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Workshop: Studio-Raumakustik Teil 2, Der richtige Raum

Raumakustik Teil 2

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Hier gelangen Sie zu Teil 1 und Teil 3 des Raumakustik-Artikels.

Studioräume

Es gibt gewisse Richtlinien, welche Messwerte ein Raum erfüllen muss, um für musikalische Zwecke geeignet zu sein. Dabei wird meist zwischen der Regie (dem Kontrollraum, wo das Mischpult steht) und dem Studio (dem eigentlichen Aufnahmeraum, wo die Musiker spielen) unterschieden. Während diese Richtlinien im öffentlich-rechtlichen Rundfunkbereich sehr eng gesteckt sind, so überwiegt im Bereich von Musikstudios der künstlerische Aspekt, der hier mehr Freiraum und Individualität zulässt.
Die Form des Einraumstudios, in dem sowohl Aufnahmen, als auch die Produktion an einer digitalen Audioworkstation erfolgt, ist eine relativ kostengünstige und gleichsam junge Erscheinung, die seit der digitalen Revolution der Audiotechnik entstanden ist. Ein solches Einraumstudio muss gleich beide akustischen Anforderungen erfüllen, die eines Aufnahmeraums und die einer Regie.

3_Beispiel für eine akustische Ausstaffierung (ohne Deckenelemente).jpg

Richtwerte für eine Regie

In einer Regie oder einem Schnitt- bzw. Editierraum sollte ein möglichst glatter Frequenzgang sowie ein homogener Nachhall vorherrschen. Der Nachhall sollte frei von Resonanzen (also möglichst diffus) sein und über den Frequenzgang eine gleichmäßige Nachhalldauer von ungefähr 0,3 Sekunden haben. Zu hohen Frequenzen hin kann er etwas kürzer sein, zu tiefen Frequenzen kann er etwas länger sein, um sich der allgemeinen Hörgewohnheit in normalen Räumen anzunähern.

Aufnahmeraum

Da in einem Studio in der Regel verschiedenste Instrumente, Sprache, Geräusche und Gesang aufgenommen werden sollen, ist vom Studiobetreiber oft eine möglichst flexible Akustik gewünscht. Dies wird meist durch akustisch verschieden wirksame mobile Stellwände und schwere Textilvorhänge oder auch durch klappbare Akustikmodule erreicht. So kann ein Aufnahmeraum hallig gestaltet werden oder sehr trocken. Außerdem eignen sich akustische Stellwände zum Separieren von Schallquellen, wenn mehrere Musiker gleichzeitig in einem Raum aufgenommen werden. Alternativ gibt es bei mehreren Räumen die Möglichkeit, die Räume von sich aus akustisch unterschiedlich zu gestalten. Hierdurch ist eine höhere Separation der Schallquellen möglich, die vor allem im Popmusik-Bereich oft gefordert wird. Durch das heutzutage überwiegend eingesetzte Multitrack-Verfahren können alle Anforderungen auch mit nur einem Aufnahmeraum kombiniert werden.

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Über den Autor

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Thorsten Walter

Betreibt ein Ingenieurbüro für Studiobau und Akustik in Weiterstadt (Rhein/Main/Neckar). Seine Kunden kommen meist aus dem professionellen Bereich, er betreut aber auch Privatpersonen.

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