubringen: Es ist ein magisches Zusammenspiel von Körper, Instrument und kreativen, teilweise unbewussten Teilen des Verstandes. Diese Art Musik zu machen, löst starke Glücksgefühle aus und es entstehen spontan neue Dinge, die oft auch völlig unerwartet sind. Man denkt sich die Musik nicht aus, sondern sie entsteht irgendwie kreativ, spontan und magisch. Ich spiele 3 Instrumente: seit 35 Jahren Gitarre, seit 12 Jahren Schlagzeug und seit 2 Jahren auch Synthesizer. Mich hat an Musik immer genau das fasziniert: Die Magie und das Glück dieses Vorgangs, eben des Musizierens.

          Aber ich stelle fest, es gibt immer weniger Menschen, denen das wichtig ist. Es zählen in erster Linie Resultate und Erfolg. Dafür wird produziert. Der Weg dahin ist nebensächlich. Die alleinige Konzentration auf Resultate killt die echte Kreativität und killt den magischen Vorgang des Entstehens. Irgendwas Zusammenschustern kann man natürlich immer.

          Ich glaube, dass unserer Kultur damit etwas sehr wichtiges verloren geht oder bereits verlorengegangen ist.

          Wenn diese Ansichten paranoid sind, dann bin ich eben paranoid. Aber solange ich auf DIESE Weise Musik machen kann, habe ich wenigstens Spaß dabei.

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            Gast

            Du hast den Grund, weshalb ich von Soft- wieder auf Hardware umgestiegen bin, sehr schön beschrieben. Auch bei mir stellte sich dieses von Hardware gekannte Glücksgefühl nicht mehr ein. Zudem hat mich das Gefummel am Bildschirm genervt, die heute verfügbaren Controller mit all ihren Unzulänglichkeiten ebenso. Ich werte das aber als (m)eine persönliche Erfahrung/Sache, ohne Anspruch auf generelle Richtigkeit.

            Gut finde ich, dass es heute eine Vielfalt an Möglichkeiten gibt. Für jeden, egal ob Musiker oder Produzent/DJ, stehen Instrumente und Produktionsmittel zur Verfügung. Wer Musik der Freude wegen “macht”, wird heute sehr gut bedient. Wer hingegen Musik für ein Publikum produziert, hat andere Probleme, als die Frage, ob eine Minimoog-Emulation nur 90% oder 95% des Originals trifft, nahelegt. Und dann kann ich auf verstehen, dass wirtschaftliche Erwägungen bei der Wahl der Mittel eine Rolle spielen.

            Abgesehen davon noch eine Provokation zum Schluss: Mit der Plug-In-Schwemme findet eine Entwertung des Musikinstruments analog zur Entwertung der Musik als solches statt ;-)

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              filterfunk

              Sorry CBusch, ich kann Deiner Argumentation nicht folgen.
              Warum wertest Du Deine Meinung ab, die besagt, dass Deine Bedürfnisse nur unzureichend abgedeckt werden, und stellst hinterher fest, dass jeder mit der momentanen Situation glücklich sein sollte?

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                Gast

                Filterfunk, meine Meinung besagt, dass ich lieber Hardware als Software u. a. aus den von Andreas1303 genannten Gründen nutze. Meine Meinung besagt hingegen nicht, “dass jeder mit der momentanen Situation glücklich sein sollte.” Diese Worte hast du mir in den Mund gelegt. Ich schreibe niemanden vor, glücklich sein zu müssen. Ich persönlich kann aber der Realität, in der es adäquate Soft- und Hardware gibt, positive Aspekte abgewinnen. Für Software gilt dies umso mehr, da das Kapitel gerade erst geschrieben wird und möglicherweise, entsprechende Controller vorausgesetzt, zu einem späteren Zeitpunkt für mich wieder spannend werden könnte. Ich bleibe somit offen für zukünftige Entwicklungen, bin kein Hardware-Fundamentalist und streite daher auch ungern über den Sinn und Unsinn von Hard-/Software. Jeder ist seines Glückes Schmied: Insofern bleibt die Wahl von Hammer und Amboss auch jedem selbst überlassen.

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                  filterfunk

                  Differenzieren ist wichtig, klare Worte noch viel mehr….:-)
                  Ich hoffe mal das diese Diskussion hier den einen oder anderen vielleicht doch vor Augen geführt hat, dass es für manche Musiker in der Hauptsache weder um möglichst spektakulären Klang zum schmalen Preis, noch um irgendwelche pro/con SW/HW- Glaubenskriege geht.
                  Ich hoffe doch stark, dass ein DIVA Instrument irgendwann existent wird?!?
                  Dann kommt der Instrumenten-Markt vielleicht doch noch mal in Bewegung…..

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            Aerocity

            Ich nenne das “Flow” und den habe ich allgemein wenn ich Musik mache….. Beschränkt sich das bei euch wirklich auf Hardwaresynth´s oder ist es möglicherweise Kopfsache? ;-) (Probleme mit dem loslassen)

            Hardware ist schon geil…. Software aber auch :D Ich kann und will mir keinen 3000 € Synth hinstellen. Vermissen tu ich nichts außer ab und zu die Haptik, dafür hab ich aber Controller. Wirtschaftlich gibt es nur einen Sieger und wenn ich tippen müsste was in 40 Jahren funktioniert (und 100% gleich klingt) dann ist es sicherlich auch Software (Emulatoren, OOTB Unterstützung o.ä.)

            Der Preis und die Flexibilität von VST´s trifft einfach den “Stil” der jungen Generation, zumal den Unterschied kaum einer hört. Vermutlich sind es die Hörgewohnheiten und wie soll sich da jmd. jahrelang dran gewöhnen wenn er zu der Zeit gar nicht gelebt hat.

            Hardware wird es auch im Synthbereich immer geben, Tendenz aber sinkend und da ist es egal wieviel die Firmen noch auf den Markt schmeißen. Hardware müsste man schon stark senken denke ich mir.

            • Avatar
              Gast

              Du schreibst u. a.: “Beschränkt sich das bei euch wirklich auf Hardwaresynth´s oder ist es möglicherweise Kopfsache? ;-) (Probleme mit dem loslassen)”

              Deine Frage klingt so, als ob du den Unterschied nicht kennen würdest. Ich meine das nicht despektierlich. Nur: Ich kenne den Unterschied, habe Hardware sowie Software mit Controller. Mich inspiriert ein Nord Lead bspw. mehr als eine Diva. Und das hat nichts mit dem Klang an sich zu tun, sondern mit dem Zugang zu dem Instrument. Und selbst wenn ich nach deiner Diktion ein Problem mit dem Loslassen hätte – es wäre mir egal.

              Womit du sicherlich Recht haben könntest: Ich beschäftige mich seit rund 25 Jahren mit Synthesizern, habe Hardware quasi im Blut. Wer die Hardware-Zeit verpasst hat und zur Ableton-Generation gehört, hat einen anderen Zugang zur Musik. Im Ergebnis gibt es heute mehr “Produzenten” als “Musiker”.

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        metabeat

        Mit Ableton Live kann man schon sehr gut Live arbeiten, auch mit zusätzlichen Plugins. Es ist eine Sache, wie intelligent man sein Setup aus Soft-und Hardware zusammenstellt. Jedenfalls mach ich das (und da bin ich sicher nicht der einzige) seit Jahren so. Echte Instrumente und virtuelle Simulationen gemischt in Echtzeit auf der Bühne findet man öfter als man denkt.

  9. Profilbild
    hansiwalker

    Ich möchte gerne anmerken, daß 165 € (Diva, polyphon und zusätzliche Emulationen) mir deutlich weniger erscheinen als 2.669 € (Moog RME). Ich denke, nicht nur für mich ist das der entscheidende Punkt.

    • Profilbild
      hansiwalker

      Schon. Aber da ich für mich ausschließe, einen gebrauchten Minimoog zu kaufen, wäre der Voyager momentan die einzige Hardware-Alternative (so es nach Moog klingen und 3 Oszillatoren besitzen soll) – täusch ich mich?

  10. Profilbild
    andreas1303

    Vor ungefähr einem Jahr hielt mir ein Typ in einer Werbeagentur für die ich arbeite sein iPad unter die Nase mit einer Harfen-App und prophezeite mir “Wir können alles mit dem iPad machen, es wird reale Musikinstrumente bald nicht mehr brauchen.” Damals fand ich das lustig. Dieser Test nun hier beweist, das wir keinen Minimoog mehr brauchen. Mit dieser Schlussfolgerung habe ich Probleme. Mir ist es recht, wenn Leute mit dem iPad Harfe oder mit dem PC Minimoog spielen. Es stört mich nicht. Was mich persönlich stört, ist immer diese Schlussfolgerung: “wird alles Software”, “ersetzt viel billiger”, “kann auf den Müll”, “brauchen wir nicht mehr”.

    OK, bestimmte Leute brauchen keine Hardware-Instrumente mehr. Das hat für sie den Vorteil, dass man für den Preis eines anständigen Instruments, 20 Softwareprogramme kaufen kann. Aber die Verallgemeinerung ist nicht richtig.

    Ich brauche Hardware-Instrumente und werde sie immer brauchen, ob die Propheten des technologischen Fortschritts das nun verstehen oder nicht. Ich hoffe nur, dass es immer noch genügend Leute außer mir geben wird, die das auch so sehen.

