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Workshop: Studio-Raumakustik Teil 3, Akustikmodule

Raumakustik Teil 3

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Hier gelangen Sie zu Teil 1 und Teil 2 des Raumakustik-Artikels.

In diesem Teil des Artikels zeige ich schematisch, wie man mit einfachen Selbstbaumethoden einen Raum innenakustisch aufwerten kann. Leider ist der Rahmen eines solchen Artikels zu klein, um auf weitere Details eingehen zu können.

Materialien

Da es im Heimbereich oft nur kleine Räume sind, die als Studio fungieren sollen, besteht das Problem darin, dass sich ein angenehmer Raumhall nur schwer aufbaut. Teppich sollte daher mit Vorsicht eingesetzt werden, da er in der Regel zu viele Höhen schluckt. Besser ist ein Parkett- oder Laminatboden. Zur Not sind auch OSB-Verlegeplatten geeignet.
Vom Einsatz von Eierkartons, Pyramiden- und Noppenschaum ist in einem Tonstudio abzuraten, da die akustischen Eigenschaften bei den meisten Produkten nicht definiert sind und sich so der gewünschte akustische Effekt nicht einstellt. Einzig der Basotect Schaumstoff von BASF hat akustisch definierte Eigenschaften und ist daher gut einsetzbar, wenn es um die Bedämpfung von Reflexionen oberhalb des Bassbereiches geht.
Für Breitbandabsorber und Bassfallen eignet sich Mineralwolle, also Glas- oder Steinwolle, sehr gut und hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Achten Sie jedoch darauf, bei der Verarbeitung stets einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und die Mineralwolle für die dauerhafte Anwendung in Absorbern immer in Folie einzupacken, damit die feinen Partikel nicht in die Atemluft gelangen. Alternativ und gesundheitlich quasi unbedenklich sind Dämmstoffe aus Polyesterwolle. Hier gilt es jedoch auf die Beschaffenheit aller Materialien für den genauen akustischen Zweck zu achten.

Mit verschiebbaren akustischen Stellwänden kann auch eine Regie im Handumdrehen in einen Aufnahmeraum verwandelt werden. Mit verschiebbaren akustischen Stellwänden kann auch eine Regie im Handumdrehen in einen Aufnahmeraum verwandelt werden.

Absorberarten

Die einfachsten Absorber bestehen aus porösen Materialien, die dem Schallfeld durch Reibung Energie entziehen. Während hohe Frequenzen oberhalb von 1 kHz schon von 5 cm dicken Platten problemlos geschluckt werden, muss die Dicke für tiefere Frequenzen zunehmen. Ein poröser Absorber der Dicke von 30 cm absorbiert beispielsweise ab ca. 180 Hz, für Frequenzen unterhalb von rund 80 Hz werden sie aber wegen des hohen Platzbedarfs nicht eingesetzt.
In sogenannten “Superchunks” können sie in Raumecken und Kanten auf einfach zu bauende Weise als Bassfallen eingesetzt werden und wirken glättend auf den Frequenzgang des Raumes und verkürzend auf dessen Nachhalldauer ein. Eleganter, aber auch weitaus kostenintensiver, gestalten sich Verbundplattenabsorber (VPR), die aus einer Metallplatte und dahinter liegendem Dämmstoff bestehen. Die haben den Vorteil, mit sehr wenig Platzbedarf eine hohe Bedämpfung tiefer Frequenzen zu erreichen.

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Über den Autor

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Thorsten Walter

Betreibt ein Ingenieurbüro für Studiobau und Akustik in Weiterstadt (Rhein/Main/Neckar). Seine Kunden kommen meist aus dem professionellen Bereich, er betreut aber auch Privatpersonen.

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