Auf zur zweite Runde unseres kleinen Workshops zum Dark Energy von Doepfer. Hier wollen wir Neueinsteigern und Interessierten zeigen, wie man den Kompaktsynthesizer mit Hilfe des Minicases und ein paar Modulen sinnvoll erweitern kann, damit man noch viel mehr analogen Spaß hat. In der ersten Folge hatten wir den Dark Energy um zwei Oszillatoren, einen Mixer und ein Multiples erweitert, ein ziemlich gradliniger Aufbau. Diesmal wollen wir auf einem anderen Weg mehr Farbe in den Klang bringen.
Bestückung
Stellen wir uns eine neue Konfiguration an Modulen, die in das Minicase sollen, zusammen. Ganz klar gehört auch dieses Mal ein Oszillator mit dazu. Wie im ersten Teil des Workshops deutlich wurde, ist der klanglich Zuwachs durch einen zweiten Oszillator enorm. Doch anstelle noch eines weiteren VCOs kommt nun ein Rauschgenerator ins Case. Um die beiden Signalquellen gemeinsam in den Dark Energy einspeisen zu können, ist wieder ein Mixer erforderlich. Alternativ könnte man auch einen A-131 VCA nehmen, der es ebenfalls erlaubt, zwei Signalquellen zu mischen und diese auch zu steuern. Jedoch fehlt es dem Setup an geeigneten Modulatoren, um den VCA voll auszureizen, der normale A-138b Mixer reicht vollkommen aus.
In den verbleibenden 6 Teileinheiten des Minicases findet das A-148 Dual Sample&Hold-Modul Platz. Damit können spezielle Steuersignale erzeugt werden. Der Dark Energy wird mit dieser Minicasesbestückung also nicht nur klanglich, sondern auch modulationstechnisch aufgewertet. Die restlichen 2 TE, die übrig bleiben, weil der Rauschgenerator schmaler als ein VCO ist, kann man mit einer entsprechenden Blindplatte schließen.


Jetzt 




Gut dass du erwehnst, dass der Sound in richtung Simmons geht. Da ich mich in die SDSV schaltung so reingearbeitet habe weiss ich:
1. eine Dreieckswell, die niemals gefiltert wird, 2. das rauschen wird mit einem SSM 2044 gefiltert und 3. es kommt ein Click sound hinzu, den man so in etwa mit einem VCA und sehr kurzem Decay hinbekommt. Simmons ist leider doch immer Simmons.
Hi – klar, eine gleichwertige Emulation bestimmter Drums ist mit unserem kleinen System nicht möglich, dazu benötigt man eben mehrere VCAs und Hüllkurven. Aber man kann durchaus “in Richtung” arbeiten, sich der grundsätzlichen Idee eines bestimmten Sounds annähern. Bei der Simmons-Bassdrum ist eben die Rauschmodulation das charakteristische Element. Als Assoziationsbrücke ist der Begriff Simmons-Kick aussagekräftig, da weiß (fast) jeder was gemeint ist – auch wenn das SDS-V dann noch man ganz anders klingt.
Sehr hilfreicher und inspirierender Teil 2, auf den ich gewartet habe – Klasse! Vielen Dank für die Mühe.
Der Vorschlag der Bestückung des Mini Case von Doepfer ist prima gelungen. Auf das S&H-Modul und dessen Einsatz als zusätzlicher Modulator wäre ich nicht gekommen. Finde insbes. den Einsatz des Noise-Moduls spannend – für mich die interessantere Variante als im Teil I der Serie mit den 2 VCO.
Grüße
Danke für die Blumen ;-)
Das ist ja das Schöne an einem Modularsystem (so klein es auch ist), man kann sich die Konfiguration so zusammenstellen, die den eigenen Vorstellungen am besten entspricht. Ob man einen 3 VCO-Powersynth oder einen Noise-Maker bevorzugt – egal, beides geht. Und auch noch anders > Teil 3
Teil 3? Hurra – hoffentlich bald :-)
Super Workshop, danke!
Sample & Hold mit dem KB-Gate statt dem LFO zu triggern, damit es rhythmisch synchron kommt, ist eine geile Idee! Muss man erstmal drauf kommen.
…siehe ARP Odyssey ;)
Sehr schöner und inspierender Artikel. Manche Dinge lassen sich auch ohne Module z.b. mit einem Perfourmer umsetzen. Gleich mal ne kleine Windmaschine aufsetzen simulieren…Danke!