  11. Profilbild
    DanielT

    Lieber VEB Soundengine,

    bei einem Blick auf Deine Webseite stellt man fest, dass Du ein großer Verfechter der Vorteile der Digitalisierung bist.

    Es tut mir leid, wenn ich Dir daher eine wirkliche Objektivität nicht zubillige.

    Ich persönlich habe noch keine Software gehört, die nach Hardware klingt. Dies ist alleine schon schwierig, da man im Rechner kein Rauschen etc. wahrnehmen kann. Bei den Hardware-Geräten schon. Und das Rauschen ist bei der Produktion ein ganz entscheidender Faktor, wenn man damit umzugehen kann…

    Daher klingt z.B. das gleiche Sample mit einem Software-Sampler (Direct Wave) viel dünner und feiner als mit einer MV-8000.

    Wenn schon schlaue Tests, dann sollte man wenigesten die gleichen Voraussetzungen verwenden, sonst kann man sich den Test sparen.

    Enscheidend beim Produzieren ist immer das Resultat und da sollte man Audio mit Audio vergleichen. Bei Software wäre dann zumindestens ein erneutes Durschleifen durch das Mischpult/Interface angesagt.

    Soviel zu Vergleichstests…

    • Profilbild
      t.bechholds AHU

      lool. lieber DanielT, auf welcher Webeseite warst Du ? :)

      Oder meinst Du, weil wir unsere Dokus mit Digtialkameras aufnehmen und nicht auf 32mm Farbfilm, ist mein Gehör fratze .. ? :)

      Ich liebe meine Sammlung von Analogsynthis ! Die Haptik und das Erlebnis der Soundforschung ist an den großen Instrumenten ein ganz anderes, als am Computer mit VST Modul. Aber hier ginge es ausschliesslich um die Soundqualität. Also das “was hinten rauskommt”. Es gibt heutzutage immer mehr Emmulationen, die eine umwerfende Qualität abliefern. Dazu gehören nunmal z.B. DIVA, Minimonsta, Arturia SEM und auch die “alte” Korg Legacv. Und das ist für Leute mit kleinem Buget sehr schön. Seinerzeit konnte nur der Musiker Minimoog nutzen, der viel viel Geld am Start hatte. Im wahrsten Sinne “asozial” :)
      Check es selber aus. Die VSTs sind über einen kurzen Zeitraum als Demo komplett nutzbar…

      Analog-digitale Grüße

      • Profilbild
        DanielT

        1.
        Webseite war ttp://vebfilm.net/free/
        “Mit dem Internet besteht erstmals die Möglichkeit, dass wir alle aktiv an einer freien Digitalkultur teilnehmen.”

        Da wird segensreich von den Vorzügen der Digitalkultur gesprochen. Würde mal sagen Piraten Sprech.

        2.
        Viele User der Hardware würden Deiner Meinung entschieden widersprechen, dass Emulationen das Orginal abbilden (Siehe diverse Foren zu Test von Arturia SEM und JP8)

        3.
        Der Preis ist hier kein Vergleichsmerkmal.
        Das ist genau Dein Problem. Du hast im Hinterkopf die ökonomischen Vorteile der Plugins (Preis, Wartung usw.). Hier geht es aber um den Klang und um sonst gar nichts.

        4.
        Wieso ist es “asozial”, wenn der eine das Gerät verwenden kann und ein anderer nicht.
        Du kannst doch keine Aussage zu den Gründen treffen. Der eine fährt vielleicht lieber in Urlaub und der andere kauft sich lieber den Synth.

        5.
        Wenn Du schon das “was hinten rauskommt” bewerten möchtest, dann bitte unter gleichen Umständen. Sprich nach dem Mixdown. Und wenn Du dann keinen Unterschied hörst, muss ich mit Verlaub am Gehör zweifeln…

        6.
        Also bitte zukünftig eine Beurteilung des Klanges, wenn Du Dir schon so viel Mühe machst (großes Lob!) und nicht (!) der Umstände.

        Man kann ja auch mal die Frage in den Raum stellen, ob man 500 Plugins braucht oder lieber 1 Hardware Synth. Wenn ich jedenfalls meinen Prophet 08 oder meinen JP4 usw. anhöre, dann gibt es da keine Emulation und wird es auch nie geben.

        • Profilbild
          FischerZ

          Wann kapierst Du es endlich. Wenn Genug ist, ist Genug.
          Du willst auf der einen Seite neutral Deine Meinung vertreten, wirfst anderen vor deren Meinung zu manipulieren.
          Wenn Dir das Messer in der Hose aufgeht wenn Du an einem Regler drehst gönne ich Dir das von Herzen aber behaupte nicht das Gras wachsen zu hören.
          Wenn Du hinter dem Mixdown einen Unterschied hörst muss ich mit Verlaub an Deinem Gehör zweifeln.

          • Profilbild
            DanielT

            Ich habe niemand vorgeworfen Meinungen zu manipulieren. Dies wäre die Unterstellung von Vorsatz.

            Ich glaube, aber dass die eigenen Einstellungen bei der Meinungsbildung eine Rolle spielen.

            Zumindestens, sollten dann die Bedingungen die gleichen sein. Auf die hier getestete Weise kann gar kein vergleichbares Ergebnis rausgekommen sein (Rauschen ??)

            Und das höre ich im Mixdown sehr wohl. Ich weiss, dass Du Dich recht gut mit der Programmierung von Synths auskennst und Dich immer beklagst, dass die Synths so wenig können.

            Vielleicht solltest Du Dich mal dann auch mehr mit der Produktion an sich beschäftigen. Dann würdest Du ggf. auch die Unterschiede wahrnehmen.

            Vermutlich bis Du sogar der Meinung, dass es keinen Unterschied zwischen Rechner und analoger Konsole gibt…

            Dann sollte ich meine ADT 5MT am Besten wieder zurückgeben ;-)

  12. Profilbild
    Viker Turrit

    Hallo!

    Als ich mich damals für das Minimosta Plugin statt dem Arturia Pendant entschied, hab ich mich einfach auf meine Ohren verlassen.

    Er kann einfach auch modern knackig klingen und nicht nur so schwummrig wie der Arturia.
    Die fehlenden Fehler und Ungenauigkeiten kann man dem Monsta auch ganz leicht mittels seiner unendlichen Mod LFO
    erzeugen/programmieren.

    Das sogar so gut, dass viele meiner Hörer mich fragten was für ein unglaublicher Hardware Synth das sei…..das war ein gutes Kompliment.

    Bei der Demo zu Diva war ich allerdings auch
    eine Zeit lang sprachlos!
    Für Stellen im Track wo ein bis zwei Synth Sounds alleine stehen kann ich mir die zusätzliche Quali gut vorstellen.

    Diva klingt erstaunlich plastisch und schwebend zugleich dass ich sehr oft den Delay und Chorus Effekt ausschalten wollte, aber die waren garnicht an….mann!…war ich beeindruckt.

    …wird gekauft.

  13. Profilbild
    Artic

    Erst mal vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, uns mit diesem Test davon zu überzeugen, dass dieses ganze Diskussion über die unglaubliche Klanggewalt der Analogsynthis einfach nur lächerlich ist (Die Audiobeispiele dürften selbst hartgesottene Kritiker überzeugen)
    Aber Unbelehrbare gibt es leider immer wieder. Und selbst wenn ein Moog 10-20 % besser / anders klingen sollte, kann er die Vorteile meiner Software auch nicht durch die Drehknöpfe mindern.

    Gerade hier sollte einem Analogfetischisten doch das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.
    Einen mehrstimmigen Minimoog, den ich auch noch in mehreren Instanzen öffnen kann, für mich der absolute Hammer. Und wenn er dann noch FAST so gut wie die Hardware klingt umso besser.
    Ich liebe meine Plugs.
    An die Livespieler: (ich will hier keinem auf den Schlips treten). Derjenige, der auf der Bühne einen Moog spielt, wird da wohl kaum neue Sounds kreieren, sondern mit aller Wahrscheinlichkeit nur am Modulationsrad / Filter rumschrauben, so dass man auch getrost ein Masterkeyboard mit Controller
    nutzen kann, um die Software zu steuern. ( Ich hatte noch keinen Absturz mit Win XP).
    Liebe Grüße an alle Musikschaffenden und den Schraubern.

  14. Profilbild
    Frank Wiedmann

    die Diskussion ist – wie der Autor schon sagt – schon lange vorbei. Es geht nur noch um persönliche (meist ideelle und haptische) Präferenzen und nicht erst seit DIVA ist klar, dass die klanglichen Unterschiede nicht einmal vom Profi(-Musiker) unterschieden werden können und sich eine Diskussion darüber erübrigt.
    @Kovalam: Es gibt hervorragende Controller & Keyboards, die im Verbund mit Rechner oder z.B. V-Machine keinen merklichen Unterschied zur Hardware darstellen – weder klanglich noch haptisch. Ich selbst benutze Hardware und Software gleichermaßen und unterscheide nicht mehr bezüglich klanglicher Güte. Minimonsta hatte ich schon länger und DIVA musste nach einem Tag Demo natürlich sein – mächtig, auf jeden Fall!

    Guter Beitrag!

