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Workshop: Studio-Raumakustik Teil 1, Einführung

Raumakustik Teil 1

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Hier gelangen Sie zu Teil 2 und Teil 3 des Raumakustik-Artikels.

Einführung

So günstig wie heute war hochwertige Audiotechnik noch nie. Schon für ein paar Hundert Euro kann man sich die nötige Technik kaufen, um (gewusst wie!) ein professionell klingendes Musikstück zu produzieren. Doch eines wird dabei allzu gerne in den Hintergrund gedrängt: die Raumakustik.

Ein sehr gutes und teures Mikrofon wird in einem akustisch nicht optimierten Raum schlechter klingen als ein günstiges Mikrofon in einem akustisch gut ausstaffierten Raum. Auch eine erstklassige Sängerin kann mit einer schlechten Akustik nicht adäquat aufgenommen werden. Gleiches gilt natürlich für die gesamte weitere Technik, wie Vorverstärker, Monitorboxen und Plug-ins, die ihre volle Wertigkeit erst in akustisch guten Räumlichkeiten entfalten können.

Der Raum ist dabei das letzte Bindeglied zwischen Monitorlautsprechern und Ohr und hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Wahrnehmung des Klangs. Genauso ist er das erste Bindeglied zwischen Schallquelle (Sänger, Instrument) und Mikrofon und auch dort ist er entscheidend für die Qualität der Aufnahme verantwortlich. Zwar vermindert sich der Einfluss eines Raumes, wenn man sich im Nahfeld der Monitore befindet oder wenn der Sänger sehr nah ans Mikrofon geht, aber der Raumeinfluss bleibt auch in diesen Szenarien dominierend.

Beispiel für eine akustische Ausstaffierung (ohne Deckenelemente)

Beispiel für eine akustische Ausstaffierung (ohne Deckenelemente)

Welche Raumakustik für wen?

Dabei ist zunächst abzugrenzen, welche Art von Musik produziert werden soll. Für rein elektronisch erzeugte Musik aus Samplern und Synthesizern mit professionell erstellten Presets ist oft nur eine einfache akustische Ausstaffierung notwendig. Dabei kann auch mit Kopfhörern gearbeitet werden. Sobald allerdings mit Mikrofonen gearbeitet wird oder Sounds komplett von Grund auf erstellt oder verändert werden, sollte die Raumakustik einen höheren Stellenwert einnehmen, da hier bereits eine korrekte Beurteilung der Klänge erfolgen muss. Wird in der Regel nur Gesang aufgenommen, der nachträglich rein elektronisch verhallt wird, so ist ein im relevanten Frequenzspektrum stark absorbierender Raumbereich oft schon ausreichend. Sollen in dem Raum komplette Produktionen auf gutem Niveau abgemischt oder mehrere akustische Instrumente aufgenommen werden, so ist eine aufwändigere Akustik nötig, um gute Ergebnisse zu erreichen.
Die Abstufungen, Anwendungsgebiete und Konzepte von Studios sind oft sehr verschieden. Eine gute fachmännische Beratung, die auf die individuellen Bedürfnisse eines Studiobetreibers eingeht, ist daher immer anzuraten, wobei die Qualität der Beratung von Musikalienhändlerniveau bis zum erfahrenen Studiobauer variieren kann. Regionale Akustiker bieten teilweise eine günstige Grundberatung zum Pauschalpreis an, bei der auch die Anfahrtskosten (falls nötig) günstig ausfallen.

Helmholtz Resonator für den Eckeneinbau

Helmholtz Resonator für den Eckeneinbau

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