  15. Profilbild
    Electric

    War ja klar das so ein Vergleichstest polarisiert. :-)
    Eine Emulation wird nie 100% genau wie ein Minimoog klingen. Selbst die Minimoogs untereinander klingen unterschiedlich. Und das gilt im übrigen für die meisten alten analogen Synths. Aber die VST Emulationen sind zum Teil sehr nah dran und wenn die komposition, dh. das musikalische Endergebnis am wichtigsten ist, spielt es keine Rolle ob die Musik mit einem echten Moog oder einem VST erstellt wurde. Was kümmerts mich, mit welchem Hammer mein Tisch gefertigt wurde. Der durchschnittliche Konsument von Musik, dürfte sich darum ebenso wenig dafür interessieren, mit welchen Instrumenten etwas eingespielt wurde.

    Für den Musiker wiederum ist das eine ganz andere Sache. Ich nutze sowohl Hard wie auch Software und komme dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ein Hardwareinstrument inspiriert mich ganz anders, als ein VSTI. Ein Hardwareinstrument verhält sich im Mix ganz anders als ein VSTI. Ein Hardwareinstrument ist aus einem Guss und keine zusamengekauften Komponenten, von denen man höfft das sie gut miteinander harmonieren. Mal ganz davon abgesehen das die meisten Tastaturen der Controller die angeboten werden, schlicht eine Katastrophe sind. Doch haben VSTIs natürlich ihre Vorteile, zu nennen wäre der Preis und bei Samples die Nutzung von gigabyte starken Libarys und dadurch entsprechend feiner Auflösung. Gerade in letzterem sind VSTIs den meisten der heutigen Hardwarevertretern weit überlegen. Leider macht aber auch hier Masse eben nicht alles und ein E-mu E4XT Ultra aus 1999 macht rein von der soundmusikalität heute noch jede Software platt.
    Ich kenne jedenfalls niemanden der seinen Mini Moog weggegeben und durch ein VSTI ersetzt hat. Und auch Herr VEB Soundengine ist ja nicht umsonst in einem Forum aktiv, das primär aus Hardwareusern und analog Fans besteht.

    • Avatar
      Gast

      Du schreibst u. a.:

      “… wenn die komposition, dh. das musikalische Endergebnis am wichtigsten ist, spielt es keine Rolle ob die Musik mit einem echten Moog oder einem VST erstellt wurde.”

      “Für den Musiker wiederum ist das eine ganz andere Sache. Ich nutze sowohl Hard wie auch Software und komme dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ein Hardwareinstrument inspiriert mich ganz anders, als ein VSTI. Ein Hardwareinstrument verhält sich im Mix ganz anders als ein VSTI.”

      Trennst du den Komponisten vom Musiker oder die Komposition vom Instrument? Aus meinem Verständnis hat das Instrument als Mittel des Ausdrucks des Musikers eine großen Einfluss auf die Komposition. Vielleicht ist das aber auch nur in der elektronischen Musik so. Wie siehst du das?

  16. Profilbild
    Elegtrosmok

    Hi Alle!
    Klasse, dass hier so lebhaft diskutiert und verfechtet, gelobt und getadelt wird. Genau das macht doch uns human beings aus. Ich bin jedenfalls froh, dass es beide Seiten gibt. Beide haben ihre Vorteile aber auch ihre Nachteile.

    Schön dass Plug-Ins jedem die Möglichkeit geben sich soundmässig auszuleben und musikalisch kreativ zu sein. Eventuell etwas limitiert, weil man mit der Maus keine zwei Regler gleichzeitig manipulieren kann. Aber: wer sich dann für die digitale Bildschirmvariante des Musizierens entscheidet, kann mit entsprechenden Midi Controllern diesen Mangel beheben.

    Live on stage wird das wohl eher zu Gunsten der Hardware ausfallen. Denn ein Ensemble aus 12 Hardware Synthesizern zu nutzen und zu bedienen scheint mir doch um einiges praktikabler als mit entsprechenden Midi Controllern ein Dutzend Softwareengines auf verschiedenen Displays zu nutzen. Schon aus ergonomischer Sicht, den optischen Eindruck für die Zuhörer mal ausgeklammert.
    Gut, die Jungs von KRAFTWERK haben das perfektioniert und agieren schon seit Jahren nur mit dem Laptop. Jedoch muss hier angemerkt werden, dass bei ihrem live Prozess auch nichts Neues entsteht. Es handelt sich um die eingespielten Songs.

    Ich denke wer in Echtzeit (live) uneingeschränkt kreativ sein will, kommt um ein gut bestücktes Hardware Setup nicht herum. Wer aber seine Songs plant und komponiert und sie durch Multitrack Recording erstellt, der findet sein Glück sicherlich auch in der Anwendung von Personal Computer und Plug-Ins.

    Und zum direkten Klangvergleich bzw. zum kreativen Prozess fällt mir da Sid Barret ein: Er stellte mal die philosophische Frage was das Resultat ist, wenn ein Künstler sein Werk ein paar Minuten früher oder später entstehen liesse – also könnte passieren? Wäre es die selbe Melody, die selbe Filtereinstellung, die selbe Klangfarbe? Vielleicht wäre es sogar ein ganz anderes Instrument…

    Letztlich zählt, was wir mit unserem Equipment erstellen und unserer audience servieren. Und das entscheiden wir selbst, direkt im kreativen Prozess. Unabhängig von jeglichen technischen Glaubensrichtungen, oder der Frage ob ein Software-Clone klingt wie ein analoges Original.
    Also nutzt Euer Zeugs und seid Kreativ!

    Liebe Grüße!
    Matthias

    P.S.
    Lieben Dank an alle die sich die Mühe machen und ihre Zeit opfern um hier Instrumente zu testen, vorzustellen und Soundbespiele zu veröffentlichen. Klasse Arbeit Leute!

  17. Profilbild
    Marco Korda

    Ich finde, dass das ein hervorragender und auch ehrlicher Test ist.
    Bedenken muss man natürlich, dass es hierbei auch um den Preis geht: während man mittlerweile überlegen muss, ob man sich ein gebrauchtes Auto oder ein Minimoog zulegt (weil es preislich dasselbe kostet), sind die Software-Klone allesamt erschwinglich.

    Auch die Stellung des Synths innerhalb eines Songs wird gelegentlich überschätzt. Bei einem Live-Einsatz ist das original haptisch und bzgl. der Kontrolle unersätzlich. Der gemeine Zuschauer wird sich allerdings eher für das Gesamte interessieren. Da trägt das Original eine Schippe bei, aber trägt nicht alles.

    Also auch Live kann man mit Software agieren und das auch erstaunlich gut. Und mit dem passenden Equipment lässt sich das auch hervorragend haptisch umsetzen (entsprechende Controller vorausgesetzt).

    In jedem Fall eine interessante Entwicklung. Schade, dass die Preise so explodiert sind. Daher werden nur wenige in den tatsächlichen Genuss und in den direkten Vergleich gehen können. Aber Danke an Amazona für den hervorragenden Bericht.

  18. Profilbild
    drbach

    Ich möchte den Preisapekt relativieren. Beim Einsatz modernster, klanglich ausgezeichneten PlugIns ist auch ein entsprechend Leistungsfähiger Rechner pflicht. Dies müsste in einer Kalkulation berücksichtigt werden. Natürlich kann man davon ausgehen, dass man einen Rechner sowieso rumstehen hat, ist aber eigentlich nicht ganz ehrlich. Eine Problematik besteht darin, dass alle paar Jahre ein neuer Rechner fällig wird, damit die aktuellen Plugs genügend Power bekommen, oder weil der Rechner den Geist aufgibt. Bei einem Rechnerwechsel besteht jedoch immer das Risiko, dass ältere Software nicht mehr läuft, also quasi irreparabel kaputt geht. In diesem Sinne hatte ich in der Vergangenheit bedeutend mehr irreparable Software als Hardware (Rebirth, Sounddiver, orange vocoder, um nur ein paar zu nennen)

    • Profilbild
      Frank Wiedmann

      Auch Hardware kann kaputtgehen…

      Rechner muss man ja nicht upgraden/updaten bzw kann sich ein altes System als Einheit vorstellen (Beispiel: TC Powercore mit Win XP – Rechner als eine Einheit) und die so belassen, wenn man sich einen neuen Rechner holt und dann wiederum über fx-teleport oder andere Verbindungsmöglichkeiten eine Verbindung zwischen neuem und altem System herstellt.

      Also alles möglich – die bekannten Vor- und Nachteile bleiben auf beiden Seiten gleich…

    • Profilbild
      Marco Korda

      Hi,

      das stimmt zwar, aber der Rechner amortisiert sich doch recht schnell, da man ja nicht nur einen Moog-Klon damit steuert sondern auch noch viele andere.
      Verglichen mit vielen Originalinstrumenten, die ich mir kaufen müsste, ist ein Rechner doch erheblich billiger, selbst wenn ich ihn alle 4-5 Jahre erneuern muss (meiner hält jetzt schon 4 Jahre ohne jegliche Probleme).

      Es stimmt, es ist ein bisschen aufwändig, dass ganze zu überspielen, aber das kostet bei guter Selbstorganisation einen Arbeitstag. Also das finde ich wenig tragisch.

      Aber wie gesagt: ich bin ja nicht gegen Original. Ich bin nur traurig, dass die so mordsmäßig teuer geworden sind. Ich hätte auch gern einen echten Moog. Solange ich den nicht habe, bediene ich mich bei der (guten) Software.

      • Profilbild
        drbach

        Ich bewusst keine Zahlen genannt, es ging mir nur darum, den Aspekt auch mal zu erwähnen. Den Netto PlugIn-Preis mit dem (Brutto)-Hardwarpreis zu vergleichen ist nicht ganz richtig.
        Die Originale sind meiner Meinung nach heute unvernünftig teuer geworden, aber es gibt heutzutage gottseidank gute Alternativen (Hard- und Software, je nach vorlieben)

  19. Profilbild
  20. Profilbild
    drbach

    Einen Unterschied konnte ich bislang im Vergleich zwischen Software und (analoger) Hardware bislang immer feststellen: Mir ist aufgefallen, dass bei Software fast immer ein Hot-Spot existiert, will heissen, das ein Klang in einem gewissen Bereich sehr gut klingen kann, der im Vergleich zur Hardware durchaus standhalten kann. Ausserhalb dieses Hotspots (je nach dem 1-2 Oktaven) verliert der Sound zunehmends. Bei den Analogen ist ein Sound meistens über den ganzen Hörbereich organisch, es gibt eigentlich keinen Hot-Spot.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das nur meine nicht objektive Meinung ist, oder ob jemand eine ähnliche Ansicht hat.
    Beim Lesen des Tests ist mir allerdings aufgefallen, dass man durchaus Hinweise für dieses Phänomen im Text finden kann.

  21. Profilbild
    keenk

    Hier zeigt sich wieder der Wunsch, es sei endlich möglich, analoge Hardware vollständig digital zu emulieren. Aber für mich gibt es keinen VST-Synth, welcher nach der entsprechenden Hardware klingt. Der OP-X II, Timewarp2600, die UAD Plugins (als FX Emulationen) und auch DIVA sind die einzigen Clones, welche aufzeigen, was heute mit exellenter Programmierung möglich ist. Eine über 80% ähnlich klingende Emulation. Es fehlt aber die rohe direkte Power, welche aus den Originalen kommt. Alle VSTi’s haben einen mehr oder weniger starken “Plastik” Schimmer im Klang. Schwer zu beschreiben, es fehlt irgendwie das britzelige Direkte. Manche Plugins haben auch einen Exiter-artigen Sound ( Arturia z.B. ). Schaltet man die zahlreichen Effekte ab, klingt es plötzlich seltsam nüchtern und “künstlich”. Auch die Beschreibung mit dem Hot-Spot von drbach trifft zu.

    Das MUSS man doch hören, speziell bei dem Vergleich der Soundbeispiele der Diva-Ozis zu den Minimoog D Ozis, oder auch bei den FM Wowls. Das Original drückt und schiebt, Diva nicht so direkt. Z.B. das Youtube – Arksun Diva Ice Cool Demo. Schöne Musik, schöne Sounds, aber es klingt für mich immer noch an vielen Stellen nach Software und nicht nach Hardware.
    Ein komplett mit Software ITB erstellter Track klingt eben immer noch deutlich anders als ein analog gemixter Track mit Hardware. Auch Herr VEB hat es gehört, erhält Diva doch “nur” 20 der möglichen 25 Punkte. Als Schulnote eine ordentliche 2. Das rechtfertigt meiner Meinung nach nicht, dass ich meinen Model D an die Straße stelle :-) Analog-Klang ist immer noch das Maß aller Dinge, warum wohl werden so unzählige Tape-Simulationen, Console-Plug-Ins oder X Compressoren auf den VST Markt geworfen. Sicherlich läßt sich mit ITB günstig produzieren, VST Clones mögen eine Alternative sein, ein vollwertiger Ersatz sind sie leider nicht, sie klingen anders aber nicht wie Hardware.

    Bitte nicht falsch verstehen, Urs hat mit Diva die wohl beste Emulation programmiert, nach heutigen Stand der Programmierkünste + Prozessortechnik.

    Lassen wir mal die Haptik aussen vor, es geht um den reinen Klang. Auch Polyphonie kann nicht ausschlaggebend sein, wenn doch Puristen einen MS-20 für über 1.000,- Euro für EINE Stimme kaufen. Warum? Doch nicht als Möbelstück… nein, weil eben der Hardware MS-20 um Längen besser klingt als das Legacy Pendant. Viel direkter, selbst minimale Nuancen am Original hört man, im Plugin nur schwer. Es bezweifelt doch wohl niemand, dass man auch mit VSTi’s gute Musik machen kann. Dem Musikhörer mag es eventuell wurscht sein. Nur darum geht es nicht. Hier müssen sich die Clones mit dem Original messen.

    Noch ein krasses Beispiel für Software-Klang: Der NI FM8 / FM7. Er klingt im Vergleich zum DX 7 viel zu clean, irgendwie weicher. Hier wurde ein wesentlicher Bestandteil des DX7 nicht umgesetzt, die 10bit DA ( später 14bit) Wandler, welche den Klang entscheidend prägen.

    Mein Fazit des Tests wäre: Wem Hardware zu sperrig oder zu teuer ist, dem seien diese VSTi’s empfohlen. Sie klingen nicht zu 100% wie ihre Vorbilder, vermitteln aber einen guten ähnlichen Charakter – wer Authenzität wünscht, kommt um den Kauf des Originals nicht herum. Junge Zuhörer und 100% ITB User wissen in Zukunft womöglich nicht mehr wie Hardware vor Jahrzehnten geklungen haben mag. Traurig… ist vergleichbar mit der Lebensmittelindustrie: Nicht wenige Menschen glauben, ein Joghurt mit Erdbeeraroma schmeckt genauso wie eine reale Erdbeere, haben aber noch nie eine echte Erdbeere gegessen…

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      FischerZ

      Oh Herr wirf Hirn vom Himmel aber lass die Regenschirme verschwinden.
      Am Besten Du liest Dir Dein Geschreibsel selber vor dann merkst Du was.
      Die Aussage” das muss man doch hören” ist ja wohl das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem “i” des Wortes “Unsinn”.
      Wie will man einen Unterschied hören wo es keinen gibt. Was Du da zelebrierts ist der verzweifelte Wunsch nach einem Ergebniss das Deinen Vorstellungen entspricht. Du meinst einen Unterschied zu hören. Das macht auf mich den Eindruck nach einem Kind das am Strand eine Muschel findet und meint darin das Meer rauschen zu hören.

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        keenk

        Eine klassische FischerZ Antwort :-)
        Ließ Dir doch einfach nochmal die Antwort von DanielT durch. Nur weil DU keinen Unterschied hörst, heißt das nicht, dass es keinen gibt. Warum billigst du mir und DanielT nicht die Fähigkeit zu, einen Unterschied wahrzunehmen?
        Wenn es deiner Meinung nach keinen gibt und alles exakt identisch klingt, warum hat der Autor dann nicht die volle Punktzahl vergeben? Sehr rätselhaft, vielleicht eine Verbeugung vor dem Original Model D, welcher aber nach dem Test nun entsorgt werden kann?
        Du hast deine Meinung zu dem Thema, ich meine – vielleicht belassen wir es einfach dabei.

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        DanielT

        Lieber FischerZ,

        hier noch ein Interview mit mehrfachen Grammy Gewiner Georg Luksch (Remixer von Madonna usw.). Der äußert sich ab 2:40 u.a. zu Plugins.

        http://www.....org-Luksch

        Würde sagen wieder einer der nach Deiner Definition sich den Unterschied einbildet…

        @keenk
        Danke für den umfassenden Beitrag. Ich dache ich bin der einzige, der mit den Pauschalierungen von FischerZ seine Probleme hat…

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          FischerZ

          Adam Anderson? Besser bekannt als die Hälfte von Hurts und verantwortlich für die Musik. Nach eigenem Kundtun wurde das Album Happiness ausschliesslich mit Plugins eingespielt.
          Da der Sound, der sich sehr stark am Sound der 80ziger orientiert, wie gesagt nur aus dem Rechner kommt ist es mir schleierhaft wie die Truppe so viele Tonträger hat verkaufen können.
          Den minderwertigen Klang muss man doch hören.

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            keenk

            Lieber FischerZ, ich habe doch nicht geschrieben, dass PlugIns minderwertig klingen. Im Gegenteil, ich schrieb, man kann auch mit VSTi’s gute Songs schreiben. Das Hurts Album hat sich gut verkauft, weil die Produktion, die Lyrics und die Kompositionen gut sind. Das hat nichts mit dem Klang der VST-Instrumente zu tun. Man kann auch mit VSTi’s einen Nr. 1 Hit produzieren.
            Uns geht es die ganze Zeit doch nur darum, aufzuzeigen, dass im Gegensatz zum Test-Fazit es sehr wohl noch einen Unterschied zwischen dem Klang von Clone VSTi’s und der entsprechenden Original Hardware gibt. Das hat bei der Produktion des Hurts Album keine Rolle gespielt, ändert aber nichts an unserem Eindruck des Clone Klanges gegenüber dem Original.

            Ich möchte dir doch nicht die Freude an deinen VSTi’s madig machen, wenn dir der Sound gefällt und du zufrieden bist, sei’s drum. Ich stelle an die Authenzität von Clones halt andere Ansprüche; wenn ich die Möglichkeit habe die Originale der in Diva simmulierten Synths zu benutzen, diese für mich besser klingen, dann setzte ich sie auch in der Produktion ein. Damit werte ich das Diva Plugin nicht ab. Es klingt im Divine Modus richtig gut, vermag aber noch nicht so 100%ig direkt, roh und britzelig wie der Original Jupiter 8 oder Model D klingen.
            Man darf ruhig den Käufer darauf hinzuweisen, dass z.b. sein Moog Plugin eben nicht genauso wie die Hardware klingt. Es ist wie Georg Luksch im Interview sagt: Es gibt Instant Suppen mit künstlichem Paprika Aroma aber manche Köche nehmen lieber eine echte Paprika zum Kochen. Und das schmeckt anders. Das heißt aber nicht, dass Instant Suppen keinem Menschen schmecken… Die ein oder andere Instant Suppe esse auch ich ganz gerne :-)

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        filterfunk

        Ich denke dass es angebracht wäre, auf Schmuddelrhetorik und krude Stammtischphrasen zu verzichten.
        Auch wenn Du die Meinung des “mainstream” vertrittst, ist eine konträre Meinung noch lange nicht dumm oder unlogisch.
        BTW: Das Empfinden Anderer mit mangelnder Intelligenz zu begründen – wie logisch ist das denn?

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        drbach

        Oh Herr wirf Ohren vom Himmel aber lass die Regenschirme verschwinden. ;-)
        Bei entsprechender Parameterwahl kann man die Unterschiede zwischen Soft- / und Hardware (beinahe) verschwinden lassen. Ich finde es jedoch viel schwieriger, mit der Software die guten Punkte zu treffen. Bei den alten Kisten erscheint mir das einfacher, ein Mini klingt einfach immer irgendwie gut (hab keinen alten, “nur” den Voyager.
        Ich kann mir vorstellen, dass es in vieler Musik keine Rolle spielt, jedoch beschäftige ich mich hauptsächlich mit reiner Synthi-Geschichte, da kumulieren sich die Ungereimtheiten (im guten, wie im schlechten).
        Ich setze jedenfalls nach einem Ausflug durch diverse Software wieder vermehrt auf Transistoren und Widerstände, OK, ein DSP darf auch dabei sein. ;-)
        PS: Das mit dem Hirn ist mir eigentlich egal, ich finde den Bauch in der Musik eh viel wichtiger.

  22. Avatar
    wusician

    Guter Testbericht!

    Aber wie immer fühlen sich auch diesmal wieder die glücklichen Besitzer „echter“ Synthesizer auf der einen und die Plug-Indianer auf der anderen Seite bemüssigt, ihre „Welten“ zu verteidigen. Das geht bis hin zu beleidigenden und herablassenden Äußerungen anderen gegenüber. Ich denke, die meisten wissen, wen ich da meine!

    Als früherer Hardware-User – weil’s in den frühen achtziger Jahren denke ich eh nichts anderes gab, und nunmehriger Software-User – weil ich dafür meine Gründe habe, fehlt mir hinsichtlich der Soundqualität schlicht die Vergleichsmöglichkeit mit „echten“ Minimoogs, Propheten, MS-20ern u.a.m. Vom „Feeling“ brauchen wir eh nicht reden. Da helfen auch Controller nichts.

    Bis vor ein oder zwei Jahren, war ich auch noch scharf auf die diversen Emulationen. Glücklich bin ich aber mit keiner geworden. Ein Original bleibt halt ein Original.

    Ich beschäftige mich deshalb lieber mit Z3TA+2, Rapture, Oatmeal oder dem Filterscape VA. Für den Heimgebrauch reicht das. Und mit diesen Plug-Ins gibt es auch keinen Stress, möglichst nah an irgend ein Original heran zu kommen – was ja, wie es scheint, ohnehin nur zu 70, 80 oder 90% und mit viiiiel CPU-Power gelingt.

  23. Profilbild
    Electric

    Am Anfang als die große VST Welle kam, habe ich mich auf alles gestürzt was es an guten VSTIs gab. Ich dachte das sei jetzt, sowas wie der heilige Gral der Musikinstrumente und jetzt würde ich nie mehr etwas anderes brauchen. Die Ernüchterung kam bald, es fehlte mir die Haptik und auch die Controller waren eher sowas wie Zugaben die ein Instrument simulieren sollten.
    Es gab/gibt tausende von Möglichkeiten was VSTIs betrift, aber selbst die besser klingenden können nicht meine Hardware ersetzen. Meine Jupiters, Oberheims und Moogs können oft nur ein Bruchteil von dem was so ein VSTI kann, aber was die Hardwaresynths machen, machen sie konkurrenzlos gut. Mark E. Smith von The Fall sagte einmal über die ganze Entwicklung: “Too many options” !

    Ich kenne Leute die vor lauter Sammelleidenschaft und VST/VSTI Wahn kaum noch zum Musik machen kommen. Bei einem Hardwaregerät das oft mehr als tausend Euro kostet, überlegt man sich schon sehr genau, ob man das Instrument wirklich braucht und wofür man es einsetzen will. Da gebe ich mir auch viel mehr Mühe das Instrument wirklich kennenzulernen und das Potential zu nutzen.

    Ich hatte mal so Die Hard Fans von VSTIs zu Besuch, die mich ein bißchen auf den Arm nahmen, vonwegen altmodisch und so. Die kamen um 14 Uhr und um 20 Uhr sagte ich, das ich jetzt echt was essen müßte und habe schon befürchtet ich muß die Jungs mit einer Brechstange von den alten Kisten lösen.

  24. Profilbild
    supersoul

    Ich habe selten einen so bescheiden klingenden Minimoog gehoert. Wurde er mit einer Kartoffel aufgenommen? Es wird niemals eine Software geben die es mit einem anaolgen Synth aufnehmen kann. Ist auch albern das zu wollen. Es gibt genug interessante Software Synths abseits der Clones. Selbts MOOG versucht nicht anaologe zu emulieren sondern geht eine Schritt weiter (Animoog). Einfach nur zuhoeren dann klappt’s auch mit dem Sound. U-he sind auch ein gutes Beispiel fuer innovative Wege.

  25. Profilbild
    FischerZ

    ACHTUNG
    Es folgt eine typische “FischerZ” Antwort.

    Ich glaube ein Grossteil der am Markt angebotenen Hardware ist mit DSP´s bestückt. DSP – Digitaler Signalprozesor. Soweit ich informiert bin werde da auch nur, wie Software auch, Nullen und Einsen verarbeitet.
    Wo soll denn da der verbesserte Klang herkommen?

    • Profilbild
      keenk

      Ja, das stimmt! DSP-Synths klingen nicht wirklich besser als gute Plugins. Der DA Wandler formt vielleicht noch ein bischen den Klang. Das war’s dann auch schon. Die heutigen Synths sind größtenteils VA ( also DSP ) basiert. Es ist halt billiger, 30 Stimmmen und mehr + Effekte, LFO’S etc. berechnen zu lassen. Bei den günstigen Bauteilen. Leider ist es heute schlichtweg zu teuer, voll analoge Polysynths zu bauen. Das war damals so und ist heute auch nicht anders. Für alle nicht 100%ig analogen clone Klänge sind Plugins oder auch VA wunderbar. Z.b. Absynth, Synleth1, Reaktor, etc…

      Es gibt auf Sequencer.de den “Schwurbel” Thread. Der beschäftigt sich mit dem merkwürdig polierten exciter-artigen KLang moderner VA Synths, wie z.b. dem Roland Gaia. Diese DSP-basierende Gerätegattung versucht “virtuell analog” subtraktive Synthese zu erstellen. Und so klingt das dann auch: Virtuell… Denkt man jetzt nicht an einen echten analogen Synth, spielt es keine Rolle. Die Geräte sind in zahlreichen Trance und Pop Produktionen zu hören. Und klingen da richtig gut und passend. Aber eben nicht 100% analog, .. müssen sie ja auch nicht immer… Wer einmal einen CS80, Jupiter 8 oder ein System 700 gespielt hat, tut sich halt schwer mit dem “nachgemachten” Sound der Clones, wenn dieser nicht dem Original entspricht.

      Noch eine andere Anmerkung: Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, wie nah die FX Emulationen den Originalen kommmen. So ist zwischen dem neuen UAD 1176 Plugins und den Originalen so gut wie kein Unterschied mehr auszumachen. Und auch Kompressoren haben einen eigenen Klang und Regelverhalten. Was bei den FX-Emulationen funktioniert, klappt leider in der Authenzität der Synth-Clones noch nicht so gut.

      Offenbar sind die Verschaltungen und Übersprechungen, bzw. klangformende Zufälligkeiten bei Synthesizern schwieriger zu emulieren… Anstatt 30 Stimmen und zahlreiche Effekte, Unisono oder Spreadfunktionen dem MS-20 Legacy zu spendieren, welche das Original überhaupt nicht hat, sollten die Programmierer das Plugin monophon gestalten, dafür aber mit authentischen Klang. Spätestens mit diesen “modernen” Zugaben und dazu noch mehrstimmig, kann das alles nicht mehr wie das Original klingen.
      Das wäre mal preislich eine attraktive Alternative zum mittlerweile überteuerten Original.

      • Profilbild
        DanielT

        Gebt Dir 100% Recht im Hinblick auf FX. Habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Die UAD-Plugins sind wirklich nicht schlecht.

        Würde aber sagen, dass die Probleme nicht nur die VAs betreffen. Selbst Samples klingen mit Hardware anders nach der Aufnahme wie über Software-Sampler. Irgendwie ist der Sound roher und druckvoller.

        Ich denke an Hardware geht kein Weg vorbei und das Märchen von den universellen Vorteilen von ITB wird wohl ein Märchen bleiben.

        Ich denke die Lösung ist ein guter Kompromis aus Hard- und Software.

        • Profilbild
          keenk

          Ja! Diese Erfahrung habe ich auch gemacht… Es ist wirklich ein Unterschied ob man z.b. die rohen Samples aus den DMX Eproms im Battery oder in einer MPC 60 spielt. Mit der MPC knallt das richtig, roh und direkt.

          Und zu den FX Emulationen: Für eine digitale Simulation eines Bandechos klingt das Strymon El Capistan richtig gut ! Hopla, ist ja wieder “Hardware” — ob es daran liegt ? :-)

    • Profilbild
      andreas1303

      Das ist der Schwachsinn, den ich hier schon häufig gelesen habe und den ich bei der Gelegenheit gerne mal ausräumen würde: “Ein digitaler Hardware-Synthesizer wäre auch nur Software.”

      Das stimmt so nicht:

      Ein digitaler Hardware-Synthesizer hat eine speziell für den Synthesizer entwickelte Hardware und teilweise sogar speziell dafür entwickelte DSPs (digitale Signalprozessoren). Auf diesen DSPs läuft FIRMWARE. Firmware ist Hardware-nahe Software, die direkt und unmittelbar die Hardware steuert ohne weitere störende Software-Schichten dazwischen. Der Entwickler eines Hardware-Synthesizers kontrolliert Hardware und Software komplett. Das ist der Grund, warum man diesen Aufwand treibt. Die Möglichkeiten zur Klanggestaltung und Klangkontrolle sind im Vergleich zu einem Software-Synthesizer um ein Vielfaches höher.

      Einen Software-Synthesizer zu entwickeln ist sehr viel weniger aufwendig und auch mit erheblich geringerem Risiko verbunden. Dafür läuft die Software auf irgendwelchen völlig beliebigen Prozessoren und sonstiger Hardware, auf die der Entwickler keinerlei Einfluss hat und es sind angefangen bei Beriebssystem und Treibern noch jede Menge andere Schichten von Software zwischen Hardware und Synthesizer-Software, die der Entwickler auch nicht unter Kontrolle hat.

      Der Unterschied zwischen einem digitalen Hardware-Synthesizer und einem Software-Synthesizer ist ungefähr so, als würde ich Klavier nicht unmittelbar mit den eigenen Händen, sondern über eine gigantische, klobige Roboterkonstruktion spielen.

      Das ist zumindest mal die technische Sicht. Dass es hier eine Menge Leute gibt, die zwischen einem Plugin und einem Hardware-Synthesizer keine Unterschiede mehr bemerken, das hatten wir ja schon ausführlich ausdiskutiert. Ich zumindest bemerke aber einen Unterschied – und nicht nur einen kleinen und auch nicht nur einen.

  26. Avatar
    Moogli*

    Analogsynthesizer sind im heutigen Studiobetrieb ein Anachronismus der nicht auf Logik sondern auf Nostalgie beruht.

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      Steppenwolf

      Vergleiche doch mal Gesamtproduktionen mit exakt derselben Synthese (echt) analog und rein digital, ich garantiere dir es ist dir nicht möglich 100% das gleiche Ergebnis zu erhalten. Besonders nicht wenn es um Synthesizer wie Moog oder auch nur der preisgünstigere Hersteller Dave Smith Instruments mit seinen Curtis filtern geht.. nicht machbar bzw. würde zu viel Rechenleistung abverlangen.

  27. Profilbild
    Goofy

    OOOOOHHHHH Nein! Nicht schon wieder ein Vergleich von Minimoog zu irgendwelchen Clones.
    Ich hab’ da ja nix gegen – soll doch jeder so Musik machen wie er möchte und mit den Gerätschaften die er sich leisten kann und/oder will.
    Die Clones (ob nun als Software oder Hardware) werden immer besser und ein Unterschied zu den ‘Originalen’ wird schwerer zu hören. Doch wirklich ersetzen können die Clones die Originale nicht. Ein Rechenalgorithmus kann nun einmal nicht altern, wie es reale Kondensatoren machen. Deshalb klingen die alten Kisten ja auch alle etwas unterschiedlich. Zugegeben, die Unterschiede sind nur im Vergleich hörbar, genau wie die Unterschiede zu den Clones. Deshalb haben für mich beide Arten ihre Berechtigung. Wenn ich nur im Studio hocke brauche ich nicht unbedingt ein Gerät mit ‘Knöpfen’. Auf der Bühne kann ich damit aber mein Spiel klanglich etwas variabler gestalten.
    Hört doch bitte mit der ewigen Diskussion auf und freut Euch an den Geräten mit denen Ihr Musik macht. Denn das sind meistens die Teile die Ihr für Euer Geld haben wollt – und so soll es auch sein. Wäre auch Schei… wenn Alle das gleiche wollen und die gleiche Musik machen – wo bleibt denn da die Vielfalt?

  28. Profilbild
    rez_azel

    Mit der neuen Ohm Studio Beta bekommt man den Minimonsta (und Oddity) mehr oder weniger gratis (zumindest im Moment). Läuft zwar nur innerhalb von Ohm Studio, man kann aber Midi Files importieren und dann Audio exportieren :-)

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    Steppenwolf

    Ich habe auch mal die Gelegenheit gehabt einen echten Minimoog mit der virtuellen Kopie ziemlich direkt zu vergleichen, und muss sagen es ist eine pure Enttäuschung.
    Auch unabhängig von Moog analog gegen Moog vst halte ich die allgemeine Digitalisierung für einen sehr massiven Rückschritt sämtlicher Musik und Musiker welche sich auf digitale Technik 100% verlassen, man kann einfach nicht digital nachmachen was analog möglich ist, genau wie es nichtmal für 2000 Euro ein einziges Klavier Sample gibt mit dem sich ein erfahrener klassischer Pianist gänzlich wohlfühlen wird, es fehlt einfach zu viel um ans echte Instrument ranzukommen oder es sind sehr hörbare Fehler drin, sowohl bei den analogen Emulationen als auch bei Samplebibliotheken verschiedener Art.

    Sicher ist es egal ob man analoge oder digitale Tonerzeugung für eine Produktion wählt solange es gut klingt, aber man sollte sich bewusst sein dass es mit handelsüblichen Rechnern nichtmal ansatzweise möglich ist ein analoges Original irgendeiner Art, ob elektronisch oder akustisch, 100% zu kopieren.

    • Profilbild
      Pfau_thomas

      Also ich finde ,Software Blug ins Vst usw. kann man heute sehr gut einsetzen,aber nicht durch echte Instrumente wirklich ersetzen.
      Der einzige Nachteil der echten Synths sind die Anschaffungskosten oder vielleicht die Reparaturkosten.Bei den Software Synths finde ich sie sind gut gelungen, klar sie kosten nur einen kleinen Bruchteil oder sie sind Als Freeware kostenlos und kosten nicht soviel Platz ,aber wenn der Softwarehersteller nicht mehr existiert oder wenn die Syteme sich ändern und z.B. keine VST i oder AU Blug ins mehr benutzt werden können.usw.
      Ach ja übrigens es gehören keine Instrumente auf den Spermüll

  30. Profilbild
    Steppenwolf

    Ich kann mir nicht verkneifen anzumerken dass ich über den ein oder anderen Kommentar hier schockiert bin.

    Meiner Meinung nach klingt analog/Hardware bedeutend gefälliger und hat eine angenehmere Haptik als digitale Synthesizer, bei den Digital controlled analogen Synthesizern kann man sogar alles speichern, und man hat keinen beschissenen Bildschirm dauernd vor Augen den man anglotzen muss, sondern kann auch mal woanders hin gucken, auf die Regler oder Tasten zum Beispiel.. :)

    Und digitale Synthesizer bzw. VSTs/DAWs die auf Computern laufen sind meiner(!) Meinung nach Lösungen für nicht so reiche oder arbeitsbegeisterte Musiker/Produzenten (ich gehöre teilweise auch dazu!) oder einfach Menschen die ganz schnell Samples zusammenschneiden wollen aus beispielsweise der umfangreichen Logic Pro Library, ihre Presets draufknallen und wissen damit war ich schonmal in den Top10 und andere auch und werde mich dadurch weiter dort aufhalten und Geld verdienen. Nichts anderes.

    Man sollte jedoch bei aller Vergleicherei nicht vergessen dass es, nicht ohne Grund, “digitales” und “analoges” Hörempfinden gibt. Die einen mögen ersteres lieber, die anderen letzteres. Der aktuelle Masterinstandard zum Beispiel entspricht, vergleichen mit früher, dem digitalen Hörempfinden, oder analogem mit einer Tonne überdosierten Excitern drauf. Nach langem zögern drehe ich nun beispielsweise grundsätzlich beim Aufnehmen von Dingen +15dB bei 10kHz rein (mehr geht da nicht) mit einem analogen EQ, und siehe da, es wird als vollkommen normal empfunden.

    Wenn ich einmal meinen Lieblingsmusiker als Negativbeispiel gebrauchen darf: meiner Meinung nach hat sich der Sound von Klaus Schulze für meinen Geschmack deutlich verschlechtert seit er auch offensichtlich vorwiegend auf VSTs umgestiegen ist, der klangliche Reiz seiner alten analogen, teils experimentellen, Klang und Geräuschkulissen ist schlecht nicht mehr vorhanden, selbst mit Excitern und Röhrengeräten zum Sound wärmer machen nicht.

    Das heißt nicht das digital an sich schlechter ist, aber es ist eben eine völlige andere Klangwelt und es ist mühselig diese mit analog zu vergleichen, es ist vielleicht ein wenig so als würde man sagen “wozu bewegen wenn man auch alles in Googlemaps betrachten kann”.

    • Profilbild
      dflt

      < >

      ich bin vor allem über diesen kommentar schockiert. sorry, aber ich weiß nicht, wann ich das letzte mal sowas unsinniges gelesen habe…

      • Profilbild
        Steppenwolf

        man sollte vielleicht nicht vergessen dass ich mich nur auf digital nachgemachte analogsynthese und auch akustikinstrumente beziehe und lesen will wie diese Aussagen im einzelnen kommentiert werden (ja, ich habe mit Absicht übertrieben). ;)

        aber betrachte doch auch mal so: ich ärger mich jedes mal wieder wenn jemand meint es ist egal ob man einen digitalen oder analogen Synthesizer hat oder diverse Studiogeräte, warum liegt auf der Hand.

      • Profilbild
        dflt

        “Und digitale Synthesizer bzw. VSTs/DAWs die auf Computern laufen sind meiner(!) Meinung nach Lösungen für nicht so reiche oder arbeitsbegeisterte Musiker/Produzenten (ich gehöre teilweise auch dazu!) oder einfach Menschen die ganz schnell Samples zusammenschneiden wollen aus beispielsweise der umfangreichen Logic Pro Library, ihre Presets draufknallen und wissen damit war ich schonmal in den Top10 und andere auch und werde mich dadurch weiter dort aufhalten und Geld verdienen. Nichts anderes.”

        das war gemeint. keine ahnung, warum das jetzt rausgefiltert wurde…

        • Profilbild
          Steppenwolf

          Ja, das war eine zynische Pauschalaussage, die sicher generell so nicht stimmt. Allerdings gibt es leider auch viele Menschen bei denen das wirklich so ist, und das finde ich traurig.

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      FischerZ

      Zu Deiner Aussage bezüglich Klaus Schulze. Ich glaube Du hättest das gar nicht gemerkt wenn er es nicht publik gemacht hätte das er auf VST´s umgestiegen ist. Alles Einbildung. Ausserdem verändert man sich selber und das fliest auch in die Musik ein. Wenn er zusammen mit Lisa Gerard ein Album macht kann er keine Musik aus seinen Anfangszeiten schreiben. Das würde gar nicht zusammen passen.

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        Steppenwolf

        Nun, mit anderen zusammen klingt das ganze nochmal sehr anders finde ich.
        Ich bezog mich nun vor allem auf das Album “Big in Japan” welches mich an der ein oder anderen Stelle einfach zu stark an mein Rumklimpern mit Digitalklavier zuhause erinnerte.
        Insgesamt finde ich es super und höre auch immer mal wieder Musik die nur aus digitalen Geräten besteht oder gar Logic Pro intern produziert wurde, dennoch ärger ich mich über derlei Dinge immer wieder.

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    4damind

    Die Emulationen sind schon sehr nah dran. Der Unterschied dürfte im Mix wirklich nicht mehr zu hören sein. Viele machen sich die guten Sounds allerdings durch zu viel Bearbeitung wieder kaputt. Wenn die Sachen dünn und ohne Leben klingen liegt es nicht immer am Klangerzeuger.
    Der Ressourcenverbrauch ist allerdings auch noch interessant. Der Arturia klingt nicht wie der Diva, benötigt allerdings auch weniger Ressourcen. Das ist dann die Entscheidung zwischen “klingt nur 90% wie ein Moog aber benötigt nur 10% Leistung”.

    Ich finde man sollte da nicht zu sehr auf eine extrem akkurate Emulation gucken, sondern letztlich wie der Sound im Arrangement und Mix passt. Es ist ja mit Sicherheit nicht so, dass ein Song nur gut klingt wenn ein originaler Moog mit bei war ;)

  32. Profilbild
    Cocoman

    Ich habe hier noch etwas Senf, den ich hinzugeben möchte:) Freunde, das Ganze läuft auf extrem subjektivem Empfinden ab, fast schon Geschmackssache:) Das einzige was fies ist, sind totalitäre Aussagen wie: “Minimoog braucht man nicht mehr” oder “Software-Emulationen kommen nie an den Sound” etc. Denn alles bis auf physikalische Messtechnik ist Geschmackssache. Ich habe 10 Jahre Softwareminimoogs hinter mir und nun steht ein Mint-Model D vor mir mit frühem VCO-Board, jedoch bereits stimmstabil und ich empfinde da einen guten Unterschied, der im Vergleich zum Arturia im Druck und dem kratzigen liegt bzw. liegen kann, denn der Arturia Minimoog V kommt dem Papa Model D meiner Meinung nach extrem nah und reicht logischerweise somit bereits vielen Musikschaffenden. Aber Achtung jeder Model D klingt anders. Wen es interessiert: http://min.....index.html
    Und: der haptische Umgang mit Hardware beeinflusst auch den Workflow (ob positiv oder negativ). Ich – jedenfalls – ertappe mich, wie ich mich mehr mit der Materie, dem Soundschrauben beschäftige, als vorher. Das Durchklicken inflationär vorhandener Presets empfand ich persönlich wie einen Werteverfall. Es führte bei mir nicht unbedingt dazu sich ausgiebig mit nur einem Preset zu beschäftigen, es zu verändern, zu erforschen, nur mit dem Ohr dabei zu sein, die Möglichkeiten zu entdecken…zu groß die Verlockung nach dem nächsten Preset oder dem nächsten SoftSynth. Aber auch da arbeitet jeder anders. Zum drüber streiten, diskutieren oder nachdenk stelle ich mal einen frechen Zusammenhang her: zu den – meiner Meinung nach- mittlerweile langweiligen Synthsounds der heutigen Popmusik. Es ist schon auffallend, dass wirklich alles von Electro bis Lady Gaga gleich klingt. Liegt es daran, dass kaum einer mehr sich mit Synthese auskennen muss und ein Softwaresynth inkl. Presets wie eine Kaffeemaschine in jedem Haushalt vorhanden ist…? 70er 80er elektronische Musik wurde mit Gehör geschaffen. Wer einen Synthesizer hatte, hatte viel dafür bezahlt. Die Schlachtschiffe standen nur in großen Studius, und dahein gelangten auch nur Leute die genau wussten was sie vorhatten. Die Palette reicht von Quincy Jones über Jean Michel Jarre über Vangelis und noch soo vielen bis sich in den 90ern alles in Luft aufgelöst hat..Da wurde geschraubt, arrangiert und mit dem vor allem nach Ohr gearbeitet.. das vermisse ich in aktuellen Produktionen oft, aber nicht nur noch. Die Schlacht ist eröffnet:)

    • Profilbild
      ariston

      Ich schließe mich deinem Statement voll und ganz an. Auch die letzte Beobachtung ist gut getroffen, wobei das schnell erklärt ist: es ist halt alles entweder Sylenth oder Massive, was man heute in den Charts hört. ;)

      Das sollte aber nicht davon ablenken, dass es abseits der Charts nach wie vor sehr viel Spannendes an Synth Sounds zu entdecken gibt.

      Mich persönlich beeinflusst die Haptik (mittlerweile kann ich dieses Wort nicht mehr hören…) sowas von gar nicht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich Presets grundsätzlich ignoriere und noch nie ein Hardwareteil besessen habe, immer nur ausgeliehen. Ich arbeite mit Software gefühlt doppelt so schnell und viel kreativer. Aber wie du so schön sagst: gschmacksach, hat der Aff gsacht.

  33. Profilbild
    doctorno

    “Kann man seinen Minimoog nun endgültig zum Sperrmüll stellen? Man kann! Minimonsta und DIVA emulieren den Sound so perfekt, dass die Hardware für gängige Pop- und Rockmusikproduktionen nicht mehr notwendig ist.”

    Wenn ich so einen Blödsinn lese, muss ich wirklich an der Qualität von amazona.de zweifeln. Gitarren, Streicher und Trompeten werden nicht überflüssig durch die Möglichkeit, ihre Klänge digital zu reproduzieren – und ebenso wenig werden es analoge Synthesizer. Es ist ein Unterschied, ob ich ein Musikinstrument vor mir habe, das ich mit meinen Händen spielen kann oder eine Software, die ich auf einem Bildschirm betrachten und mit der Maus bedienen muss. Der musikalische Zugang ist ein völlig anderer – selbst wenn ich über hervorragende Controller verfüge.

    Dies sollte sich inzwischen, wo es ein wahres Revival der Analogtechnik gibt, nun wirklich auch bis zu dem stursten Verehrer digitaler Convenience herumgesprochen haben. Softsynths sind wie Fastfood, analoge Hardware ist wie das Essen im Sterne-Restaurant.

  34. Profilbild
    4damind

    Lustig bei dieser ganzen Minimoog Emulations Geschichte, die vor allem durch den kostenlosen Arturia Minimoog ja wieder einiges an Fahrtwind bekommen hat weil man sich die Sachen nochmal zu Gemüte führen konnte:
    Ich mag die angeblich eher schlechte Emulation (den Arturia) am meisten ;) Diva braucht mir zuviel Ressourcen und ich weiss nicht warum aber je mehr ich Diva nutze umso weniger gefällt er mir. Der Minimonsta ist mir zu überladen. Mit dem Arturia komme ich am schnellsten ans Ziel und auf die CPU brauche ich dabei auch nicht zu gucken.

    Das Leute wie Redone komplette Produktionen (Lady Gaga) nur mit internen Plug-ins von Logic machen und die ganze Suppe schon irgendwie auswechselbar klingt, sollte letztlich aber auch nicht darüber hinweg täuschen das diese Sachen halt extrem erfolgreich sind. Es gibt genug Leute die Räume voll mit Vintage Synth haben und nicht mal einen erfolgreichen Track auf der Pfanne haben. Ob man nun einen Hardware Moog oder ein Plug-in benutzt ist sowas von unwichtig! Das interessiert doch eher Sammler und Liebhaber anstatt Musiker. Leute wie von Deylen (“Schiller”) nutzt z.B. die Arturia Sachen und der könnte sich bestimmt einen ganzen Fuhrpark an Vintage Synth kaufen.

    Haptik hin oder her, 90% oder 95% an der Hardware dran… Ich denke das spielt für weitaus weniger Leute heute noch die grosse Rolle als man annimmt. Wenn die Sachen im Song funktionieren werden sie genommen und letztlich hört es zum Schluss im fertigen Track doch sowieso keiner heraus ob es ein Minimonsta, Diva oder ein echter Minimoog gewesen ist ;)

  35. Profilbild
    Marko Ettlich AHU

    Es besteht kein Zweifel daran, dass in vielen heutigen und auch erfolgreichen Produktionen Plug Ins benutzt werden. Die Einbindung in eine moderne DAW ist ein Kinderspiel, es gibt Unmengen an fertigen Presets und man braucht oft nur noch anpassen. Aber, ich halte strikt dagegen dass es kaum noch einen klanglichen Unterschied gibt. Das Problem ist nämlich, dass die meisten Hörer garnicht mehr fähig sind zu erkennen was wirklich gut klingt weil sich das Ohr mittlerweile, durch die ständige Präsens dieser Sounds, auf den “schlechten” Klang eingestellt hat.
    Wenn man dann aber mal einen richtigen Synthesizer benutzt, dann kommen die Fragen: O man wie hast du das gemacht, dass es so klingt?! Welche FX, welchen Kompressor hast du benutzt? ;D Nichts dergleichen…. es war nur Synthesizer XYZ. Haptik, und das Gefühl vor einem “echten” Instrument zu sitzen mal außen vor gelassen.

    • Profilbild
      DanielT

      Treffender hätte man es kaum ausdrücken können. Das dürfte heute der Realität am meisten entsprechend.

      Lieben Dank.

    • Avatar
      wusician

      Zitat: Das Problem ist nämlich, dass die meisten Hörer garnicht mehr fähig sind zu erkennen was wirklich gut klingt weil sich das Ohr mittlerweile, durch die ständige Präsens dieser Sounds, auf den “schlechten” Klang eingestellt hat.

      Frage: Was macht denn einen frei von Emotionen und Vorurteilen, allgemein gültigen, vielleicht auch noch mess- und beschreibbaren “guten” oder “schlechten” Klang aus?

      • Profilbild
        Marko Ettlich AHU

        ganz einfach, wenn es einen im innersten “toucht”. das ist weder messbar noch läßt es sich so einfach beschreiben. man fühlt es oder eben nicht. ich sage dann oft: es klingt mehrdimensional.

  36. Profilbild
    NEK-X

    Hi :)

    da ja mein erster Kommentar irgendwie in den weiten des I-Net verschwunden ist, melde ich mich doch nochmal zu Wort:

    Erstmal finde ich den Vergleichstest wirklich gut.
    Selten wird derart ins Detail gegangen und mit aussagekräftigen und vergleichbaren Audio-beispielen ergänzt. Ganz grosses Lob an den Autor !

    Zur Diskussion Analog versus Digitale Emulation ist ja hier schon einiges stimmiges und sinnvolles zussamengekommen, deshalb von mir nur noch mal kurz:
    Natürlich ist eine Original Hardware von einem solchem Ausnahmegerät wie dem Minimoog in weiten Teilen jeder Emulation, sei es jetzt in Form von Software aber auch Hardware “überlegen”. Es ist eben DAS Original und bis jetzt hat mich noch keine derartige Nachschöpfung vollkommen überzeugt, leider.

    Trotzdem haben insbesondere Software-Clones einen wie ich finde sehr entscheidenden Vorteil :
    Den problemlosen Einsatz von beliebig vielen Exemplaren, sollte ein Musikstück dieses benötigen.
    Von der Stimmstabilität und der “Total Recall”-Möglichkeit der exakten Einstellungen ganz zu schweigen.
    Ausserdem benötigt die Original Hardware, neben dem nicht zu unterschätzenden Schwierigkeiten diese überhaupt zu erwerben, eine ganze Menge Pflege, Ersatzteile sind kaum erhältlich, man benötigt ein profundes Wissen über die Technik, oder ist auf meist teure Services angwiesen.

    Das alles erübrigt sich bei der Softwarelösung, und sind mir doch mal erhlich, die meisten Hörer werden bei sorgfältigem Einsatz sicherlich kaum einen Unterschied bemerken, selbst Profis fällt es bei einem Blindtest schwer zu sagen was nun das Original, was die Emulation ist.
    Die Eigenheiten die hier oft genannt werden fallen einem wessentlich stärker auf, wenn man das jeweilige “Gerät” selbst bedient, und die Frage der Haptik ist bei dem Angebot an guten Hardware-Controllern eben auch nur noch eine “Geschmacksfrage”.

    Ich jedenfalls finde es gut das heutzutage jeder der bereit ist ein paar Euro zu investieren, sich solche Träume überhaupt erfüllen zu können, sei es auch “nur” eine Emulation aus Bits und Bytes.

    Zu den einzelnen hier verglichenen Varianten meine eigene Meinung: Den Minimonsta empfinde ich aufgrund seiner zusätzlichen Ausstattung als zuuu weit vom Original entfernt, die GUI ist m.M. nach etwas zu überladen und wirkt durch ihre “animationen” und blauen Beleuchtungen als nicht dem Original angemessen, auch wenn sie klanglich recht gut rüberkommt, aber es gefällt mir einfach nicht damit zu arbeiten.

    Die Diva ist wie schon mehrfach angeführt immer noch zu Leistungshungrig, auch geht der Ansatz, meiner Meinung nach, etwas übers Ziel hinnaus, als reinen Minimoog-Clone kann man sie eigentlich kaum bezeichnen.

    Den Arturia finde ich persönlich von den hier gelisteten noch am nähsten am Original,
    sowohl was die, virtuelle Haptik, als auch das Klangverhalten betrifft.

    Der Minimogue VA und das Modell E fallen natürlich sehr stark ab, wobei ich bis vor ein paar Jahren den erstgenannten in der Version 1 ganz gerne benutzt habe.
    Leider fehlen aber einige in der Liste, darunter auch mein eigener Versuch einer Emulation, und einige andere die vielleicht keine allzu grosse Rolle spielen …

    Jedenfalls sollte man doch jedem das Recht einräumen, sich für die Lösung zu entscheiden, die am besten den eigenen Vorstellungen und auch den finanziellen Möglichkeiten entspricht…

    LG NEK-X

  37. Profilbild
    Filterpad •••

    Ich bin jetzt gerade zufällig darauf gestoßen und kann nur sagen: Sehr interessant, wirklich sehr interessant! Ich denke die Anschaffung analoger Geräte ist inzwischen keine Frage der Soundqualität und/oder Handhabung mehr, sondern es sind ganz einfach Liebhaberstücke. Ich würde meinen Virtuell-analogen Hardwaresynth für (fast) kein kein Geld der Welt mehr hergeben wollen, denn es macht sicherlich mehr Spass wie jedes VST Instrument an dem Gerät zu schrauben und ich bin auch der Meinung das er jedem VST Instrument klanglich überlegen ist (Vergleiche habe ich!). Oder denken wir z.B. an Oldtimer: Viele Autoliebhaber würden gerne ihren (teuren und schnellen) Sportwagen gegen einen alten Oldi tauschen, selbst wenn dieser deutlich mehr kosten würde! ;)

    MfG

    M.

  38. Profilbild
    iltis30

    Liebe Diskutanten,
    es ist ziemlich egal, ob ein echter Moog oder ein virtueller verwendet wird, wenn die gesammte Produktion digital ist. Denn beim D/A-Wandeln verliert das analoge Signal immer etwas.
    Wenn jemand mal eine wirklich konsequent analoge Aufnahme hören kann, dann wird er feststellen, das dieser Sound wirklich eine andere Welt ist. eine andere, nicht eine bessere! Ich bin sehr an Synthesefragen und Synth-Sounds interessiert, bin aber hauptsächlich Gitarrist. Und auch von dieser Warte kann ich sagen: wenn du mal anfängst, in die analoge Singalkette auch nur ein Digital-wandelndes Gerät einsetzt, verändert sich das ganze Soundspektrum sofort.

  39. Profilbild
    Micffm62

    Liebe digitale Analoge oder analoge Digitale: auch wenn ich Diva, Arturia und auch den Minimax nutze.. meinen ollen Minimoog werde ich NIE zum Sperrmüll bringen… genauso wenig wie mein Klavier, welches ja hervorragend von beispielsweise AD-keys emuliert wird…. wegen des Unterschiedes.. er oder es LEBT.. .ich habe es mit den Emulationen versucht…. aber solche Sessions http://www.....xUZ4YPXTUQ konnte ich nur mit dem Oldie erleben… ;-)…

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